Ab sofort können Patienten mögliche Neben­wirkungen von Arznei­mitteln und Impf­stoffen direkt bei den zuständigen Behörden melden. Das Bundes­institut für Arznei­mittel und Medizin­produkte (Bfarm) und das Paul-Ehrlich-Institut (Pei) für Impf­stoffe entwickelten ein Internetportal. Es ging Anfang Oktober in die Test­phase – und steht seither allen offen. Auf https://verbraucher-uaw.pei.de finden Interes­sierte dazu ein Meldeformular. Um es online abzu­senden, müssen sie Kontakt­daten angeben, die die Behörden vertraulich behandeln.

Hintergrund ist eine neue EU-Richt­linie zur besseren Arznei­mittel­sicherheit. Bisher meldeten vor allem Ärzte, Apotheker und Pharmafirmen Neben­wirkungen. Wenn sich auch Patienten beteiligen, erhalten die Behörden mehr und aussagekräftigere Daten. Das wiederum kann zum Beispiel Aufschluss liefern über bisher unbe­kannte Neben­wirkungen – und den Schutz der Patienten verbessern.

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