Medikamente Meldung

Tabletten, Tropfen und Salben aus der Apotheke zu holen, ohne einen Cent zu zahlen, ist wieder möglich. Die Pharmahersteller senken bei immer mehr Original- und Nachahmerpräparaten die Preise. Möglich macht es ein Gesetz, das seit Juni in Kraft ist. Noch mehr rezeptpflichtige Präparate sind seit 1. November zuzahlungsfrei. In der Internetdatenbank von Stiftung Warentest, www.medikamente-im-test.de, sind jetzt 650 neue Preisvergleichslisten zusätzlich abrufbar. An Hand von drei Medikamenten erklärt test.de Möglichkeiten und Informationsangebote der Datenbank.

Zuzahlung adé

Für das Bluthochdruckmedikament Vesdil, das Migränemittel Imigran und den Blutfettsenker Zocor hat test.de exemplarisch ein Präparat in einer speziellen Dosierung aus der Datenbank herausgezogen. Die drei Mittel werden sehr häufig verschrieben und für jedes muss der Patient in der Apotheke 5 Euro zuzahlen. Denn die Zuzahlungsregel lautet: 10 Prozent des Medikamentenpreises, mindestens aber 5 Euro übernimmt der Patient. Bei 10 Euro ist die Zuzahlungsgrenze, nur bei besonders teuren Medikamenten ist der Zuzahlungsbeitrag höher. Aufgelistet sind in der Stichprobe alle Präparate, die in der gleichen Zusammensetzung und Wirkstoffdosierung die Originalpräparate ersetzen können und den Kunden keinen Cent kosten. Für das Migränemittel Imigran mit dem Wirkstoff Sumatriptan in der Konzentration von 100 mg gibt es allein zehn zuzahlungsfreie Alternativen.

Kostenlose Alternative

Dieser Leitfaden führt zu den Medikamentenlisten, wo baugleiche zuzahlungsfreie Alternativen zu finden sind. Eins schon im Voraus: Nicht für jedes Medikament gibt es Ersatzpräparate ohne Zuzahlung in der Apotheke.

Tipp: Gehen Sie auf www.medikamente-im-test.de. Geben Sie in die „Medikamentensuche“ Ihr Präpart ein, wofür Sie Zuzahlungen leisten oder den Wirkstoff. Es öffnen sich Funktionsrubriken in der Tabelle „Suchergebnisse aus Medikamente im Test“, wo Sie draufklicken. Die Treffer erscheinen in der Übersicht „Besprochene Medikamente“ mit Wirkstoffen, Wirkstoffgruppen und Handelsnamen. Der eingegebene Suchbegriff ist gelb unterlegt. Klicken Sie ihn an, erscheint eine Liste mit bewerteten Medikamenten. Zu den zuzahlungsfreien Alternativen gelangen Sie über den Button „Preisvergleich zu diesem Medikament“. Es öffnet sich eine Medikamentenliste mit allen baugleichen Ersatzpräparaten. Alle zuzahlungsfreien Angebote sind mit dem roten Vermerk zf gekennzeichnet. Extra vermerkt ist, welche Arzneien verschreibungspflichtig sind. Ein Abruf kostet Sie 2,50 Euro. Außerdem erfahren Sie, für welche Krankheitssymptome die Arznei geeignet ist, für welche nur eingeschränkt oder gar nicht.

Ausführliche Informationen

Die Medikamentendatenbank enthält die meisten von Ärzten verordneten Mittel. Darunter fallen rezeptfreie und rezeptpflichtige Präparate. Außerdem sind bei „Medikamente selbst gekauft“ die am häufigsten ohne Rezept erworbenen Mittel zu finden. Gegliedert ist die Datenbank nach Krankheitsbildern und Organfunktionen. Rubriken wie „Allergische Erkrankungen“ oder „Ohren“ sind weiter untergliedert in spezifische Krankheitssymptome, etwa „Allergisches Asthma“ oder „Mittelohrentzündung“. Die Medikamentenlisten in der Datenbank werden aller 14 Tage aktualisiert. Sie sind also immer auf dem aktuellsten Stand.

Tipp: Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob die gefundenen zuzahlungsfreien Medikamente wirklich baugleich mit dem verschriebenen sind, dann fragen sie gleich Ihren Arzt. Auch Ihr Apotheker findet mit einem Mausklick auf seinem PC sofort zuzahlungsfreie Ersatzpräparate.

Stichprobe: Drei Medikamente und ihre Alternativen

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