Das kann der Mensch tun

Anzeigepflicht. Die Maul- und Klauenseuche ist eine anzeigepflichtige Krankheit. Erkrankte Tiere müssen den Behörden sofort gemeldet werden. Die Anzeigepflicht gilt für jedermann, nicht nur für Tierärzte. Im aktuellen Fall in Großbritannien wurde die Erkrankung erst nach vierzehn Tagen bekannt.

Hygiene. Bester Schutz gegen die Verbreitung der Seuche ist strenge Hygiene. Die betroffenen Bauernhöfe werden isoliert. Kleidung, Schuhe, Fahrzeuge und Geräte müssen desinfiziert werden. Alle Tiere der betroffenen Herden werden getötet und verbrannt.

Nicht Reisen. Meiden Sie die von der Klauenseuche betroffenen Regionen. Reisende sind ein Risiko, weil sie das Virus verbreiten können. Der Erreger haftet an Kleidung, Schuhen, Autoreifen und an Lebensmitteln. Für den Menschen selbst ist die Seuche ungefährlich.

Kein Reiseproviant. Verzichten Sie auf Reiseproviant aus Großbritannien und Frankreich. Das Virus kann durch Kontakt auf Lebensmittel übertragen werden und sich dort halten.

Kontakt vermeiden. Menschen, die Kontakt zu infizierten Tieren hatten, können das Virus auf andere Tiere übertragen. Deshalb gilt: Kein Kontakt zu gesunden Tieren. Erst desinfizieren: Kleidung heiß waschen. Im Zweifelsfall zum Arzt.

Impfung. Eine vorbeugende Impfung gegen die Maul- und Klauenseuche ist möglich, wird in der EU aber seit 1991 nicht mehr praktiziert. Die Impfung birgt zwei Probleme:

  1. Das MKS-Virus wandelt sich laufend und bringt neue Virusstämme hervor. Der Impfstoff muss jeweils neu entwickelt werden.
  2. Die Tiere entwickeln durch die Impfung Antikörper. Nun lässt sich nicht mehr unterscheiden, ob das Tier Kontakt mit dem Virus oder nur Kontakt mit dem Impfstoff hatte. Die Bekämpfung der Seuche wird dadurch erschwert.
  3. Gegen die Impfung sprechen auch wirtschaftliche Gründe. MKS-freie Länder wie die USA verbieten die Einfuhr geimpfter Tiere, da sie nicht mit Sicherheit von infizierten Tieren zu unterscheiden sind.

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