Medion Akoya P6816 von Aldi (Nord) Schnelltest

Medion Akoya P6816

Biederes Design, gute Rechenleistung: Das Medion Akoya P6816 von Aldi (Nord)

Aldi hat seit Donnerstag ein Notebook für 699 Euro im Angebot: Das Medion Akoya P6816 (MD 99040). Nicht gerade billig, dafür glänzt es aber mit guter Ausstattung: Eine 750-GB-Festplatte, 2-GB-Grafikkarte und 2,4 GHz Intel Quadcore i7-Prozessor sind unter der Haube. Das lässt auf eine gute Rechenleistung hoffen. test.de zeigt im Schnelltest, wie flott der Aldi-Rechner wirklich läuft und was er sonst noch kann.

Design nüchtern

In Sachen Design präsentiert Medion nicht unbedingt einen Meilenstein. Mit seiner anthrazitfarbenen Oberfläche wirkt das Aldi-Notebook etwas nüchtern. Die Dicke von vier Zentimetern und das Gewicht von 2,6 Kilogramm machen es eher zum Bürohengst, als zum Pendler-Notebook. Bekanntlich kommt es bei Computern aber hauptsächlich auf die inneren Werte an. Die lesen sich erstmal ordentlich. Unter der Haube stecken ein 2,4 Gigahertz Intel Quadcore i7-Prozessor, vier Gigabyte Arbeitsspeicher und eine Nvidia Grafikkarte mit zwei Gigabyte eigenem Speicher.

Rechenleistung top

Das ist genug für aufwendige Zwecke: Bildbearbeitung funktioniert flüssig, Office-Anwendungen ebenso. Auch 3D-Spiele sind kein Problem. Die Rechenleistung beeindruckt die Experten. Wer es besonders eilig hat und nur mal schnell seine Mails checken will, kann auf die Fast-Boot-Funktion zurückgreifen. Dabei fährt nicht das komplette Windows-Betriebssystem hoch, sondern ein einfaches Linux-System, welches nur ein paar Funktionen, zum Beispiel E-Mail und Internetsurfen bereit stellt. Innerhalb von zirka 10 Sekunden soll es laufen. Im Test dauerte es nur wenig länger: 13 Sekunden ab Rechnerstart. Ohne die Fast-Boot-Funktion braucht er fürs Hochfahren deutlich länger: eine gute Minute. Das ist im Vergleich zu anderen Notebooks Durchschnitt. Aus dem Standby startet es allerdings fix: nur zwei Sekunden.

Das matte Display könnte heller sein

Das Display misst 39,4 cm in der Diagonalen. Groß genug, um vernünftig daran arbeiten zu können. Ein Vorteil: Das Display ist matt. Bei Sonneneinstrahlung erkennen Nutzer daher viel mehr, als bei spiegelnden Displays. Ansonsten ist es Mittelmaß. Es könnte etwas heller sein. Auffällig: Selbst in der hellsten Einstellung ist das Display im Akkumodus deutlich dunkler, als bei Nutzung des Netzteils. Das spart zwar Energie, nimmt dem Nutzer aber die Freiheit, trotz hohem Energieverbrauch mit hellem Bildschirm zu arbeiten.

Akku nicht überragend

Unser aktueller Test von Note- und Ultrabooks zeigte einen klaren Trend: Die Akkulaufzeiten werden erfreulicherweise immer besser. Der Akku dieses Notebooks glänzt allerdings nicht mit einer guten Laufzeit. Er hält knappe vier Stunden beim Surfen im Netz, kein Spitzenwert. Beim Schauen einer DVD reduziert sich die Laufzeit auf drei Stunden. Das reicht für einen längeren Spielfilm, aber nicht für zwei. Sicherlich ein Preis, den Käufer für die hohe Rechenleistung zahlen. Wer das Notebook ohnehin überwiegend am Schreibtisch mit Netzteil verwendet, stört sich nicht an kürzeren Akkulaufzeiten.

Gute Ausstattung, ausführliches Handbuch

Medion verwöhnt seine Kunden oft mit zusätzlichem Zubehör und ordentlicher Software-Ausstattung. Die kann sich auch bei diesem Notebook sehen lassen. Vorinstalliert ist Microsoft Office 2010 in der Starter-Version, also abgespeckt. Darüber hinaus finden Käufer des Aldi-Laptops eine ganze Reihe an Programmen, von der Brennersoftware bis zur Bild- oder Videobearbeitung. Achtung: Bei der vorinstallierten Antiviren-Software Kaspersky Internet Security 2012 handelt es sich um eine 90-Tage-Testversion. Danach müssen Nutzer zahlen. Gute Antiviren-Software gibt es aber auch kostenlos, wie der vergangene Test von Antivirenpakten zeigt. Lobenswert ist auch die mitgelieferte gedruckte Bedienungsanleitung. Heutzutage längst nicht mehr selbstverständlich und gerade für unerfahrene Nutzer sehr hilfreich. Auch die Hardware-Ausstattung überzeugt: Gleich zwei USB 3.0-Anschlüsse für schnellen Datentransfer sind eingebaut, außerdem ein HDMI-Anschluss und eine große 750 Gigabyte-Festplatte.

Auch zum Fernsehen geeignet

Eine Besonderheit ist der mitgelieferte USB-DVB-T-Tuner. Damit können Besitzer das Aldi-Notebook auch zum Fernsehen nutzen. Das funktioniert über das Windows Media Center. Wie viele Sender das Gerät empfängt, hängt stark vom Standort ab. In den Büroräumen der Stiftung Warentest am Berliner Lützowplatz hat es aber für die üblichen 30 Kanäle gereicht. Darunter waren: Das Erste, ZDF, RTL, Sat1 und Pro 7. Die Bedienung mit der Fernbedienung funktioniert flüssig, die Bildqualität kann aber natürlich nicht mit der von richtigen Fernsehern mithalten. Ärgerlich: Wer fernsehen will, blockiert gleich zwei USB-Anschlüsse. Einen mit dem DVB-T-Stick und den anderen mit dem Empfangsteil der Fernbedienung. Leider passen beide Teile nicht nebeneinander, so dass auf jeden Fall einer der schnellen USB 3.0-Anschlüsse belegt ist. Ungünstig: Für den DVB-T-Stick gibt es keine Bedienungsanleitung.

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