Chronik: Meldungen von gestern

Seuche angeblich unter Kontrolle. „Die Maul- und Klauenseuche in Großbritannien ist unter Kontrolle“. Das sagte der britische Chef-Veterinär und Regierungsberater Dave King. Die Zahl der neu gemeldeten Seuchenfälle halbiere sich alle zwei Wochen. Einige Verbote wurden bereits gelockert. In den englischen Grafschaften Northamptonshire und Leicestershire dürfen die Bauern auf Antrag wieder Tiere transportieren. Die Gebiete werden noch kontrolliert, gelten aber nicht mehr als Seuchenregion. Die britische Regierung will die Seuche nun durch Notimpfungen weiter eindämmen. Der Agrarminister Nick Brown glaubte die Maul- und Klauenseuche bereits Mitte März unter Kontrolle. Damals waren erst 116 Höfe betroffen, heute sind es mehr als 1.500. Experten rechnen mit weiteren Einbußen für die britische Wirtschaft. Nach offiziellen Schätzungen verursacht die Maul- und Klauenseuche bis Juli einen Schaden von umgerechnet rund 125 Milliarden Mark. [29.04.2001]

Tourismus am Boden. Die Maul- und Klauenseuche schadet dem Tourismus in Großbritannien. Nach Angaben von deutschen Tourismus-Managern sind die Buchungen für den Sommer enorm zurückgegangen. Die Frau des britischen Premierministers, Cherie Blair, appellierte jetzt an deutsche Touristen, sich nicht von der Maul- und Klauenseuche abschrecken zu lassen. Die Seuche sei kein Hinderungsgrund für einen Urlaub in Großbritannien, sagte sie der Deutschen Presseagentur dpa. [21.04.2001]

Fast 300 Fälle in Argentinien. In Argentinien sind bereits 291 Fälle von Maul- und Klauenseuche bekannt. Das meldet das Internationale Seuchenamt in Paris. Nach Angaben von Rinderzüchtern und Bauernverbänden grassiert die Seuche in Argentinien schon seit Monaten. Die Behörden hätten sie zunächst verschwiegen. [25.04.2001]

Drei Briten erkrankt. In Großbritannien sind möglicherweise drei Menschen an der Maul- und Klauenseuche erkrankt. Betroffen ist unter anderem ein Schlachter in der nordenglischen Grafschaft Cumbria, der intensiven Kontakt zu erkrankten Tieren hatte. Alle drei Personen werden weiter untersucht. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre es das erste Mal seit dem letzten Ausbruch der Seuche in den 60er Jahren, dass ein Mensch in Großbritannien an der Tierseuche erkrankt .MKS ist beim Menschen äußerst selten. Sie gilt als ungefährlich. Der Krankheitsverlauf ähnelt dem einer leichten Grippe. Das britische Gesundheitsministerium sieht keine Hinweise für eine Übertragung der Krankheit von Mensch zu Mensch. Die breite Öffentlichkeit sei nicht gefährdet. Die Briten fürchten jedoch um ihr Tourismusgeschäft. [24.04.2001]

Impfung nur im Notfall. In Deutschland wird es vorerst keine Schutzimpfungen gegen MKS geben. Das entschied der nationale MKS-Krisenstab am Mittwoch in Bonn. Der Antrag Nordrhein-Westfalens auf Schutzimpfungen wird nach dem Wunsch aller übrigen Länder und des Bundes auf Eis gelegt. Nordrhein-Westfalen wollte rund 1,1 Millionen Klauentiere nahe der niederländischen Grenze impfen. Geimpfte Tiere lassen sich jedoch nicht von kranken Tieren unterscheiden. Die EU erlaubt deshalb nur Notimpfungen, um die Ausbreitung der Seuche zu stoppen. Geimpfte Tiere dürfen nicht mehr frei gehandelt werden. Das Handelsembargo gilt im Extremfall für alle Klauentiere aus dem betroffenen Land. Schutzimpfungen sollen in Deutschland nur erwogen werden, wenn es einen MKS-Fall in unmittelbarer Grenznähe gebe, entschied der MKS-Krisenstab. [19.04.2001]

Entwarnung in Baden-Württemberg. Der Verdacht auf Maul- und Klauenseuche in Baden-Württemberg hat sich nicht bestätigt. Die Sperrzone um den Bauernhof in Berghülen wurde aufgehoben. [19.04.2001]

Seuchenverdacht in Baden-Württemberg

In Deutschland gibt es einen neuen Verdachtsfall auf Maul- und Klauenseuche. Betroffen ist ein Bauernhof in Berghülen, Baden-Württemberg. Dort sind vier Schweine erkrankt. Die Umgebung des Hofes wurde gesperrt. Erste Tests verliefen negativ. Wahrscheinlich gehen die Symptome auf eine andere Krankheit zurück. Blut- und Gewebeproben sollen Klarheit bringen. Das endgültige Untersuchungsergebnis der Bundesforschungsanstalt für Viruserkrankungen der Tiere in Tübingen wird am Donnerstag erwartet. Bisher gibt es keinen bestätigten MKS-Fall in Deutschland. [17.04.2001]

