Vermieter können die Erhöhung der Miete für ein Einfamilienhaus auch mit einem Mietspiegel begründen, der gar keine Angaben zu Einfamilienhäusern enthält. Das gilt nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) jedenfalls dann, wenn die geforderte Miete innerhalb der Mietpreisspanne für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern liegt (Az. VIII ZR 58/08). Denn die Miete für Einfamilienhäuser liege in der Regel über der Miete für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern.

Die BGH-Entscheidung erleichtert Mieterhöhungen für Hauseigentümer. Denn zuvor hatten mehrere Gerichte die Ansicht vertreten, dass sie sich nur dann auf den Mietspiegel berufen dürfen, wenn dieser Vergleichsmieten speziell für Einfamilienhäuser enthält. Doch solche Daten enthält kaum ein Mietspiegel.

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