Tipps

Voraussetzungen. Für eine erfolgreiche Mediation müssen die Streitenden die Bereitschaft dazu haben und offen mit allen entscheidungserheblichen Informationen umgehen. Sie dürfen nicht von vornherein nur ein bestimmtes Ergebnis zulassen.

Kosten. Die Kosten der Mediation sind nicht einheitlich geregelt. Sie können sich an der Höhe des Streitwerts bemessen. Es kann aber auch eine Pauschale von beispielsweise 70 bis 80 Euro pro Stunde fällig sein. Sie können auch verhandeln. Manche Mediatoren orientieren sich an der Zahlungsfähigkeit ihrer Kunden.

Rechtsschutz. Ob Ihre Rechtschutzversicherung für eine Mediation zahlt, hängt vom Versicherer ab. Fragen Sie nach. In der Regel müssen Sie eine Mediation aber selber zahlen.

Rechtsanwalt. Lassen Sie sich bei komplizierten Rechtsfällen zuerst von einem Anwalt beraten, damit Sie wissen, welche Punkte Sie bei der Mediation verhandeln sollen. Wenn es etwa um eine Scheidung mit verschiedenen Aspekten wie Unterhalt, Zugewinn und Sorgerecht geht, hilft Ihnen das, keinen wichtigen Punkt in der Ver­gleichsverein­barung zu vergessen (Verjährung!). Eine Erstberatung beim Anwalt genügt und kostet nicht mehr als 180 Euro.

Mediator. Gehen Sie zu einem professionellen Mediator. Die besonderen Vermittler benötigen eine spezielle Ausbildung. Oft sind Rechtsanwälte oder Notare zusätzlich als Mediatoren ausgebildet. Hier finden Sie Mediatoren: Centrale für Mediation (Tel. 02 21/93 73 88 01, www.centrale-fuer-mediation.de), Deutsche Gesellschaft für Mediation (Tel. 0 23 31/9 87 48 60, www.dgm-web.de), Bundes-Arbeitsgemeinschaft für Familien-Mediation e. V. (Tel. 0 30/23 62 82 66, www.bafm-mediation.de).

Verschwiegenheit. Vereinbaren Sie mit dem Mediator per Vertrag, dass er über alles, was er von Ihnen erfährt, schweigt.

Gerichtsverfahren. Sie können auch ein laufendes Verfahren unterbrechen und es mit einer Mediation versuchen. Klappt das nicht, können Sie weiter klagen.

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