Dritter Fall in Nordirland. Nordirland meldet einen dritten Fall von Maul- und Klauenseuche. Betroffen ist ein Hof bei Cushendall in der Grafschaft Antrim an der Nordostküste. Der erste Fall war vor sechs Wochen registriert worden, der zweite am vergangenen Freitag. Die neuen Fälle kommen unerwartet: Die nordirischen Behörden glaubten die Seuche unter Kontrolle. Die Europäische Union hatte die Anfang April verhängten Exportbeschränkungen für Fleisch und Milchprodukte aus Nordirland vor kurzem gelockert. Nun sollen tausende von Schweinen, Schafen und Rindern geschlachtet werden, um eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern. [17.04.2001]

Transportverbot verlängert. Klauentiere dürfen in Deutschland weiterhin nur mit Sondergenehmigung transportiert werden. Fahrzeuge müssen anschließend desinfiziert werden. Die Sicherheitsauflagen wurden bis 18. Mai verlängert. Es gilt die 2. MKS-Schutzverordnung des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft vom 10. April 2001. [14.04.2001]

Britische Lämmer hungern. Britischen Osterlämmern droht der Hungertod. Mehrere tausend Tiere sind auf abgegrasten Wiesen gefangen. Heftige Regenfälle haben die Weiden in Schlammwüsten verwandelt. Wegen der Maul- und Klauenseuche dürfen die Tiere nicht transportiert werden. Die Veterinärbeamten sind mit dem Keulen von Millionen Tieren völlig überfordert. Der britische Tierschutzverein forderte die Regierung auf, das Transportverbot zu lockern. Manchmal trenne nur eine Landstraße die Schafe von der nächsten frischen Weide. [12.04.2001]

Nordrhein-Westfalen will Notimpfung

Nordrhein-Westfalen will rund 1,1 Millionen Klauentiere gegen die Maul- und Klauenseuche impfen. Das Bundesland beantragte die vorbeugende Impfung für Klauentiere nahe der niederländischen Grenze. Das Fleisch der geimpften Tiere soll anschließend verwertet werden. Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) hat den Antrag an die EU weitergeleitet. Vorbeugende Massenimpfungen sind bisher verboten, da sich kranke und geimpfte Tiere nicht mehr unterscheiden lassen. Die Impfung gegen das MKS-Virus wurde in den vergangenen Wochen kontrovers diskutiert. [12.04.2001]

Kontrollen eingestellt. An der deutsch-französischen Grenze wird nicht mehr kontrolliert. Alle MKS-Kontrollen und Desinfektionsmaßnahmen wurden heute eingestellt. In Frankreich gibt es derzeit keinen neuen Verdacht auf Maul- und Klauenseuche. [12.04.2001]

25 Fälle in Holland

Die Niederlande melden den 25. Fall von Maul- und Klauenseuche. Betroffen ist auch ein Hof in Friesland, mehr als 140 Kilometer vom bisherigen Zentrum der Seuche entfernt. Experten werten diesen Fall als Rückschlag bei der Seuchenbekämpfung. Das Seuchengebiet konnte nicht wirksam eingegrenzt werden. Die ersten 20 MKS-Fälle in Holland konzentrierten sich auf die Region Gelderland im Osten des Landes. Einige Orte liegen nur 50 Kilometer von Nordrhein-Westfalen und rund 75 Kilometer von Niedersachsen entfernt. Die Europäische Kommission hat die Handelsbeschränkungen gegen die Niederlande verschärft. Der Transport von nicht sterilisierten Fleisch und Tier-Produkten ist verboten. Lebende Schweine, Rinder, Schafe und andere Klauentiere dürfen nicht exportiert werden. Dieses Verbot galt bereits seit dem ersten MKS-Fall. In Holland sollen 115.000 Tiere notgeimpft und später geschlachtet werden, um die Ausbreitung der Seuche zu stoppen. [12.04.2001]

Entwarnung in Bayern. Der Verdacht auf Maul- und Klauenseuche hat sich in Deutschland bisher nicht bestätigt. Auch die in Niederbayern erkrankten Schafe litten nicht an der Seuche, so das Ergebnis von Blut- und Gewebeproben. Die Tests für die Verdachtsfälle in Hessen fielen ebenfalls negativ aus. Die Gefahr ist aber auch in Deutschland noch nicht gebannt, sagen Experten. Die nächsten ein bis zwei Wochen bleiben kritisch. [07.04.2001]

Deutschland noch seuchenfrei

Der Verdacht auf Maul- und Klauenseuche hat sich in Deutschland bisher nicht bestätigt. Die Schnelltests für die beiden Verdachtsfälle in Hessen fielen negativ aus. Weitere Blutuntersuchungen haben den negativen Befund bestätigt. Ein dritter Verdachtsfall in der Wetterau bei Frankfurt am Main wird noch untersucht. Inzwischen gibt es in Bayern einen neuen Verdacht auf Maul- und Klauenseuche. Betroffen ist ein Hof in Vilsbiburg mit über 1.000 Schafen. Die Seuche gilt hier jedoch als unwahrscheinlich. Die Symptome der Tiere seien unspezifisch und könnten auch von anderen Krankheiten herrühren, sagte ein Sprecher des bayerischen Verbraucherschutzministeriums. Die Gefahr ist aber auch in Deutschland noch nicht gebannt, sagen Experten. Die nächsten ein bis zwei Wochen bleiben kritisch. [06.04.2001]

