Medikamente Meldung

Die Kassen wollen bis Ende 2007 360 ­Millionen Euro Arzneikosten sparen.

Seit dem 1. Juli müssen ­Kassenpatienten für mehr als 2 000 rezeptpflichtige Arzneimittel nichts mehr zuzahlen. Die Zuzahlung von 5 bis 10 Euro je Packung entfällt für Nachahmerpräparate von Markenarzneimitteln (Generika) mit bestimmten Wirkstoffen, deren Preis um 30 oder mehr Prozent unter dem Festbetrag liegt.

Festbeträge sind die Maximalkosten, die Krankenkassen für bestimmte Medikamente übernehmen.

Günstiger wird die Arznei zum Beispiel für Patienten mit Bluthochdruck, die mit Betablockern behandelt werden.

Die Kassen erwarten, dass Ärzte künftig stärker die günstigen Mittel verordnen und dass Hersteller ihre Preise senken, damit ihre Medikamente zuzahlungsfrei werden.

Sparen die Kassen die erwarteten 180 Millionen Euro jährlich, soll die Regel auf weitere Wirkstoffgruppen ausgeweitet werden. Bisher gilt sie nur für ein Fünftel der Gruppen.

Tipp: Lassen Sie sich von Ihrem Arzt statt eines bestimmten Markenarzneimittels den Wirkstoff verschreiben. Dann kann der Apotheker für Sie das günstigste Medikament heraussuchen.

Unter www.gkv.info gibt es eine Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel. Da die Hersteller alle 14 Tage ihre Preise neu festlegen können, wird sie ­laufend aktualisiert.

Dieser Artikel ist hilfreich. 45 Nutzer finden das hilfreich.