Zwei Drittel aller gemeldeten Arbeitsunfälle sollen sich an Arbeitsplätzen mit einer Beleuchtungsstärke von weniger als 500 Lux ereignen. Für Industriearbeitsplätze sind derzeit 300 bis 500 Lux vorgeschrieben.

Nach einem Forschungsbericht der TU Ilmenau empfahl die Bundesanstalt für Arbeitsschutz für einzelne Arbeitsplätze bereits 1997 Beleuchtungsstärken zwischen 500 und 750 Lux. Nun hat das Team um Professor Dietrich Gall mit einer Langzeitstudie nachgelegt. Testpersonen arbeiteten jeweils sieben Stunden lang bei 600 Lux in wechselnden Tätigkeiten an typischen Industriearbeitsplätzen. Folge: Die Arbeitsleistung erhöhte sich deutlich. Bei schwierigen Aufgaben stieg die Produktivität bei besserem Licht um über 50 Prozent. Gleichzeitig sank die Fehlerquote. Neben besseren Leistungen fühlten sich die Versuchspersonen auch subjektiv mental länger fit und sie ermüdeten weniger rasch.

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