Nur bei jedem 16. Patienten erfolgt die Therapie so, wie es der vom Arzt erstellte Medikations­plan vorsieht. Das zeigt eine Studie der Uni Münster. Dafür prüften Apotheker die Medikamente von 400 Senioren, die – etwa von ihrem Haus­arzt – einen solchen Plan erhalten hatten und damit eine Regie­anweisung besaßen, welche Mittel wann zu schlu­cken sind. Laut Studie gab es zwischen Wunsch und Wirk­lich­keit fast immer Abweichungen. So nahmen manche Patienten andere Dosierungen als vorgesehen – oder Mittel, die im Plan nicht auftauchen.

Tipp: Der Plan nützt nur, wenn er stets aktuell und voll­ständig ist. Er sollte daher auch rezept­freie Arzneien samt Name, Wirk­stoff, Dosis und Einnahme­zeit umfassen. Sie können die Liste auch selbst führen und aktualisieren. Legen Sie die Aufstellung Ihrem Arzt oder Apotheker vor, um Arznei­mittel­risiken zu erkennen und zu vermeiden. Lassen Sie sie einmal pro Jahr vom Haus­arzt prüfen.

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