Medikamente im Straßenverkehr: Das verkannte Risiko

Achtung, Arznei!

Schlaf- und Beruhigungsmittel
Durch Dämpfung des zentralen Nervensystems deutliche Verlängerung der Reaktionszeit. Die Wirkung ist stark von der Dosierung abhängig.

Antidepressiva, Neuroleptika
Gegen Depressionen, auch zur Lösung von Angst, Spannungs- und Unruhezuständen.

Antiallergika
Rezeptfreie Präparate enthalten die Wirkstoffe Cetirizin und Loratadin. Rezeptpflichtig sind Desloratadin, Fexofenadin, Levocetirizin, Mizolastin und Terfenadin. Astemizol, Terfenadin, Cetirizin und Loratadin machen wenig oder nicht müde.

Narkosemittel
Nach Operationen: Nicht in den ersten zwei Tagen nach der Narkose ans Steuer. Die Wirkung kann erneut auftreten. Lokalanästhesie: Den Zahnarzt fragen.

Starke Schmerz- und Rheumamittel
Schmerzmittel mit Opiaten und Opioiden, auch Kodein (auch in Hustensaft). Opiate wirken besonders in der Anfangsphase einer Schmerztherapie stark dämpfend.

Psychostimulantien
Aktivierende Medikamente, manchmal auch in Schlankheitsmitteln (z. B. Ephedrin). Mögliche Wirkung: Aggressives Verhalten und Steigerung der Risikobereitschaft am Steuer. Unerwartete Erschöpfung und Ermüdung bei Nachlassen der Wirkung.

Mittel gegen Bluthochdruck
Wirkstoffe wie Clonidin oder Methyldopa können zu starker Beruhigung führen. Plötzlich absackender Blutdruck kann eine unerwünschte Wirkung sein bei den Wirkstoffen Guanethidin, Methyldopa, Prazosin oder Urapidil, Dihydralazin oder Monoxidil.

Antibiotika (Gyrasehemmer)
Können zu Beginn der Therapie und zusammen mit Alkohol die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen.

Augenmittel
Atropin: mangelnde Anpassung des Nah- und Fernsehens, erhöht die Blendempfindlichkeit.

Herz-Kreislauf-Mittel
Betablocker unterdrücken Herzklopfen und Nervosität – schwächen das Warnsignal „Angst“.

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