Seuchenverdacht in Hessen

In Hessen gibt es einen neuen Verdacht auf Maul- und Klauenseuche. Betroffen sind ein Hof im mittelhessischen Bubenrod und eine Gärtnerei im nahegelegenen Krofdorf-Gleiberg bei Gießen. 30 Schafe mit verdächtigen Symptomen wurden vorsorglich getötet. Blutuntersuchungen laufen. Mit den Ergebnissen wird im Laufe des Tages gerechnet. Der Verdacht im Münsterland hat sich unterdessen nicht bestätigt. Ein Schnelltest verlief negativ. Der Befund wird nun durch weitere Untersuchungen verifiziert. Der betroffene Hof in Horstmar-Laer im Kreis Steinfurt bleibt unter Beobachtung. Tierärzte hatten den Verdacht als erst bezeichnet, da die 100 Ferkel typische Symptome der Klauenseuche zeigten. Die Tiere wurden getötet. [04.04.2001]

Großalarm im Seuchenfall. Sollte sich ein MKS-Verdacht in Deutschland bestätigen, würden die Behörden Großalarm geben. Die betroffenen Gebiete werden dann hermetisch abgeriegelt. Weder Menschen noch Tiere dürfen heraus oder herein. Für den Menschen ist die Seuche ungefährlich. Der Mensch kann das Virus jedoch auf gesunde Tiere übertragen. Innerhalb der Sperrgebiete würden alle Klauentiere getötet und verbrannt. Notimpfungen sind denkbar. Aber auch geimpfte Tiere müssen anschließend getötet werden, weil sie nach der Impfung nicht mehr von kranken Tieren zu unterscheiden sind. Die Impfung dient nur dem Zweck, die Ausbreitung der Seuche zu stoppen und die Tötung der Tiere zu organisieren. Gerettet werden könnten die Tiere durch so genannte Marker-Impfstoffe. Damit können kranke und geimpfte Tiere unterschieden werden. Marker-Impfstoffe gegen das MKS-Virus sind noch nicht marktreif. [03.04.2001]

Exportverbot gelockert. Frankreich darf wieder unbehandelte Milch, Fleisch und Fleischprodukte exportieren. Das von der EU-Kommission verhängte Ausfuhrverbot wurde am Dienstag gelockert. Weiterhin verboten bleibt der Export von Produkten aus den Seuchenregionen im Norden Frankreichs. Betroffen sind die Bezirke Seine et Marne, Seine Saint-Denis und Val-d'Oise. Dort wurde am 23. März der bisher einzige MKS-Fall in Frankreich registriert. Lebende Klauentiere darf Frankreich erst dann wieder exportieren, wenn bis zum 12. April kein neuer Seuchenfall festgestellt wird. [03.04.2001]

Neuer Verdacht in NRW. In Nordrhein-Westfalen gibt es einen neuen Verdacht auf Maul- und Klauenseuche. Betroffen ist ein Bauernhof im Münsterland. 100 Ferkel wurden bereits getötet. Die Umgebung des Hofes in Horstmar-Laer im Kreis Steinfurt ist gesperrt. Tierärzte bezeichneten den Verdacht als ernst. Blutuntersuchungen laufen. Mit Ergebnissen wird am Mittwoch gerechnet. [03.04.2001]

Seuche in den Niederlanden

Die Niederlande meldeten am Sonntag den zwöften Fall von Maul- und Klauenseuche. Betroffen sind Bauernhöfe in der Region Gelderland im Osten Hollands. Einige Orte liegen nur 50 Kilometer von Nordrhein-Westfalen und rund 75 Kilometer von Niedersachsen entfernt. Seit Februar sind fast 200.000 Tiere aus den Niederlanden nach Deutschland importiert worden. Bisher gibt es in Deutschland aber keinen aktuellen Seuchenfall. In den Niederlanden sollen insgesamt rund 100.000 Tiere getötet werden, um die Ausbreitung der Seuche zu stoppen. [02.04.2001]

Staus an den Grenzen. Der ADAC erwartet zu Ostern Verkehrsstaus an den Grenzen. Viele Länder haben die Kontrollen wegen der Maul- und Klauenseuche verschärft. In Dänemark, Norwegen, Polen, Tschechien und Slowenien ist die Einfuhr von Fleisch, Milch und daraus hergestellten Produkten verboten. In Schweden sind die Produkte unerwünscht. Polen hat einige Grenzübergänge geschlossen. Reisende müssen sich an der Grenze desinfizieren. Gleiches gilt für Einreise nach Tschechien. [29.03.2001]

