Werden Mieter rückwirkend zur Zahlung einer höheren Miete ­verurteilt, müssen sie nicht auch noch Zinsen bezahlen. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Az. VIII ZR 94/04).

Die Mieter hatten einer Mieterhöhung nicht zugestimmt, wurden jedoch anderthalb Jahre später verurteilt, rückwirkend pro Monat 55 Euro mehr zu bezahlen.

Die von der Vermieterin zusätzlich geforderten Zinsen in Höhe von knapp 82 Euro müssen sie aber nicht zahlen, entschied der BGH.

Die höhere Miete sei erst mit dem rechtskräftigen Urteil fällig geworden, sodass die Mieter mit ihren Zahlungen nicht in Verzug geraten seien.

Tipp: Das Urteil zeigt Vermietern einen Weg, trotzdem Zinsen ­einzufordern. Mahnt ein Hausbesitzer die Zustimmung zur Mieterhöhung am besten schriftlich an, bevor er klagt, kann er einen Zinsverlust als Schadenersatz für die Verzögerung fordern.

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