Maurerkellen von Lidl Schnelltest

Vier Maurerkellen für 6.99 Euro. Das Angebot gabs am vergangenen Donnerstag bei Lidl (28. Juli). Ideal für alle Spachtel- und Putzarbeiten, wirbt der Discounter. Hochwertiger Edelstahl und ergonomische Kunststoffgriffe werden versprochen. Alles Unsinn. Die Kunststoffgriffe enthalten gesundheitsschädliche Weichmacher und die Kellen rosten schnell. Der Schnelltest der Stiftung Warentest entlarvt die Billigkellen als Flop.

Weichmacher in den Griffen

Erst ein Hammerset von Aldi, dann ein Winkelschleifer, nun das Maurerkellenset von Lidl: Immer wieder fällt Billigwerkzeug durch giftige Weichmacher auf. Die Chemie steckt im Kunststoff und gefährdet unsere Gesundheit. Die Handgriffe der Lidl-Kellen bestehen zu 23 Prozent aus dem Weichmacher DEHP (Di(2-ethylhexyl)phthalat). Überflüssig und gefährlich, urteilen die Chemiker der Stiftung Warentest. Der Stoff gilt als krebserzeugend und fruchtschädigend. Er verändert das Erbgut und beeinträchtigt die Fortpflanzungsfähigkeit - ähnlich wie Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK).

Minderwertiges Material

Werkzeuggriffe sollten nicht mit weich gemachtem PVC ummantelt sein. Der gefährliche Weichmacher kann eingeatmet und über die Haut aufgenommen werden. Die Lidl-Kellen wären aber auch mit anderen Handgriffen keine gute Wahl. Sie rosten schnell - schon in der Packung, obwohl der Discounter Edelstahl verspricht. Mit verrosteten Maurerkellen lässt sich nicht ordentlich spachteln.

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