Wahlen verschoben. Die britischen Parlamentswahlen am 3. Mai werden auf Juni verschoben. Premierminister Tony Blair wolle den Eindruck vermeiden, dass er den Wahlkampf für wichtiger halte als den Kampf gegen die Maul- und Klauenseuche. Das berichten die konservative Tageszeitung The Times und das Boulevardblatt The Sun. Verschiedene Politiker hatten eine Verschiebung der Wahl gefordert. Als neuer Wahltermin gilt der 7. Juni. [02.04.2001]

Höhn: Kontrollen nicht sicher. Die nordrhein-westfälische Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne) hält die Kontrollen an der niederländischen Grenze für unzureichend. Viele Übergänge würden gar nicht kontrolliert. Illegale Tiertransporte und verbotene Lieferungen von Frischfleisch und Milch seien nicht ausgeschlossen. Das für den Bundesgrenzschutz zuständige Bundesinnenministerium nehme die Angst vor der Seuche nicht erst genug, sagte Höhn. [01.04.2001]

Deutschland noch seuchenfrei. Der Verdacht auf Maul- und Klauenseuche in Nordrhein-Westfalen ist ausgeräumt. Die aus Holland importierten Ferkel waren nicht infiziert. Das bestätigte die Tübinger Bundesanstalt für Viruserkrankungen der Tiere. Die Sperrung des betroffenen Bauernhofs in Goch im Kreis Kleve wurde am Sonntag aufgehoben. [01.04.2001]

Tourismus bedroht. Die britischen Kanalinseln Jersey, Guernsey, Herm, Sark und Alderney fürchten um ihr Tourismusgeschäft. „Durch die Angst vor Maul- und Klauenseuche wurden bereits viele Buchungen grundlos storniert“, sagt Catrin Kneuttinger vom States of Guernsey Tourist Board in Deutschland. Auf den Kanalinseln gibt es derzeit keine Fälle von Maul- und Klauenseuche. Scharfe Sicherheitsmaßnahmen sollen das Einschleppen der Seuche verhindern. Reisende müssen bei der Ankunft an Fähr- und Flughäfen ihre Schuhe desinfizieren lassen. Fahrzeuge rollen durch Desinfektionsbäder. Die Einfuhr von ungekochten Fleischwaren und nicht pasteurisierten Milchprodukten ist verboten. [31.03.2001]

Deutschland noch seuchenfrei. Der Verdacht auf Maul- und Klauenseuche in Nordrhein-Westfalen hat sich vorerst nicht bestätigt. Die Behörden untersuchen zwei aus Holland importierte Ferkel. Erste Schnelltests verliefen negativ. Ein Test mit Zellkulturen soll Klarheit bringen. Die Ergebnisse der Tübinger Bundesanstalt für Viruserkrankungen der Tiere werden Anfang der Woche erwartet. Der betroffene Schweine-Mastbetrieb in Goch im Kreis Kleve bleibt weiter gesperrt. Sollte sich der Verdacht doch bestätigen, würden die 700 Tiere sofort getötet. Im Kreis Kleve rund zehn Kilometer von der niederländischen Grenze entfernt leben etwa 17.000 Tiere auf 64 Bauernhöfen. [31.03.2001]

Grenze geschlossen. Zum Schutz gegen die Maul- und Klauenseuche wurden im Kreis Borken neun Grenzübergänge nach Holland geschlossen. Die Schließung gilt bis kommenden Mittwoch. [29.03.2001]

Entwarnung in Hessen. In Hessen hat sich der Verdacht auf Maul- und Klauenseuche nicht bestätigt. Die 450 aus den Niederlanden importierten Ferkel trugen keine Antikörper im Blut und sind nicht mit dem Virus in Berührung gekommen. [29.03.2001]

Nachdenken über Impfung. Die britische Regierung denkt jetzt doch darüber nach, Tiere gegen die Maul- und Klauenseuche zu impfen. Bislang hatten die Behörden es abgelehnt, gesunde Tiere zu impfen. Bei Untersuchungen können geimpfte und an der Seuche erkrankte Tiere nur schwer unterschieden werden. Außerdem ist der Export geimpfter Tiere verboten. [27.03.2001]

Bis zu 4.400 Fälle in Großbritannien. Experten des Agrarministeriums rechnen bis Juni mit bis zu 4.400 Seuchenfällen in Großbritannien. Die Fachleute warnten vor einer „sehr großen Epidemie“. Wissenschaftler glauben, dass bis zu 30 Millionen Tiere getötet werden müssen, um die Seuche zu stoppen. [26.03.2001]

Armee tötet Schafe. Britische Soldaten haben auf einem ehemaligen Luftwaffenstützpunkt in Nordengland damit begonnen, 200.000 Schafe zu töten. Bagger hoben eine fünf Meter tiefe Grube aus, in der die Kadaver der Tiere vergraben werden sollen.[26.03.2001]

Notimpfung erlaubt. Die EU hat Notimpfungen gegen das MKS-Virus in den Niederlanden und Großbritannien erlaubt. Geimpft werden soll jedoch nur im Umkreis der Sperrgebiete. Alle Tiere innerhalb der Sicherheitszonen müssten getötet werden, so die Sprecherin von EU-Verbraucherkommisar David Byrne. Die Impfung diene lediglich dem Zweck, die Ausbreitung der Seuche zu verhindern, wenn die Tiere aus Kapazitätsgründen nicht schnell genug vernichtet werden können. [23.03.2001]

