Messerschärfer

Ausgewählt, geprüft, bewertet

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Messerschärfer Testergebnisse für 23 Messerschärfer 01/2010

Inhalt

Im Test: 23 Messerschärfer, darunter 9 Wetzstäbe, 8 Schärfgeräte, 4 Schleifsteine, 2 Besonderheiten.
Einkauf: Juli bis September 2009.
Preise: Anbieterbefragung im Oktober und November 2009.

Abwertungen

Bei „ausreichendem“ Schärfergebnis war das test-Qualitätsurteil nicht besser, bei „ausreichender“ Handhabung maximal eine Note besser. Bei einem „ausreichenden“ Zustand der geschärften Messerschneide konnte das Urteil für das Schärfergebnis nicht besser sein. War die Härte metallischer Schärfer „mangelhaft“, konnte das Urteil für das Schärfergebnis maximal eine Note besser sein. Bei „mangelhafter“ Bruchfestigkeit waren die Materialeigenschaften höchstens zwei Noten, bei „ausreichender“ Korrosionsbeständigkeit der Metallteile maximal eine Note besser.

Schärfergebnis: 45 %

Drei Experten ermittelten das Schärfergebnis von Messern mit glatten Schneiden. Dazu stumpften sie je ein neues Gemüsemesser, Kochmesser und Santokumesser eines europäischen Anbieters nacheinander mit Schleifpapier verschiedener Körnung (500, 320, 100) ab. Dazwischen schärften sie die Messer bis zur höchstmöglichen Schärfe, wobei sie die Schärfe durch Schnitte in Schaumstoff bestimmten. Bewertet wurde die Maximalschärfe (Mittelwert), wie schnell diese erreicht wurde und wie sie vom Benutzer abhängt.

Bei Schleifsteinen verwendeten wir ein Santokumesser eines japanischen Anbieters.

Den Zustand der geschärften Messerschneide (Beschädigungen) prüfte ein Experte während des Dauertests alle 25 Zyklen unter dem Mikroskop.

Die Härte bei metallischen Messerschärfern ermittelten wir in Anlehnung an DIN EN ISO 6507-1, umgerechnet in Rockwellhärte.

Handhabung: 30 %

Ein Experte beurteilte, ob die Gebrauchsanleitung vollständig, verständlich und übersichtlich ist. Fünf schärferfahrene Laien prüften die Verständlichkeit zusätzlich. Außerdem beurteilten sie die Einfachheit im Gebrauch (Einarbeitungszeit, Kraftaufwand, Schärfwinkel, Schärfen der gesamten Klingenlänge). Im Punkt Ergonomie bewerteten sie die Handlichkeit der Produkte, bei den Wetzstäben zusätzlich das Gewicht und bei den elektrischen Geräten zusätzlich die Schalter. Zeitaufwand für das Schärfen: Die Laien bewerteten die Schärfzeit. Reinigen: Einfachheit, Zeitaufwand, Schmutzecken durch die Laien beurteilt.

Materialeigenschaften: 20 %

Die Abnutzung ermittelten wir in einem Dauertest mit 1000 Schärfzyklen (visuelle Abmusterung). In Anlehnung an DIN EN ISO 8442-1 prüften wir die Verarbeitung einschließlich der Befestigung des Handgriffs bei Wetzstäben. Die Bruchfestigkeit und Korrosionsbeständigkeit der Metallteile wurden in Anlehnung an DIN EN ISO 8442-1 geprüft.

Sicherheit: 5 %

Experten und schärferfahrene Laien prüften den Schutz vor Verletzungen und – außer bei den Wetzstäben – auch die Standsicherheit. Ein Experte prüfte außerdem die elektrische Sicherheit der elektrischen Schärfgeräte in Anlehnung an DIN EN 60335-2-14.

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

ramali am 21.10.2014 um 23:03 Uhr
Wellenschliff NUR im Fachbetrieb

Wellenschliffmesser sollte man definitiv nur vom Fachbetrieb nachschärfen lassen! Kein „Hobbyschleifer“ verfügt über die benötigte Menge an Wellenschliffscheiben die man als Fachbetrieb benötigt. Diese Scheiben beginnen mit einer Zahn-oder-Wellenbreite von 0,25mm bis etwa 10mm in Schritten von ca. ½ mm, also etwa 20 bis 30 verschiedene Profile. Bei einem Kostenpunkt von etwa 200-300€ pro Scheibe, welche selbst einem enormen Verschleiß unterliegt, leistet sich dies nicht einmal jeder Fachbetrieb. Also auch dort schauen, dass man wirklich bei einem Profi arbeiten lässt. Übrigens ist der Wellenschliff eine deutsche Erfindung aus dem Hause GÜDE-Messer, dies liegt aber schon ein paar Monde zurück. Ein mögliches Ab-oder-durchziehen mit irgendwelchen Gerätschaften zerstört den Wellenschliff, als langjähriger Betreiber einer Schleiferei im Großküchenbereich beruhen meine Aussagen auf Erfahrungen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 11.09.2012 um 18:34 Uhr
Messerschärfer

@Schach12: Wir haben zwischenzeitlich keinen Test mit Wellenschliff-Messern gemacht. Generell wird aber empfohlen, dass diese nur vom Fachhandel geschliffen werden sollten.

Schach12 am 29.06.2012 um 13:37 Uhr
Messerschärfer

Im Heft Januar 2010 Seite 64 haben Sie Testergebnisse gezeigt. Wenn ich mich nicht täusche, sind dabei keine Messer mit Wellenschliff getestet worden. Da wir in unserem Haushalt so gut wie ausschließlich Wellenschliff-Messer verwenden, stellt sich die Frage, ob ein solcher Test bei Ihnen zwischenzeitlich durchgeführt wurde.
Laut 'Laien-Tests' soll der von Ihnen abgewertete VULKANUS Messerschärfer für Wellenschliff-Messer bestens geeignet sein. Wie denken Sie darüber?
Albrecht Schach

OlliT7 am 03.12.2011 um 13:40 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.