Viele Krebsarten können gut behandelt werden. Doch das Krebs-Früherkennungsangebot der Krankenkassen wird nur unzureichend wahrgenommen: im Jahr 2006 von weniger als der Hälfte der Frauen und von nur 21 Prozent der Männer. Diese Quoten sollen nun durch Informationsangebote und ein gezieltes Einlade- und Erinnerungssystem verbessert werden. Ärzte sollen über Früherkennungsuntersuchungen informieren.

Die Deutsche Krebsgesellschaft, die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren haben einen Nationalen Krebsplan mit Verbesserungen bei der Patienteninformation, der Diagnostik und Therapie verabschiedet. Ein zentraler Punkt ist die Zertifizierung von Brustkrebszentren. Fast jeder dritte Brustkrebsfall wird nicht in einem zertifizierten Zentrum, sondern in einem von etwa 800 Krankenhäusern versorgt. Manchmal zählt die Behandlung von Brustkrebs dort aber nicht einmal zu den Schwerpunkten. Es gibt darunter Häuser, in denen nur weniger als fünf Frauen mit Brustkrebs pro Jahr behandelt werden. Klinische Krebsregister sollen Patientinnen helfen, geeignete Häuser zu finden (siehe Tests Mammographie-Screening und Medikamente bei Krebs aus test 08/2008).

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