Medikamente gegen Vorkasse Meldung

Gesetzlich Versicherte haben bei rezeptpflichtigen Medikamenten dieses Jahr die Wahl: Sie können gegen Vorkasse ihr gewohntes Mittel erhalten oder eine anderes Präparat mit gleichen Wirkstoffen, für das ihre Kasse einen Rabattvertrag mit dem Hersteller geschlossen hat.

Bei Vorkasse besteht das Risiko, auf einem Großteil der Kosten sitzen zu bleiben. In der Apotheke zahlen Kunden zunächst den vollen Preis. Später erhalten sie dann von der Kasse so viel erstattet, wie das Rabattarzneimittel gekostet hätte nachdem die Zuzahlung und eine Verwaltungsgebühr abgezogen sind. Welche Kosten drohen, wissen die Patienten vorher nicht: „Die Kassen halten die Preise der Rabattarzneimittel geheim, nicht einmal die Apothekenmitarbeiter kennen sie“, sagt Gerd Glaeske, Professor am Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen und Leiter der Arzneimittelbewertungen bei der Stiftung Warentest.

Dabei ist das teurere Mittel nicht besser: Es enthält exakt den gleichen Wirkstoff. Normalerweise sind die Mittel deshalb problemlos austauschbar.

Tipp: Gibt es medizinische Bedenken, kann Ihr Arzt auf dem Rezept festlegen, dass Sie ein ganz bestimmtes Präparat bekommen. Dann brauchen Sie nur die normale Zuzahlung zu leisten.

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