Medien­konsum Musik­streaming mit Videos schadet der Umwelt

Medien­konsum - Musik­streaming mit Videos schadet der Umwelt
Umwelt schonen. Musik am besten ohne Videos streamen. © plainpicture / Deepol

Rund 59 Prozent der Internetnutzer in Deutsch­land hören laut einer Bitkom-Umfrage gelegentlich Musik, indem sie Videos auf Youtube oder ähnlichen Platt­formen streamen. Das ist wenig umwelt­freundlich, da Videos deutlich daten­intensiver sind als Musikdateien und damit auch mehr Emissionen verursachen – schließ­lich werden sie aus riesigen Rechenzentren von Google und anderen Firmen abge­rufen, die viel Strom und Kühlung erfordern. Die Lieblings­lieder lassen sich nach­haltig besser per Musik­streaming-Dienst wie Amazon Music, Apple Music oder Spotify genießen.

Tipp: Oft gehörte Songs sollten Sie herunter­laden – dann werden sie umwelt­schonend aus dem lokalen Speicher des Smartphones abge­spielt statt von Internet­servern. Soll es doch einmal ein Musik­video sein, lassen sich Emissionen verringern, indem Sie eine nied­rige Auflösung wählen. Einen Leitfaden zur Nachhaltigkeit von Streaming & Co bietet der Bundes­verband Informations­wirt­schaft,Tele­kommunikation und neue Medien (Bitkom).

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OrSz80 am 29.09.2020 um 09:08 Uhr
Auflösung runtersetzen ist sinnlos

Wer die Auflösung runterstellt, um Strom zu sparen, sollte noch einmal über die Verbrauchskette nachdenken. Wenn ich von 4K auf 1080p reduzieren will, dann lieber einen Fernseher nehmen, der nur 1080p kann. Da spare ich mir den Stromverbrauch für 6 Mio angesteuerter Pixel sowie der im Fernseher verbrauchte Rechenleistung. Das ist um Größenordnungen mehr als das was beim Streaming eingespart wird.

foobar99 am 24.09.2020 um 21:39 Uhr
Leider wenig belastbare Zahlen …

Das Bundesumweltamt kommt auf völlig andere Zahlen: https://publicarea.admiralcloud.com/p/iRg9WDwNJTyyr1D21Bx4mY
Dort ist von 4g CO2 pro Stunde die Rede, während die Bitkom 30g bis viele hundert Gramm ansetzt.
Die entscheidende Frage ist wohl, wie man den hohen Grundverbrauch der Infrastruktur sinnvoll anrechnet. Durch die Wahl einer niedrigeren Auflösung lässt sich dieser aber in jedem Fall nicht signifikant reduzieren, sodass die Empfehlung ins Leere laufen dürfte. Auf jeden Fall sinnvoll ist es, den lokalen Verbrauch zu kontrollieren. Smartphone und Tablet mit Kopfhörer schlagen Stereoanlage und Fernseher um Längen.