Anleger der Fonds Mediability AG & Co. 2. Family Entertainment Produktions KG müssen um ihr Geld fürchten. Werner Rofner, Vorstand des Initiators und Komplementärs Mediability AG in Grünwald hat die Co-Produktionsvereinbarung mit der Prime Time TV Film- und Produktionsgesellschaft mbH ohne ersichtlichen Grund gekündigt.

Für Anleger des Filmfonds bedeutet das: Wenn in diesem Jahr keine Ersatzinvestition mehr erfolgt, gibt es keine Verlustzuweisung ­ also auch keine Steuerersparnis.

Wie viel Kapital Rofner bereits eingesammelt hat, will er nicht mitteilen. Da drängt sich der Verdacht auf, es sei nicht einmal genug Kapital vorhanden, um sich überhaupt sinnvoll an einer Produktion zu beteiligen. Für Medienfonds-Interessenten kann dies nur bedeuten: Finger weg.

Anleger, die bereits an dem Fonds beteiligt sind, haben möglicherweise Anspruch auf Rückzahlung ihrer Einlagen, erklärt Stefan Frisch von der Kanzlei Tilp & Kälberer, Kirchentellinsfurt bei Tübingen. Da der Produktionsvertrag für die laut Prospekt feststehende Produktion der Zeichentrick-Serie Timm Thaler gekündigt wurde, "ist für den Anleger eine wesentliche Entscheidungsgrundlage weggebrochen", erklärt Frisch.

Wie viel Geld im Falle einer Rückabwicklung zur Verfügung steht, ist unklar. Laut Gesellschaftsvertrag stehen der Mediability AG, also letztendlich den Aktionären Werner Rofner und seiner Schwester Claudia, in der Platzierungsphase mindestens 450.000 Euro als Vergütung zu, egal ob der Fonds in einen Film investiert oder nicht.

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