Keine flächendeckende Impfung. In Deutschland wird es vorerst keine flächendeckende Impfung gegen Maul- und Klauenseuche geben. Das beschlossen die Agrarminister von Bund und Ländern. Erst im akuten Seuchenfall soll notgeimpft werden. Flächendeckende Vorbeuge-Impfungen sind problematisch, weil sich geimpfte und kranke Tiere kaum unterscheiden lassen. Geimpfte Tiere verlieren dadurch ihren Handelswert. Viele Länder verbieten die Einfuhr von MKS-geimpften Tieren. [23.03.2001]

Seuche außer Kontrolle. Die Maul- und Klauenseuche ist in Großbritannien nach Ansicht eines Experten außer Kontrolle. „Die Ausrottung von MKS kann noch bis August dauern“, sagte der wissenschaftlichen Beraters der Regierung, Roy Anderson. Die Folgen der Seuche könnten schlimmer sein als 1967. Damals waren in Großbritannien rund 2.000 Höfe von der Seuche betroffen. [22.03.2001]

Seuche in Irland. Irland meldet zwei Fälle von Maul- und Klauenseuche. Betroffen ist eine Schafherde in der Grafschaft Louth, nahe der Grenze zu Nordirland. Der Betrieb liegt innerhalb eines MKS-Sperrbezirks, der rund um die nordirische Grafschaft Armagh gezogen wurde. Dort war in diesem Monat der bislang einzige MKS-Fall in der britischen Provinz bestätigt worden. [22.03.2001]

Seuche in den Niederlanden. Die Niederlande melden zwei Fälle von Maul- und Klauenseuche. Bei Olst im Osten des Landes sind vier Kühe erkrankt. Olst liegt nur 50 Kilometer von Nordrhein-Westfalen und rund 75 Kilometer von Niedersachsen entfernt. Betroffen ist wahrscheinlich auch eine Herde von 500 Ziegen im nahegelegenen Oene. Der endgültige Befund wird hier am Wochenende erwartet. Die niederländische Regierung stellte vier Bauernhöfe unter Quarantäne und verhängte ein nationales Transportverbot. Auch die EU hat reagiert: Ab sofort dürfen keine lebenden Tiere aus den Niederlanden ausgeführt werden. [21.03.2001]

Über 400 Fälle in Großbritannien. Die Zahl der Seuchenfälle in Großbritannien steigt weiter. Am Mittwoch waren bereits über 400 Bauernhöfe betroffen. Fast 262.000 Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine wurden vernichtet. 108.000 Tiere sollen noch getötet werden. Experten rechnen damit, dass insgesamt etwa eine Million Tiere getötet werden müssen. [21.03.2001]

Seuchengefahr nimmt ab. Die Gefahr der Maul- und Klauenseuche geht zumindest in Deutschland und Frankreich zurück. Jeder Tag ohne Seuchenfall verringert die Wahrscheinlichkeit, dass die Seuche doch noch in großem Stil auf den europäischen Kontinent übergreift. Die MKS-Fälle im Nordwesten Frankreichs sind offenbar Einzelfälle. „Wir haben die Seuche unter Kontrolle“, sagt der französische Agrarminister Jean Glavany. Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) ist zuversichtlich, dass die Klauenseuche nicht mehr nach Deutschland kommt. Die EU-Kommission habe gute Arbeit geleistet, um ein weiteres Übergreifen der Krankheit zu verhindern, sagte Künast. Für eine Entwarnung sei es aber noch zu früh. In Großbritannien steigt die Zahl der erkrankten Tiere weiter an. Bis zum Ende der Woche sollen über 300.000 Rinder, Schafe, Schweine und Ziegen vernichtet sein. [19.03.2001]

Milliarden-Schaden

Experten schätzen den Schaden durch die Maul- und Klauenseuche in Großbritannien auf etwa 9 Milliarden britische Pfund. Das sind umgerechnet rund 28 Milliarden Mark. Das Forschungszentrum für Wirtschaft und Finanzen kalkulierte den Einkommensverlust der britischen Bauern und Züchter, den Preisanstieg bei Lebensmitteln und die Verluste der Tourismusbranche. [18.03.2001]

Entwarnung in Thüringen. Der Verdacht auf Maul- und Klauenseuche in Niederzimmern – Thüringen hat sich nicht bestätigt. Das Bundesinstitut für Viruserkrankungen der Tiere gab Entwarnung. Die Sperrzone um den betroffenen Hof wurde aufgehoben. [17.03.2001]

Widerstand wächst. In Großbritannien wächst der Widerstand gegen die Schlachtpläne der Regierung. Britische Bauern protestierten gegen die Vernichtung gesunder Tiere. Die britische Regierung versucht die Seuche durch Massentötung in den betroffenen Regionen in Griff zu bekommen. Experten sehen dazu keine Alternative. Nach Schätzungen des britischen Bauernverbandes sollen bis zu einer Million Tiere vorsorglich getötet und verbrannt werden. [17.03.2001]

