Michael Turgut Freigang nach dubioser Finanzwerbung beendet

Michael Turgut - Freigang nach dubioser Finanzwerbung beendet
Warb in Berlin als Freigänger für dubiose Finanz­geschäfte: Anla­gehai Michael Turgut. © Berliner Zeitung / Christine Dankbar

Anla­gehai Michael Turgut aus Hof ist kein Freigänger mehr. Vor Antritt seiner vierjäh­rigen Haft­strafe wegen Bank­rotts und falscher eides­statt­licher Versicherung war er in die Haupt­stadt gezogen. Schon bald nach Haftantritt bekam er Freigang – die Berliner Justiz gilt als lax im Umgang mit Straf­tätern. Im August 2019 trat Turgut als Freigänger bei einer Veranstaltung der Liechten­steiner Interna­tional Finance & Precious Metals Group Holding AG in Berlin auf. Dort erklärte er Finanz­vermitt­lern unter großem Applaus, wie sie Anleger zur Eröff­nung dubioser Edel­metall­konten bei einer Swiss Wealth Management AG in Liechten­stein über­reden können. Nachdem die Berliner Zeitung darüber berichtet hatte, widerrief die Berliner Justiz den Freigang. Gleich mehrere Firmen Turguts – darunter die Pleitefirma Futura Finanz sowie von ihm vertriebene Anlagemodelle – landeten zwischen 2001 und 2018 auf der Warnliste Geldanlage der Stiftung Warentest. Tausende Anleger verloren viel Geld.

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