Viele Anleger des geschlossenen Medienfonds I, den die Cinerenta Gesellschaft für Internationale Filmproduktionen mbH initiiert hat, sind unzufrieden. Der Fonds hat ihre Renditeerwartungen bislang nicht erfüllt.

Die Anleger sind verärgert, dass die Erlösausfallversicherung nicht zahlt. Sie soll einspringen, wenn Filme ihre Produktionskosten nicht einspielen. Die hierdurch offenen Forderungen betragen zurzeit 8,61 Millionen US-Dollar. Das entspricht etwa 43 Prozent der Zeichnungssumme.

Finanztest liegen zudem Vorab­berichte der Geschäftsführung vor, die mit der Einladung zur diesjährigen Gesellschafterversammlung verschickt wurden. Darin erhebt der Beirat des Fonds Vorwürfe gegen die Geschäftsführung: Bis heute fehle ein umfassendes Kostencontrolling für den Fonds und eine Planungsrechnung für 2003.

In den Cinerenta Fonds I können Anleger nicht mehr investieren. Er ist geschlossen. Ein Nachfolger, der Fonds V, sammelt bis Ende 2003 Anlegergelder ein. Nicht nur Finanztest hält diesen Fonds für riskant. Auch das Analystenhaus Fondscope rät ab. „Von den Medienfonds, die noch geöffnet sind, ist er einer der riskantesten“, sagt Fondscope-Sprecher Martin Witt.

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