Viele rezept­freie Arznei­mittel sind wenig geeignet. Das zeigen die Bewertungen der Stiftung Warentest. Die Tester haben 33 besonders bekannte Mittel zusammen­gestellt, die Kunden besser nicht kaufen sollten. test.de präsentiert die Liste in Tabellenform – und zeigt bessere Alternativen.

Rezept­freie Medikamente auf dem Prüf­stand

Erkältung, Halsweh, Verstopfung, Schürfwunden – wer an solchen Beschwerden leidet, versucht sie oft ohne Arzt zu lindern – mit rezept­freien Medikamenten. Doch allen voll­mundigen Werbe­versprechen zum Trotz sind viele angeblich wirk­same Arznei­mittel wenig geeignet. Das zeigen die Bewertungen der Stiftung Warentest. Ein Experten­team über­prüft regel­mäßig alle Medikamente, die laut Markt­analysen besonders häufig verkauft werden, darunter rund 2 000 rezept­freie. Etwa 600 schneiden schlecht ab.

Kombiprä­parate oft nicht sinn­voll zusammengesetzt

Unter den wenig geeigneten Medikamenten sind sehr viele Kombiprä­parate mit mehreren Wirk­stoffen. Meist ergänzen sich diese Inhalts­stoffe nicht sinn­voll oder weisen keinen oder keinen zusätzlichen Nutzen auf. Bekannte Beispiele sind die Erkältungs­mittel Grip­postad C, Wick DayMed und Wick MediNait.

Wirk­samkeit oft nicht ausreichend belegt

Bei anderen Medikamenten ist die therapeutische Wirk­samkeit oft nicht ausreichend belegt oder im Vergleich zu den Neben­wirkungen gering. So wirken Präparate gegen Verstopfung mit Aloe drastisch abführend und reizen den Darm stark. Besser sind schonendere Abführ­mittel, etwa mit Floh­samen, Laktulose oder Macrogol.

33 Präparate in aktueller Liste

Diese und weitere Medikamente stehen in einer Liste, die die Stiftung Warentest aktuell zusammen­gestellt hat siehe Tabelle. Darin finden sich 33 besonders bekannte und wenig geeignete rezept­freie Präparate. Verbraucher sollten diese Mittel nicht kaufen und lieber geeignete Alternativen wählen, die auch in der Tabelle zu finden sind. Die Arznei­mittel­bewertungen der Stiftung Warentest erfolgen auf Grund­lage der Fach­literatur sowie der interna­tionalen wie nationalen klinischen Studien in vier Stufen von „geeignet“ bis „wenig geeignet“. Ausführ­liche Informationen zu allen 2 000 bewerteten rezept­freien Medikamenten sowie den verschreibungs­pflichtigen Medikamenten stehen in der großen Datenbank Medikamente auf test.de.

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