Nebenwirkungen: Was „selten“ und „häufig“ bedeutet

Jedes Medikament kann neben Wechselwirkungen mit anderen Arznei- und Lebens­mitteln auch unerwünschte Wirkungen hervorrufen. Dabei handelt es sich oft um Effekte, die durch den Wirkmechanismus erklärbar und dosisabhängig sind. Typische Beispiele sind Müdigkeit und kalte Hände bei Betablockern oder beschleunigter Puls und Zittrigkeit bei Beta-Sympathomime­tika (bei Asthma). Manche Nebenwirkungen sind auch durch Verringern der Dosis nicht zu vermeiden. Wenn der Nutzen überwiegt, so zum Beispiel bei Durchfall und Übelkeit durch Antibiotika, sind sie aber in Kauf zu nehmen. Hinter Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen verbirgt sich Folgendes:

Sehr häufig. Unerwünschte Wirkung bei mehr als einem Fall pro 10 Behandelten.

Häufig. Zwischen 1 und 10 pro 100.

Gelegentlich. Zwischen 1 und 10 Fällen pro 1 000 Behandelten.

Selten. Ein Fall auf 1 000 bis 10 000.

Sehr selten. Weniger als ein Fall bei 10 000 Behandelten.

Einzelfälle. Äußerst selten.

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