Rechte: Wer Patienten bei Ärger in der Klinik unterstützt

Jeder Patient hat einen Anspruch darauf, über seine Therapie informiert zu werden. Wer das Gefühl hat, dass behandelnde Ärzte oder Pfleger auch auf Nach­frage nicht ausreichend über die verabreichten Medikamente informieren, kann sich an Patientenfür­sprecher oder Beschwerde­stellen wenden.

Vertreter der Patienten. In vielen Krankenhäusern engagieren sich Patientenfür­sprecher oder sogenannte Ombuds­personen für die Rechte der Patienten. Sie unterstützen sie etwa bei Problemen mit Ärzten oder Pflegern. Patientenfür­sprecher sind keine Mitarbeiter. In der Regel arbeiten sie ehren­amtlich. Sie sind also finanziell unabhängig vom Kranken­haus – und auch an die Schwei­gepflicht gebunden. Sie sind aber nicht immer sofort erreich­bar, sondern bieten üblicher­weise Sprech­stunden in Räumen des Kranken­hauses an. Sie kommen auf Wunsch auch direkt ans Krankenbett. In einigen Bundes­ländern schreiben die Kranken­hausgesetze verbindlich vor, Fürsprecher einzusetzen: Berlin, Hessen, Nieder­sachsen, Nord­rhein-West­falen, Rhein­land-Pfalz und Saar­land.

Beschwerde­stelle. Das 2013 in Kraft getretene Patientenrechtegesetz verpflichtet Krankenhäuser bundes­weit, ein patienten­orientiertes Beschwerdemanagement einzurichten. Ist in einer Klinik kein Patientenfür­sprecher verfügbar, können sich unzufriedene Patienten an die kranken­haus­interne Beschwerde­stelle wenden.

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