Mens­truations­tassen im Test Meldung

Die Siegerinnen des Tests des österrei­chischen VKI heißen Selenacup (rosa) und Lunette (klar).

Mens­truations­tassen geben Frauen während ihrer Periode genauso viel Bewegungs­freiheit wie Tampons. Die Nutze­rinnen können die becherförmigen Behälter wieder­verwenden, müssen sie aber entleeren und auswaschen. Unsere österrei­chischen Partner vom Verein für Konsumenten­information (VKI) haben neun solcher Perioden­tassen („Cups“) geprüft. Das Ergebnis fällt über­wiegend positiv aus.

Kein Nischen­produkt mehr

Tampons sind für Frauen das wichtigste Hygiene­produkt während der Periode. Auch Mens­truations­tassen fangen das Monats­blut im Inneren des Körpers auf. Sie sind anders als Tampons wieder­verwend­bar, müssen aber auch entleert werden. Mitt­lerweile gibt es die becherförmigen Behälter, auch Cups genannt, nicht mehr nur im Internet oder Naturwaren­handel, sondern auch in Drogerien.

Selenacup und Lunette mit sehr gutem Test­urteil

Neun Mens­truations­tassen hat unsere Part­ner­organisation VKI für die Juni-Ausagbe Ihres Magazins Konsument getestet. Die Österreicher fahndeten nach Schad­stoffen und prüften die Cups auf Reiß­festig­keit. Laien-Teste­rinnen unterzogen die Perioden­tassen zudem einem Praxis­test. Das Fazit unserer Kollegen: „Bei den meisten Cups gibt es erfreulicher­weise kaum etwas auszusetzen. Die Produkte halten viel aus, sind nur wenig mit Schad­stoffen belastet und erhielten auch bei der praktischen Anwendung von unseren Teste­rinnen über­wiegend gute Noten.“ Für zwei Mens­truations­tassen gab es ein sehr gutes Test­urteil: Selenacup, rosa in Größe M, und Lunette, klar in Größe 2. Beide sind auch hier­zulande in Drogerie, Apotheke oder übers Internet erhältlich.

Eine Tasse kostet je nach Anbieter zwischen 16 und 30 Euro

Für Frauen, die ihren Körper gut kennen und mit Monats­blut kein Problem haben, sind Mens­truations­tassen einen Versuch wert. Anschaffungs­kosten von rund 16 bis 30 Euro wirken zunächst recht hoch. Da die Cups aber im Gegen­satz zu Tampons immer wieder verwendet werden, relati­viert sich der Preis. Bei guter Pflege halten die Mens­truations­becher jahre­lang.

So wenden Sie die Mens­truations­tasse richtig an

Jede Frau muss für sich selbst entscheiden, ob eine Mens­truations­tasse für sie eine Alternative zu Tampons ist. Das sollten Frauen wissen, wenn sie einen Cup zum ersten Mal verwenden:

  • Richtige Größe finden. Welche Größe Ihnen passt, hängt vor allem davon ab, ob Sie bereits vaginal ein Kind entbunden haben oder nicht. Neben den Empfehlungen der Hersteller auf den Produkt­verpackungen erwiesen sich im Test auch gut aufgebaute Webseiten als hilf­reich, um die richtige Größe zu finden.
  • Geduld haben. Vor allem am Anfang ist es wichtig, entspannt und geduldig zu sein. Je geübter die Teste­rinnen im Praxis­test wurden, desto einfacher und schneller glückte ihnen das Einsetzen und Entfernen der Cups. Es gibt unterschiedliche Falt­techniken zum Einführen. Ausführ­liche Anleitungen dazu bieten die Hersteller auch auf ihren Webseiten.
  • Zu Hause testen. Mens­truationscups müssen nicht nur entfernt, sondern auch entleert werden. Üben Sie das die ersten Male am besten zu Hause, bevor Sie sich der Heraus­forderung einer öffent­lichen Toilette stellen. Bei vielen öffent­lichen Toiletten gibt es kein separates Wasch­becken in der Kabine. Dann empfiehlt es sich etwa, eine Flasche Wasser dabei zu haben, um die Tasse zu waschen. Ganz wichtig zu Hause wie unterwegs: Hände­waschen vor dem Heraus­nehmen und nach dem Einsetzen.
  • Auskochen und auswaschen. Sterilisieren Sie die Mens­truations­tasse vor der ersten Anwendung und nach jeder Periode 20 Minuten in kochendem Wasser. Beachten Sie dazu auch die Herstel­ler­angaben. Während der Regel reicht es, den Cup bei jedem Wechsel mit warmem Wasser auszuwaschen.
  • Aufmerk­sam sein. Packungs­beilagen von Tampons weisen auf das sogenannte Toxische Schocksyndrom (TSS) hin, bei den Mens­truations­tassen im Test war das meist nicht der Fall. Typische Symptome eines TSS sind plötzliches Auftreten von Kopf­schmerzen, Schwindel, insbesondere ein Blut­druck­abfall sowie hohes Fieber und sonnenbrand­ähnlicher Haut­ausschlag. Treten sie während der Regel abrupt auf, sollten Sie zum Arzt gehen. TSS ist sehr selten und kommt nicht nur bei Frauen während der Mens­truation vor.

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