Messenger-Dienste Der Staat darf mitlesen

Messenger-Dienste - Der Staat darf mitlesen
Neue Befug­nisse. Der Staat kann leichter als bisher Smartphones hacken. © istockphoto / tuulijumala, Stiftung Warentest (M)

Die schwarz-rote Mehr­heit im Bundes­tag hat gegen den Widerstand von Opposition, Daten­schützern und Bürgerrecht­lern ein Gesetz verabschiedet, das es Straf­verfolgungs­behörden ermöglicht, die Verschlüsselung von Messenger-Diensten wie WhatsApp zu umgehen. Gibt es einen entsprechenden richterlichen Beschluss, dürfen die Ermittler das Smartphone des Verdächtigen zunächst hacken, um darauf einen sogenannten Staats­trojaner zu installieren. Dieser schneidet die laufende Kommunikation mit. Der Einsatz der Software ist nicht nur bei terroristischen Bedrohungen erlaubt, sondern etwa auch bei Sport­wett­betrug, Steuer­hinterziehung und Urkunden­fälschung. Die Sicher­heits­lücken, die der Staat ausnutzt, könnten auch von Kriminellen miss­braucht werden. Sicherer als Messenger-Apps dürfte in Zukunft die Kommunikation über selbst verschlüsselte Mails sein. Im Test Verschlüsselung, test 3/2014 lesen Sie, wie das funk­tioniert.

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