Medikations­plan Test

Viele Menschen in Deutsch­land nehmen dauer­haft mehrere Medikamente ein. Sie sind dem Risiko von Wechsel­wirkungen und Einnahme­fehlern ausgesetzt. Da heißt es Über­sicht bewahren. Dafür sollen Medikations­pläne sorgen. Doch wie gut klappt das Ganze in der (Arzt-)Praxis? Zehn Test­personen haben im Auftrag der Stiftung Warentest Haus- und Fach­ärzte und Apotheken besucht. Ergebnis: Nur wenige Mediziner werden von sich aus aktiv.

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TestMedikations­plantest 10/2017
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Mehr Arznei­mittel – höheres Risiko

In Deutsch­land schluckt fast jeder vierte gesetzlich Kranken­versicherte dauer­haft mindestens drei Arzneien. In der Gruppe der über 70-Jährigen ist es sogar jeder zweite. 600 000 Kassenpatienten nehmen sogar zehn oder mehr Präparate parallel ein. Das ist nicht ohne Risiko: Mit der Zahl unterschiedlicher Medikamente steigt das Risiko, dass diese miteinander in Wechselwirkung treten. Das heißt, dass sich die Wirkung der Medikamente verstärkt oder verringert und so Schaden anrichten kann.

Das bietet der Test Medikations­plan

Stich­probe. Wir haben zehn Test­personen losgeschickt, die für einen Medikations­plan in Frage kommen. Sie sollten jeweils ihren Haus­arzt, einen ihrer Fach­ärzte und eine Apotheke besuchen und uns Rück­meldung zu ihren Erfahrungen geben. Unser Praxis-Check zeigt, wo es noch hapert – und warum.

Praxis-Wissen. Unsere Gesund­heits-Experten sagen, wo Patienten ihren Anspruch auf den Medikations­plan geltend machen können und wie sie vorgehen sollten. Anhand eines konkreten Beispiels erklären wir, welche Angaben ein Medikations­plan enthalten sollte.

Wer Anspruch auf den Medikations­plan hat

Um dem vorzubeugen, haben gesetzlich Versicherte, die mehrere Medikamente einnehmen müssen, seit Oktober 2016 Anspruch auf eine schriftliche Über­sicht ihrer Arzneien – den sogenannten Medikations­plan. Das E-Health-Gesetz legt aber einige Voraus­setzungen dafür fest:

  • Dauer­haft drei. Der Versicherte muss parallel drei rezept­pflichtige Medikamente dauer­haft, das heißt über einen Zeitraum von mindestens 28 Tagen, anwenden.
  • Systemisch wirkend. Diese Medikamente müssen systemisch wirken – sie verteilen sich und wirken potenziell im gesamten Körper.
  • Kasse zahlt. Außerdem müssen die Medikamente von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt werden.

Über­blick behalten, Trans­parenz schaffen

Der Medikations­plan listet unter anderem Handels­name, Wirk­stoff und Dosierung eines Medikaments auf – und hält fest, wann, wie und warum es einzunehmen ist. Patienten soll er helfen, den Über­blick über ihre Medikamente zu behalten, Ärzten und Apothekern einen kritischen Blick ermöglichen, bevor sie weitere Arzneien verordnen oder abgeben.

Fazit: Der Medikations­plan ist noch nicht ganz in der Praxis ange­kommen

Unser Praxis-Check offen­bart: Wenige Ärzte bieten von sich aus an, den Plan zu erstellen oder zu aktualisieren. Auch bei den Apothekern fällt das Fazit traurig aus. Was unsere Tester erlebt haben, erfahren Sie, wenn Sie den Test frei­schalten.

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