Wird die Miete dauerhaft unpünktlich oder nicht vollständig überwiesen, kann der Vermieter fristlos kündigen – allerdings erst, wenn er den Mieter vorher abgemahnt hat. Ist diese Abmahnung aber bereits erfolgt, kann schon eine einzige verspätete Mietzahlung für eine Kündigung ausreichen, entschied der Bundesgerichtshof (Az. VIII ZR 364/04).

Tipp. Als erheblich gelten Verspätungen von über einer Woche. Als dauerhaft gilt laut Rechtsprechung, wenn drei- bis sechsmal unvollständig oder unpünktlich gezahlt wurde. Steht im Vertrag nichts über einen Zahlungstermin, so ist die Miete im Voraus bis zum dritten Werktag des Monats zu zahlen. Ausnahme: Bei Altverträgen aus der Zeit vor September 2001 darf auch noch bis zum Monatsende gezahlt werden.

Dieses Kündigungsrecht greift aber nicht, wenn die Miete be­rechtigterweise gemindert wurde oder der Mieter einer Erhöhung nicht zustimmt und den Erhöhungsbetrag nicht zahlt.

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