Mercedes und Opel warnen vor Kindersitzen vom Typ Kiddy Top Safe. Sitze dieses Typs haben Vertragshändler der beiden Automarken von März 2003 bis November 2004 als Zubehör verkauft. Bei Opel kostete der Kindersitz mit blauem Bezug rund 400, bei Mercedes im Design „Angel Driver blau“ 555 Euro und im Design „Sqare grau“ 600 Euro. Bei den betroffenen Modellen kann eine Klinke an der so genannten Isofix-Halterung brechen. Für Kinder besteht bei einem Unfall Lebensgefahr. Wer den Kindersitz mangels Alternative noch benutzen muss, soll unbedingt zuvor die Hotlines der Autohersteller anrufen.

Keine Informationen vom Hersteller

Der Hersteller der Kindersitze selbst äußerte sich auch auf Anfrage nicht zu dem Rückruf. Unter www.kiddy.de gabs überhaupt keine Informationen zum Problem mit Top Safe-Kindersitzen. Unklar bleibt auch, ob weitere Modelle des Unternehmens aus Hof von dem Problem betroffen sind. Opel und Mercedes haben aktuell keine Kiddy-Modelle mehr im Angebot.

Hotline hilft im Notfall

Die beiden Autohersteller empfehlen, vom Rückruf betroffene Kindersitze nicht mehr zu benutzen. Wenn für dringende Fahrten kurzfristig keine andere Möglichkeit zur Sicherung der Kinder verfügbar ist, haben Hotlines der Autohersteller Tipps für eine provisorische Befestigung, die bei einem Unfall die nötige Sicherheit bietet. Opel beantwortet Fragen unter 0 800/0 00 14 87. Mercedes hat eine europaweit kostenlose Hotline geschaltet. Sie ist unter 00 800/17 77 77 77 zu erreichen. Opel verkaufte in Deutschland rund 90, Mercedes weltweit rund 1 400 der betroffenen Kindersitze. Als Grund für das Sicherheitsproblem nennen die Autohersteller Herstellungsmängel.

Rückgabe beim Händler

Die Autohersteller bitten darum, die Kindersitze vom Typ Kiddy Top Safe zurück zum Händler zu bringen. Sie erhalten dort das Geld zurück und können dafür einen Kindersitz von einem anderen Hersteller kaufen.

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