Seuche in Argentinien. Nur drei Tage nach dem ersten Seuchenfall meldet Argentinien 40 Fälle von Maul- und Klauenseuche. Nach Angaben von Rinderzüchtern und Bauernverbänden grassiert die Seuche schon seit Monaten. Die Behörden hätten sie verschwiegen. Die Europäische Union hat die Einfuhr von Frischfleisch aus Argentinien bis zum 15. April verboten. EU-Experten sollen die Lage vor Ort untersuchen. Auch Kanada, Chile, die Schweiz und die USA haben den Import von Fleisch aus Argentinien verboten. Das Land ist der viertgrößte Rindfleischproduzent der Welt. [17.03.2001]

Seuchenverdacht in Thüringen. Verdacht auf Maul- und Klauenseuche in Niederzimmern – Thüringen. Mehrere Schweine sind dort an Fieber und Lungenentzündungen erkrankt. Der betroffene Hof wurde gesperrt. Gewebeproben sollen Klarheit bringen. Die Analyseergebnisse brachten jetzt Entwarnung. [17.03.2001]

Alarmzustand in Deutschland. Nach dem Übergreifen der Maul- und Klauenseuche auf Frankreich wurden die Sicherheitsmaßnahmen in Deutschland verschärft. Bundesgrenzschutz und Polizei kontrollieren die Grenze zu Frankreich. Die Einfuhr von Klauentieren und Tierprodukten aus Frankreich ist derzeit verboten. Bauernhöfe, die in den vergangenen Wochen Tiere aus Frankreich importiert haben, stehen unter Quarantäne. Allein in Nordrhein-Westfalen sind mindestens 150 Höfe gesperrt. An einigen Grenzübergängen und auf Flughäfen werden Desinfektionsbäder und -matten eingesetzt. Die strengen Sicherheitsmaßnahmen sollen das Einschleppen der Seuche verhindern. [15.03.2001]

Impfung gefordert. Deutsche Tierärzte und Bauern fordern eine vorbeugende Impfung von Schweinen, Schafen, Ziegen und Rindern gegen die Maul- und Klauenseuche. Die EU hatte die vorbeugende Impfung 1991 untersagt. Grund: Geimpfte Tiere lassen sich nicht mehr von infizierten Tieren unterscheiden. Die USA verbieten deshalb die Einfuhr geimpfter Klauentiere. [15.03.2001]

Seuche im Nahen Osten. Die Maul- und Klauenseuche ist auch in Saudi Arabien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgebrochen. Saudi Arabien meldet bisher zwei kranke Tiere, in den Emiraten sind es sechs. Beide Länder haben die Einfuhr von Fleisch aus Iran, Taiwan, Indien, der Türkei und dem Libanon verboten. Diese Länder gelten als Risikoländer. [15.03.2001]

Seuche in Argentinien. Auch Argentinien meldet einen Fall von Maul- und Klauenseuche. Ob ein Zusammenhang mit den aktuellen MKS-Fällen in Europa besteht, ist unklar. Südamerika zählt seit vielen Jahren zu den weltweit am stärksten betroffenen Regionen. Argentinien galt jedoch offiziell als seuchenfrei. Das Land ist der viertgrößte Rindfleischproduzent der Welt. [14.03.2001]

Seuche auch in Frankreich

Die Maul- und Klauenseuche hat das europäische Festland erreicht. In Frankreich bestätigte sich der Seuchenverdacht bei einer Rinderherde. Betroffen ist ein Bauernhof im nordwestlichen Departement Mayenne. Die 114 Rinder wurden getötet und verbrannt. Die Umgebung des Hofes in La-Baroche-Gondouin ist weiträumig gesperrt. Im Umkreis von 10 Kilometern gibt es 550 Viehzuchtbetriebe. Experten befürchten deshalb weitere Seuchenfälle in der Region. In den vergangenen Wochen wurden in Frankreich fast 40.000 Rinder, Schafe, Schweine und Ziegen vernichtet, um das Einschleppen der Seuche zu verhindern. [14.03.2001]

Erst Schafe und Schweine, jetzt Rinder

Großbritannien erlebt eine zweite Welle der Maul- und Klauenseuche. Nach Schafen und Schweinen erkranken jetzt vor allem Rinder. 160.000 Tiere wurden bisher getötet. „Die Seuche wird uns noch länger beschäftigen“, sagte der britische Chefveterinär Jim Scudamore. Der britische Agrarminister Nick Brown sieht die Seuche dagegen unter Kontrolle. Strikte Beschränkungen für Tiertransporte und die Vernichtung tausender infizierter Tiere dämmten die Ausbreitung der Seuche ein, sagte Brown im britischen Fernsehen. Die Zahl der betroffenen Bauernhöfe stieg inzwischen auf 240. Am Freitag waren erst 116 Höfe von der Seuche betroffen. [14.03.2001]

