Medion-Smartphone bei Aldi Nord Schnelltest

Im Oktober bot Aldi Nord es schon einmal an: das erste Smart­phone von Medion – damals im Schnell­test auf test.de. Ab 15. Dezember ist es erneut zu haben. Das 199-Euro-Handy kommt mit Android-Betriebs­system in Version 2.3.5 und großem Touch­screen. KFZ-Halterung und Navigations­software sollen das Aldi-Smart­phone auch als Navi empfehlen. Doch der Schnelltest zeigt Schwächen.

[Update: 14. Dezember 2011] Ab sofort sind die ausführ­lichen Test­ergeb­nisse zum Medion Life P4310 (MD 98910) im Produktfinder Handys abruf­bar. [Ende Update]

Großes Display, zähes Arbeits­tempo

Augen­fälligste Attraktion des Medion-Smartphones ist sein großer Touchs­creen. Mit einer Diagonale von 10,9 Zenti­meter und einer Auflösung von 480 x 800 Pixel spielt das Display in der Smartphone-Ober­liga. Darauf lassen sich Websites deutlich besser darstellen als auf kleineren Bild­schirmen. Bei Kontrast und Helligkeit kann das Display freilich nicht mit teureren Spitzenmodellen wie dem Samsung Galaxy S II oder dem Apple iPhone 4 mithalten. Ein weiterer Unterschied zu „echten“ Oberklasse-Handys: Das Aldi-Smartphone arbeitet insgesamt deutlich lang­samer. Eingabemenü, Internet­browser, Apps: Alles reagiert zuweilen unerfreulich zäh. Auch die Akku­lauf­zeiten können nicht recht über­zeugen: Beim Surfen im Internet ist zum Beispiel schon nach drei Stunden Schluss.

Kamera schwach, Kopf­hörer leise

Größte Schwäche des Geräts ist seine Kamera. Schon bei Fotos ist die Bild­qualität nicht berauschend, bei Videos ist sie richtig schwach. Die Auflösung der Videos ist gering, bewegte Bilder ruckeln und zeigen teils deutliche Bild­fehler. Und beim Fotografieren verstreichen ganze zwei Sekunden, bis die Kamera endlich auslöst. Schnapp­schüsse sind so kaum möglich. Der Musikspieler ist brauch­bar, spielt aber keine WMA-Dateien ab. Außerdem sind die mitgelieferten Kopf­hörern recht leise.

Navigation nur mit Daten­verbindung

Medion-Smartphone bei Aldi Nord Schnelltest

Keine Selbst­verständlich­keit auch bei teureren Geräten: Für die Auto­navigation liegen dem Aldi-Smarp­thone eine einfache KFZ-Halterung und ein Ladegerät für den Ziga­retten­anzünder bei. Neben dem Navigations­programm Google Maps Navigation ist außerdem das Medion-Navigations­programm GoPal Navigator vorinstalliert. Dieses Programm kann das Kartenmaterial länder­weise auf dem Handy speichern – zum Beispiel übers heimische WLan. Das spart teuren Daten­verkehr per Mobil­funk. Doch ganz ohne Daten­verbindung funk­tioniert auch dieses Navigations­programm nicht. Im Ausland ist es daher angesichts der immer noch hohen Preise fürs Daten­roaming nur einge­schränkt nutz­bar. (Weitere Informationen zur Medion-Navi-App im Schnell­test Samsung-Smartphone bei Aldi Nord)

Es gibt interes­sante Alternativen

Im Verhältnis von Preis und Bild­schirm­größe mag das Medion-Smartphone derzeit konkurrenzlos sein. Für preisbewusste Smartphone-Einsteiger ist es damit durch­aus interes­sant. Wer aber mit einem kleineren Bild­schirm vorlieb nimmt, findet unter den Android-Handys im Produktfinder Handys einige interes­sante Alternativen. So ist zum Beispiel das schon etwas ange­jahrte Sony Ericsson Xperia X8 im Online-Handel inzwischen unter 150 Euro zu haben. Und um die 200 Euro gibt es bei güns­tigeren Online-Händ­lern das HTC Wildfire S, das im Test trotz kleinerem Display insgesamt deutlich besser abschneidet als das Medion-Smartphone.

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