Fast jeder Zweite entsorgt flüssige Medikamente falsch – über Spüle oder Toilette. Das ergab eine Umfrage unter 2 026 Deutschen durch das Institut für sozial-ökologische Forschung. Vermutlich wissen viele Verbraucher nicht, dass Arznei nicht ins Abwasser gehört. Klär­anlagen entfernen sie nicht komplett und Reste gelangen in Flüsse, Seen, Meere – wo sie Tieren und Pflanzen schaden können. So kam es bei Fischen zu Nierenschäden durch das Schmerz­mittel Diclofenac. Spuren von Medikamentenrück­ständen fanden sich auch schon im Trink­wasser. Weitere Informationen dazu finden Sie im Special Wasser: Leitung oder Flasche. Oft lässt sich das Problem kaum vermeiden – da viele Arznei­mittel oder Arznei-Abbau­produkte mit dem Urin ausgeschieden werden. Doch die Zusatz­belastung durch weggekippte Tropfen und Tabletten muss nicht sein.

Tipp: Umwelt­freundlich entsorgen Sie Medikamente über den Hausmüll – in Blister, Flasche oder Tube. Hausmüll wird seit 2005 in aller Regel verbrannt, was Arznei­stoffe zerstört. Manche Apotheken nehmen sie als Service­leistung an. Eine Pflicht dazu besteht nicht.

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