Check. Blut­hoch­druck fällt oft beim Messen in der Praxis auf.

Blut­hoch­druck kann schwere Krankheiten verursachen – bis hin zu Herz­infarkt und Schlag­anfall. Viele Betroffene brauchen Medikamente wie ACE-Hemmer, Sartane, Beta­blocker. Die Gesund­heits­experten der Stiftung Warentest geben einen Über­blick, welche Wirk­stoffe und Präparate für wen richtig sind. Und verraten, wie ein gesunder Lebens­stil Ihnen dabei helfen kann, einen hohen Blut­druck zu senken.

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TestMedikamente gegen Blut­hoch­druck26.08.2020
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Weit­verbreitet und heimtü­ckisch

Etwa 30 Prozent der Erwachsenen hier­zulande haben Blut­hoch­druck. Er ist tückisch. Lange verursacht er keine Beschwerden, kann aber im Laufe der Zeit Blutgefäße und Organe schwer schädigen. Zu den möglichen Folgen zählen Herz­infarkt, Schlag­anfall, Herz- und Nieren­schwäche.

Frühe Diagnose, richtige Therapie

Wird Blut­hoch­druck früh erkannt, lässt sich am besten gegen­steuern. Definitions­gemäß beginnt er ab 140/90 mmHg ( Bei Werten unter 160/100 reicht es häufig als Therapie, gesünder zu leben. Das hilft auch vorbeugend.

Oberer Wert

Unterer Wert

Oberer Wert

Unterer Wert

Optimal

Unter 120

Unter 80

Normal

120 bis 129

80 bis 84

Hoch­normal

130 bis 139

85 bis 89

Blut­hoch­druck Grad 1

140 bis 159

90 bis 99

Blut­hoch­druck Grad 2

160 bis 179

100 bis 109

Blut­hoch­druck Grad 3

Ab 180

Ab 110

    Der obere Wert zeigt den Blut­druck, wenn das Herz pumpt („systo­lisch“), der untere Wert den Druck, wenn das Herz zwischen den Schlägen erschlafft („diasto­lisch“). Die Einheit heißt mmHg, kurz für Milli­meter Queck­silber­säule, orientiert am klassischen Arzt­gerät. Die Tabelle zeigt die Einteilung laut europäischen ärzt­lichen Leit­linien. Eine untere Grenze für den optimalen Blut­druck ist dort nicht genannt.

      Typischer­weise entdeckt ein Arzt die hohen Blut­druck­werte bei einer Routine­kontrolle. Teils zeigen auch Geräte zum Selbermessen, dass etwas nicht stimmt – ein Grund, es abklären zu lassen. Wird Blut­hoch­druck früh erkannt, lässt sich am besten gegen­steuern. Bei manchen reicht es, gesünder zu leben. Dazu gehört etwa: Sport treiben, mehr Obst und Gemüse essen, mit dem Rauchen aufhören, nur wenig Alkohol trinken. Doch viele Betroffene benötigen Medikamente – etwa weil die Werte deutlich erhöht sind oder weitere Risiken für Herz und Kreis­lauf vorliegen.

      Übrigens: Die Stiftung Warentest hat aktuell 17 Blutdruckmessgeräte getestet. Wenn Sie den Mess­geräte-Test frei­schalten, erhalten Sie auch das PDF zu unserem Blut­druck­mittel-Test!

      Blut­druck­medikamente-Test: Sie haben die Wahl

      Wir haben unsere Medikamentenbe­wertungen in drei Varianten aufbereitet.

      Heft­artikel. Sie sind an einem Über­blick über Blut­druck und die wichtigsten Arznei­mittel interes­siert? Dann schalten Sie hier für 2,50 Euro das PDF zum Testbe­richt aus test 9/2020 frei. Dort finden Sie eine Tabelle zu ACE-Hemmern, Diuretika und Co sowie Anwendungs­hinweise zu den Mitteln und Infos zu „natürlichen Blut­druck­senkern“ und modernen Behand­lungs­methoden wie der „renalen Denervation“.

      Daten­bank. Sie wollen es ganz genau wissen? Vertiefte Infos bietet unsere Daten­bank Medikamente im Test. Als Flatrate-Nutzer oder im Einzel­abruf für 3,50 Euro können Sie die Bewertungen der Stiftung Warentest zu mehr als 9 000 Medikamenten für 132 Krankheiten lesen. Die Arznei­mittel­preise in der Daten­bank sind stets aktuell – und wir verraten, wie Sie beim Medikamentenkauf Geld sparen können.

      Ratgeber. Einen Über­blick in Buch­form bietet unser frisch erschienener Ratgeber Gut essen bei Bluthochdruck, den Sie für 19,90 Euro im test.de-Shop kaufen können. Sie finden darin 80 Rezept­ideen für eine salz­arme und fett­reduzierte Ernährung – und das gesammelte Wissen der Stiftung Warentest zu Blut­hoch­druck sowie Wirkung und Wirk­samkeit von blut­druck­senkenden Medikamenten.

      Bewertungen zu viel­ver­ordneten Blut­druck­senkern

      Auf Rezept stehen viele verschiedene Blut­druck­senker zur Verfügung. Die Arznei­mittel­experten der Stiftung Warentest haben die Wirk­stoffe – darunter ACE-Hemmer, Sartane, Beta­blocker, Diuretika und Kalzium­antago­nisten – wissenschaftlich bewertet. Wir sagen, für wen sich welche am besten eignen, und was bei der Anwendung zu beachten ist.

      In der Corona-Krise

      Aktuelle Bedeutung bekamen Blut­druck­senker in der Corona-Krise. Blut­hoch­druck könnte schwere Verläufe der Virus­infektion begüns­tigen – besonders, wenn er unzu­reichend behandelt ist oder bereits zu Folgeschäden führte. Daher lautet der Rat medizi­nischer Fachgesell­schaften an Patienten, ihre Medikamente weiter zu nehmen. Das gilt auch für die vielver­ordneten Blut­drucksenker ACE-Hemmer und Sartane. Der Verdacht aus Laborbefunden, dass sie die Virus­infektion fördern, hat sich in Unter­suchungen von Patienten­daten nicht bestätigt. Die Sorge vor diesen Mitteln ist somit unbe­gründet.

      Was jeder selbst tun kann

      Gesund essen und trinken. Also viel Obst, Gemüse, Nüsse, Voll­korn, Raps- und Olivenöl. Wenig Fleisch, Wurst, Süß- und Knabberkram, Fertigge­richte, gezuckerte Getränke, Alkohol. Salzen Sie zurück­haltend.

      Regel­mäßig bewegen. Günstig sind etwa Ausdauer­sport­arten wie Joggen, Schwimmen, Radfahren – bitte regel­mäßig. Schon 30 Minuten schnelles Gehen täglich kann enorm viel bringen.

      Gewicht beachten. Punkt 1 und 2 nützt auch für Punkt 3. Wer Überge­wicht hat, sollte abnehmen – idealer­weise auf Normalgewicht. Aber jedes abge­speckte Kilo tut dem Blut­druck gut.

      Entspannung schaffen. Seelisch Ruhe zu finden, beruhigt auch den Blut­druck. Je nach Vorliebe bieten sich viele Methoden an, darunter Yoga, auto­genes Training oder einfach ein Spaziergang.

      Rauchen sein lassen. Aufhören lohnt sich immer. Helfen können zum Beispiel Nicht­raucher­kurse. Manche dieser Angebote sind gratis, oder Krankenkassen beteiligen sich an den Kosten.

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