Tipps für Betroffene

  • Beratung. Erkundigen Sie sich bei Ihren Ärzten gezielt nach der Möglichkeit und Chancen und Risiken einer Behandlung mit Herceptin, wenn Sie wegen einer Brustkrebserkrankung behandelt werden. Eine Behandlung mit Herceptin kommt in Frage, wenn bei Ihnen eine Brustkrebserkrankung mit HER2-Überexpression vorliegt. Wägen Sie alle Vorteile und Risiken sorgfältig ab. Ziehen Sie im Zweifel weitere Ärzte Ihres Vertrauens zu Rate.
  • Kosten. Bislang haben nur DAK und Barmer öffentlich erklärt, dass sie die Kosten für die Herceptin bei Bedarf übernehmen. Bei allen anderen Kassen gilt: Erkundigen Sie sich so früh möglich, ob Ihre Kasse die Kosten ebenfalls übernimmt. Verweisen Sie auf die bislang bekannten Entscheidungen der Sozialgerichte zur Herceptin-Therapie.
  • Durchsetzung. Sollte sich Ihre Krankenkasse dennoch weigern, legen Sie Widerspruch ein und beantragen Sie beim für Ihren Wohnort zuständigen Sozialgericht den Erlass einer einstweiligen Ordnung. Das geht schriftlich. Die Einhaltung von besonderen Formvorschriften ist nicht nötig. Sie können den Antrag auch mündlich stellen und von der Geschäftsstelle des Gerichts protokollieren lassen. Gebühren oder Gerichtskosten müssen Sie auch dann nicht bezahlen, wenn Ihr Widerspruch oder ihr Antrag abgewiesen wird. Legen Sie Ihren Schreiben möglichst ausführliche Stellungnahmen Ihrer Ärzte bei. Detaillierte Tipps zu Widerspruch gegen Krankenkassenentscheidungen liefert der Servicereport Mut zum Widerspruch.

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