Medion Fernseher P15168 Schnelltest

Medion Fernseher P15168. Preis 219 Euro.

Medion Fernseher P15168. Preis 219 Euro.

Neben Shampoo, Nudeln und Co. verkauft Aldi Nord seit Donners­tag, 28. August 2014, einen LCD-Fernseher für nur 219 Euro. Der große 80-cm-Flach­bild­schirm empfängt das TV-Programm via Kabel, Satellit und DVB-T. Ob Sie den P15168 von Medion zur Kasse tragen oder im Regal stehen lassen sollten, zeigt der Schnell­test.

Das Bild ist kein Augen­schmaus

Dieser Fernseher ist fürs Wohn­zimmer bestimmt – immerhin hat er eine Bild­diagonale von 80 Zenti­metern. Anbieter Medion verspricht Kino­erleb­nisse auf dem heimischen Sofa – dank Full-HD-Auflösung. Wie im Multiplex muss auch zu Hause zualler­erst das Bild stimmen. Doch da hakt es beim P15168 gleich mehr­fach. Zunächst hat der Fernseher Schwierig­keiten mit dem Kontrast. Helle Bereiche des Fernseh­bildes sind über­strahlt, dunkle Bereiche komplett schwarz. In beiden Fällen verschwinden Bild­details, der Zuschauer sieht Einheits­brei statt kleiner Strukturen. Außerdem ist das Bild gelb­stichig und zieht auffällig stark nach, Bild­bereiche „verschmieren“.

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Bild­korrekturen glücken nicht

Bild­schwächen können in der Regel mithilfe von Einstellungs­möglich­keiten des Fernsehers etwas ausgebügelt werden. Beim Medion-TV brachte das keine nennens­werte Verbesserung. Als die Tester die Helligkeit erhöhten, um im dunklen Bild­bereich Details sicht­bar zu machen, wurde aus Schwarz gleich Grau. Auch das Drehen am Kontrast­regler blieb ohne großen Erfolg.

Auch an der Tonqualität hapert es

Wenig mehr verwöhnt als die Augen werden die Ohren des Zuschauers. An der Tonqualität hapert es ebenfalls. Hohl, blechern und verfärbt ist der Klang. Zu verstehen ist alles, aber schön klingt anders. MP3-Musik über den Fernseher zu hören, ist nicht zu empfehlen. Dabei verfügt das Gerät über einen Mediaplayer. Der spielt neben MP3-Dateien auch Fotos und Videos ab. Allerdings ist der Mediaplayer nicht sonderlich komfortabel.

Immerhin: Der Fernseher glänzt mit üppigen Anschlüssen

Zahlreiche Anschlüsse geben schon eher Grund zur Freude: USB zum Abspielen von Fotos, drei HDMI-Anschlüsse für verschiedene Zuspielgeräte, auch Kopf­hörer lassen sich anschließen. Wird ein Kopf­hörer genutzt, schalten sich die Laut­sprecher des Fernsehers auto­matisch ab.

Ohne Internet und Netz­werk

Smart ist der Medion-Fernseher nicht. Da er keinen Internet­zugang hat, lassen sich über das welt­weite Netz zum Beispiel keine Youtube-Videos abspielen oder verpasste Beiträge aus Mediatheken ansehen. Auch ins heimische Netz­werk lässt sich der Fernseher nicht integrieren. Urlaubs­fotos vom Smartphone via WLan auf den Bild­schirm über­tragen – ebenfalls Fehl­anzeige. Sendungen aufnehmen oder anhalten kann der Medion auch nicht.

Menü altba­cken, Fernbedienung irritiert

Medion Fernseher P15168 Schnelltest

Die Fernbedienung des P15168 von Medion.

Auf neuste Technik muss der Nutzer auch beim Bedienen des Fernsehers verzichten. Das Menü ist nicht mehr zeitgemäß und sehr simpel, trotzdem aber annehm­bar. Recht groß ist die mitgelieferte Fernbedienung, ihre zahlreichen Tasten und die ungewöhnliche Ziffern­anordnung machen eine intuitive Bedienung schwierig. Wichtige Taste wie die für Laut­stärke oder Programm sind klein und bei gedimmtem Licht schwer auszumachen. Immerhin reagiert das Gerät gut und schnell auf Eingaben.

Programm­vorschau ohne Über­blick

Das Erstellen der vier möglichen Favoriten­listen und das Sortieren der Sender geht leicht von der Hand. Nicht sehr nutzerfreundlich hingegen ist der Elektronische Programm­führer (EPG). Auf einen Blick zeigt er nur die Programm­ansicht für einen ausgewählten Sender. Wer wissen will, welche Sendungen aktuell laufen, muss jeden einzelnen Sender durch­klicken.

Das Fazit: Viel Theater statt großem Kino

Fernseh­vergnügen bereitet der LCD-Fernseher P15168 von Medion nicht. Das Bild ist enttäuschend, der Ton verfremdet und auch die Hand­habung lässt zu wünschen übrig. Wer auf ungetrübten Fernsehspaß hofft, sollte das Gerät selbst für den Schnäpp­chen­preis von 219 Euro beim Aldi-Besuch im Regal stehen lassen. Güns­tige Alternativen bietet der Produktfinder Fernseher.

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