Mieter können sich künftig etwas mehr Zeit beim Über­weisen der Miete lassen. In Miet­verträgen steht oft die Klausel, dass die Miete bis zum dritten Werk­tag des Monats beim Vermieter sein muss. Nun hat der Bundes­gerichts­hof (BGH) dies in Formular­verträgen für unwirk­sam erklärt. Eine Vermieterin hatte ihren Mietern gekündigt, weil die Miete mehr­mals nicht bis zum dritten Werk­tag auf ihrem Konto einge­gangen war. Zu Unrecht, entschied der BGH. Laut Gesetz ist die Miete spätestens am dritten Werk­tag des Monats zu „entrichten“. Dabei bedeute „entrichten“ bezahlen. Und beim Bezahlen komme es nicht auf den Eingang des Geldes an, sondern auf das Absenden. Deshalb reicht es, wenn Mieter die Zahlung am dritten Werk­tag des Monats bei ihrer Bank anweisen (Az. VIII ZR 222/15).

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