Dreiste Händler bieten Besitzern von Anlagediamanten telefonisch einen Gewinn bringenden Verkauf ihrer Edelsteine im Ausland an und zocken sie ab. Das Angebot klingt für die Angerufenen verlockend. Sie haben die Diamanten meist viel zu teuer gekauft und werden sie nicht mehr los. Denn in Deutschland gibt es keinen privaten Verkaufsmarkt für die Steine. Sie wissen nicht, dass das auch für das Ausland gilt.

Die Verbraucherzentrale Berlin warnt derzeit vor den Offerten eines Herrn Mayn aus Großbritannien. Mayn bot einem Geschädigten den Verkauf seiner Steine für 150 000 Euro an. Zuvor verlangte er aber 17,5 Prozent Einfuhrumsatzsteuer und 3 Prozent Zoll vom Rückkaufswert, also rund 30 000 Euro, die der Besitzer der Diamanten nach England überweisen sollte.

Nach Einschätzung von Verbraucherzentrale und Finanztest sind solche vorab überwiesenen Beträge grundsätzlich verloren. Ein Verkauf der Diamanten findet auch nicht statt. Vielmehr tauschen die dubiosen Händler die Adressen ihrer Opfer untereinander aus. Hat der erste sein Opfer mit überteuerten Steinen reingelegt, versucht der zweite ihn mit dem Verkaufsangebot für die Steine zur Vorauszahlung zu bewegen und legt ihn ebenfalls rein.

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