USA und Kanada dicht. Die USA und Kanada schließen ihre Grenzen für Tiere und Tierprodukte aus der EU. Nur Hartkäse und verschlossene Fleischkonserven dürfen noch eingeführt werden. Das Verbot betrifft vor allem Schweinefleisch aus den Niederlanden und aus Dänemark. Die Einfuhr von Rindfleisch aus der EU ist wegen der BSE-Krise ohnehin verboten. Die Maul- und Klauenseuche ist in den USA seit 1929 nicht mehr aufgetreten. [14.03.2001]

Entwarnung in Niedersachen. Der Verdacht auf Maul- und Klauenseuche in Niedersachsen hat sich nicht bestätigt. Die getöteten Kälber litten vermutlich an einer Pockeninfektion und einer Lungenentzündung. Die Sperrzone um den betroffenen Bauernhof im Landkreis Vechta wurde aufgehoben. [13.03.2001]

Seuchenverdacht in Niedersachen. In Niedersachsen gibt es den ersten Verdacht auf Maul- und Klauenseuche. Betroffen ist ein Bauernhof im Landkreis Vechta. Fast hundert Kälber zeigten entsprechende Symptome im Bereich des Maules und hätten Fieber, teilte das Landwirtschaftsministerium mit. Die Tiere sollen noch heute getötet werden. Ein medizinischer Befund wird bis Mitte der Woche erwartet. Um den betroffenen Hof wurde ein Sperrgebiet errichtet. Verdachtsfälle aus Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich und Nordrhein-Westfalen hatten sich nicht bestätigt. [11.03.2001]

Tiertransporte verboten. Der Transport von Klauentieren wird in EU-Ländern für die nächsten zwei Wochen verboten. Das Verbot tritt am Sonnabend in Kraft und gilt bis zum 27. März. Bis dahin bleiben auch alle Viehmärkte geschlossen. Beide Maßnahmen sollen das Seuchenrisiko in Europa minimieren. Deutschland hatte das Verbot bereits gestern angekündigt. [09.03.2001]

Räder desinfizieren. Weil das Virus auch an Autoreifen haften kann, werden nun die Räder desinfiziert. Die EU-Anordnung gilt für alle Fahrzeuge, die Großbritannien verlassen. [09.03.2001]

Exportverbot verlängert. Die EU hat das Exportverbot für Tiere und Tierprodukte aus Großbritannien verlängert. Bis zum 27. März dürfen weder lebende Tiere noch Milch, Fleisch oder Fleischerzeugnisse ausgeführt werden. Alle europäischen Viehmärkte bleiben in den nächsten zwei Wochen geschlossen. Viehtransporte sollen auf den Weg zwischen Stall und Schlachthof beschränkt werden. [07.03.2001]

Frischfleisch vernichten. Frischfleisch von Schweinen, Schafen, Rindern und Wild, das nach dem 1. Februar aus Großbritannien nach Deutschland importiert wurde, soll vernichtet werden. Das empfielt das Bundesministerium für Verbraucherschutz. Das importierte Fleisch könnte den MKS-Virus enthalten. Gesunde Tiere könnten sich dadurch infizieren. Für den Menschen besteht keine Gefahr. [05.03.2001]

Seuchenverdacht in Frankreich

Die Maul- und Klauenseuche hat möglicherweise das Festland erreicht. In Frankreich wurden neun Bauerhöfe unter Quarantäne gestellt. Bei zwei Rindern sind Symptome der Seuche festgestellt worden. Mehrere Schafe trugen zudem Antikörper im Blut. Sie hatte offenbar Kontakt mit erkrankten Tieren. Das Virus selbst wurde in Frankreich noch nicht gefunden. Die Umgebung der betroffenen Bauernhöfe wurde weiträumig abgesperrt. Der Export von Klauentieren ist verboten. Das Vieh darf nur noch bis zum Schlachthof transportiert werden. Weitere Verdachtsfälle werden aus Belgien und Dänemark gemeldet. Sollte das Virus den Ärmelkanal übersprungen haben, droht die Seuche auch in Deutschland. „Wir müssen uns auf den Fall vorbereiten, dass wir irgendwann das Einschleppen nach Deutschland nicht mehr verhindern können“, sagte die nordrhein-westfälische Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne). [05.03.2001]

Keine Seuche in Nordrhein-Westfalen. Der Verdacht auf Maul- und Klauenseuche in Nordrhein-Westfalen hat sich nicht bestätigt. Die Sperrzone um einen Bauernhof im Kreis Aachen wurde aufgehoben. Auch für den zweiten Hof im Kreis Neuss gab es jetzt Entwarnung. [05.03.2001]

MKS in der Türkei. Die Maul- und Klauenseuche ist nun auch in der Türkei ausgebrochen. Im Südwesten des Landes wurden erkrankte Rinder entdeckt. Ob ein Zusammenhang mit der Seuche in Großbritannien besteht, ist noch unklar. Die Türkei gehört zu den MKS-gefährdeten Gebieten der Welt. [04.03.2001]

