Mehr Rente und Sozialhilfe Meldung

Nach drei Nullrunden gibt es ab 1. Juli etwas mehr Rente und Arbeitslosengeld II.

0,54 Prozent. Die Rentenerhöhung zum 1. Juli gibt nicht wirklich Grund zum Jubeln. 0,54 Prozent bringen bei 1 176 Euro Standardrente im Westen und 1 034 Euro im Osten monatlich nur 6,34 Euro und 5,58 Euro mehr.

Krankenkasse. Oft wird das Geld von steigenden Krankenkassenbeiträgen aufgefressen, berichtet der Sozialverband Deutschland: Erfahrungsgemäß erhöhen viele Kassen ebenfalls zum 1. Juli ihre Beiträge. Steigt der Beitragssatz um 0,9 Prozentpunkte, macht das für den Standardrentner, der davon die Hälfte selbst trägt, 4,95 Euro aus. Unterm Strich bleibt dann nur ein Euro Rente mehr übrig.

Hartz IV. Parallel werden auch Arbeitslosengeld II und Sozialhilfe erhöht: um 2 Euro auf 347 Euro monatlich.

Hintergrund. Die 0,54-Prozent-Anhebung ergibt sich aus 0,99 Prozent Lohnzuwachs in den alten Ländern. Davon werden 0,64 Prozentpunkte als Anteil für die von Arbeitnehmern betriebene Altersvorsorge abgezogen. Dann werden 0,19 Prozentpunkte für den Nachhaltigkeitsfaktor addiert, der die Entwicklung von Lebenserwartung, Geburtenzahl und Erwerbstätigkeit berücksichtigt. Die Lohnzu­wächse in den neuen Ländern waren niedriger. Hier werden sie denen im Westen angeglichen.

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