Medikamente Meldung

Seit 2011 dürfen Pharmafirmen den Preis für neue Arznei­mittel nicht mehr allein fest­setzen. Nur wenn sie belegen können, dass das Medikament mehr nützt als ein Stan­dard­präparat, darf es mehr kosten. Über den genauen Preis müssen sie dann mit dem Spitzen­verband der Gesetzlichen Kranken­versicherung verhandeln. Diese „frühe Nutzenbe­wertung“ funk­tioniert gut, meint der zuständige Gemein­same Bundes­ausschuss (GBA). Demnach wird hier­zulande öfter ein Zusatz­nutzen anerkannt als in anderen EU-Ländern mit ähnlichen Verfahren. Das trifft für knapp zwei Drittel der 28 bisher geprüften Medikamente zu. Das Ausmaß des Nutzens ist unterschiedlich. Auch der Spitzen­verband der Gesetzlichen Kranken­versicherung, der bereits erste Preis­verhand­lungen führte, ist zufrieden – und sieht bei den Arznei­mittel­ausgaben noch Spar­potenzial: Nutzenbe­wertungen sind auch für ältere, patent­geschützte Medikamente vorgesehen.

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