Seuchenalarm in Belgien

Die Maul- und Klauenseuche droht jetzt auch in Belgien. Auf einem Hof bei Diksmuide westlich von Brüssel wurden drei Schweine mit Symptomen der Viruskrankheit entdeckt. Die Umgebung des Hofs wurde zum Sperrgebiet erklärt. Die belgische Regierung untersagte den Export aller Nutztiere und verhängte ein dreitägiges Verbot für Tiertransporte. Auch in Frankreich besteht Seuchenverdacht. Betroffen ist ein landwirtschaftlicher Betrieb in Roche-la-Moliere im Departement Loire. Sollte das Virus den Ärmelkanal übersprungen haben, droht die Seuche auch in Deutschland. „Wir müssen uns auf den Fall vorbereiten, dass wir irgendwann das Einschleppen nach Deutschland nicht mehr verhindern können“, sagte die nordrhein-westfälische Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne). [03.03.2001]

Massenschlachtung geplant. Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) will den Schutz gegen die Maul- und Klauenseuche verstärken. Schafe, Ziegen, Hirsche und Rehe, die in den vergangenen vier Wochen aus Großbritannien eingeführt wurden, sollen getötet werden. Rund 1.000 Schafe müssen noch sterben, 3.000 wurden bereits getötet. Schweine sind von der Notschlachtung ausgenommen. Eine MKS-Infektion sei bei ihnen schnell zu erkennen. [02.03.2001]

Irland und Schottland betroffen. Die Maul- und Klauenseuche hat Irland und Schottland erreicht. Das Virus wurde auf zwei Höfen im schottischen Dumfries und auf einem Hof in Nordirland gefunden. [01.03.2001]

Desinfektion. Alle Fahrzeuge die Großbritannien verlassen, werden ab sofort desinfiziert. Am Eurotunnel und in den Fährhäfen müssen die Autos durch Becken mit Desinfektionsmitteln fahren. [01.03.2001]

Seuchenalarm in Nordrhein-Westfalen

Die Maul- und Klauenseuche droht jetzt auch in Deutschland. Fünf Schafe in Nordrhein-Westfalen trugen Antikörper im Blut. Die aus Großbritannien importierten Tiere hatten offenbar Kontakt zu erkrankten Tieren. Das MKS-Virus selbst wurde in Deutschland noch nicht gefunden. Die beiden Bauernhöfe in den Kreisen Neuss und Aachen wurden vorsorglich abgesperrt. Im Umkreis von drei Kilometern dürfen keine Nutztiere weiden. Das Verbot gilt auch für Tiertransporte. Alle bisher durchgeführten Blutuntersuchungen sind jedoch negativ. Sicher ausschliessen lässt sich die Seuche in Deutschland vermutlich erst Ende März. Das sagte Nordrhein-Westfalens Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne). [27.02.2001]

Exportverbot. Die EU hat das Exportverbot für britische Klauentiere bis zum 9. März verlängert. Das EU-Verbot trat am vergangenen Mittwoch in Kraft und galt vorerst bis zum 1. März. [27.02.2001]

25.000 Tiere bedroht. In Großbritannien sind mindestens 25.000 Rinder, Schafe und Schweine von der Maul- und Klauenseuche bedroht. Die Tiere wurden auf drei Viehmärkten des Landes gehandelt. Dort wurden wahrscheinlich auch kranke Tiere verkauft. [27.02.2001]

Viehmärkte geschlossen. Das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft hat gestern Sofortmaßnahmen beschlossen. Ab Mittwoch bleiben alle Viehmärkte und Sammelstellen für Klauentiere geschlossen. Diese Maßnahme gilt für eine Woche und soll die Verbreitung des Virus in Deutschland ausschließen. [27.02.2001]

2.000 Schafe getötet. Zum Schutz vor der Maul- und Klauenseuche wurden in Nordrhein-Westfalen bereits 2.000 Schafe getötet. Die Tiere stammen von betroffenen Höfen in Großbritannien. In Frankreich sollen 30.000 Import-Schafe getötet werden. In Holland wurden bereits 3.000 Schafe gekeult. [27.02.2001]

Blutproben. Blutproben der Tiere sollen klären, ob das MKS-Virus nach Deutschland eingeschleppt wurde. Die Ergebnisse liegen frühestens Mitte der Woche vor. [27.02.2001]

Flughafen-Kontrollen. Die Kontrollen auf Flughäfen werden verschärft. Der Import von Fleisch und Wurst aus Großbritannien ist derzeit verboten. Die Behörden appellieren an Englandreisende, auf Proviant zu verzichten. [27.02.2001]

Quarantäne. 3.500 Schafe aus Großbritannien wurden seit Ende Januar nach Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg importiert. Die meisten Tiere sind bereits geschlachtet. Alle noch lebenden Import-Schafe stehen unter Quarantäne. [27.02.2001]

Noch keine Fälle in Deutschland. Bisher gibt es keine Anzeichen für eine Verschleppung der Seuche nach Deutschland. „Unsere größte Sorge sind die Tiere, die möglicherweise über dunkle Kanäle ins Land gekommen sind und von denen wir nichts wissen“, sagte der Staatssekretär im Bundesverbraucherschutzministerium Matthias Berninger (Grüne) der Welt am Sonntag. [25.02.2001]

« zurück zum Online-Special

Dieser Artikel ist hilfreich. 1074 Nutzer finden das hilfreich.