Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs warnt der Deutsche Mieterbund vor Lockmieten. Ein Vermieter darf die Miete nämlich später erhöhen, auch wenn sich die ortsübliche Vergleichsmiete seit Vertragsschluss nicht geändert hat. Die alte Miete muss nur unter der ortsüblichen liegen, entschieden die Richter (Az. VIII ZR 303/06).

Vermieter können nun eine Wohnung günstig anbieten und den Preis 15 Monate später bis zu 20 Prozent auf die ortsübliche Miete anheben.

Der Hamburger Mieterverein rät, vor dem Vertrag in den Mietspiegel zu sehen. Liegt die Miete weit unter der Vergleichsmiete, sei mit hohen Steigerungen zu rechnen. Davor können Mieter sich nur schützen, wenn sie mit dem Vermieter eine Begrenzung der Erhöhung vereinbaren, etwa eine Staffelmiete.

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