Kurzmeldungen

Ringen um Reform. Das Ringen um eine grundsätzliche Reform der Landwirtschaft geht weiter. Vor allem die deutsche Ministerin Renate Künast macht sich für grundlegende Änderungen stark. Mit ihrer britischen Kollegin Margaret Beckett beriet sie über Reformen auf europäischer Ebene. [19.07.2001]

Einfuhrverbot gelockert. Die USA haben ihr Einfuhrverbot für Schweinefleisch und lebende Schweine aus der Europäischen Union (EU) teilweise wieder aufgehoben. Das Verbot war aufgrund des Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche (MKS) in Ländern wie Großbritannien, den Niederlanden und Frankreich verhängt worden. Nun können Waren aus Ländern, in denen keine MKS-Fälle registriert sind, wieder in die Vereinigten Staaten importiert werden. Das betrifft Länder wie Belgien, Dänemark, Finnland und auch Deutschland. Verstärkte Kontrollen auf den US-Flughäfen sollen jedoch aufrecht erhalten bleiben, um eine Übertragung von MKS in den USA zu verhindern. Ein Verbot für die Einfuhr von Rindfleisch aus der EU bleibt auch weiterhin bestehen. [01.06.2001]

Neue Infektionsherde. Die Bauern in Großbritannien befürchten einen erneuten Ausbruch der Tierkrankheit Maul- und Klauenseuche (MKS). Zwei neue Infektionsherde in Cheshire im Nordwesten Englands waren die beiden Ersten seit mehr als einem Monat, sagte ein Sprecher des britischen Bauernverbandes NFI. Auch in der zuvor von der Seuche nicht betroffenen Region um Settle im Nordosten von England, waren in der vergangenen Woche 20 neue Infektionsherde bestätigt worden. Das Landwirtschaftsministerium führt diese Infektionen aber vor allem auf Viehtransporte zurück. David King, wissenschaftlicher Berater der britischen Regierung hatte wiederholt erklärt, die Seuche sei unter Kontrolle. [01.06.2001]

Viehmärkte geöffnet. Die Europäische Union hat ihre Auflagen für den Fleischmarkt gelockert. Rinder und Schweine dürfen wieder frei gehandelt werden. Anfang März waren Viehmärkte und Viehsammelstellen geschlossen worden, um die Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche zu stoppen. Für Großbritannien gilt die Handelssperre noch bis zum 19. Juni. Auch die Niederlande müssen sich noch an besondere Auflagen halten. Für Schafe und Ziegen bleiben die Viehmärkte vorerst EU-weit geschlossen. Die Schweiz will ihre Einfuhrbeschränkungen lockern. Ab dem 23. Mai dürfen wieder lebende Klauentiere aus EU-Ländern in die Schweiz importiert werden. Ausgenommen bleiben Tiere aus den Niederlanden und aus Großbritannien. [11.05.2001]

Transportverbot gelockert. In Deutschland wurde das Transportverbot für Klauentiere gelockert. Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen dürfen seit heute wieder direkt und über Sammelstellen zur Schlachtung transportiert werden. Die Fahrzeuge müssen anschliessend desinfiziert werden. In den Niederlanden wurde seit zwei Wochen kein neuer MKS-Fall bestätigt. Eine generelle MKS-Entwarnung gibt es aber noch nicht. Mit der Lockerung des Transportverbots setzt Deutschland einen Beschluss des ständigen EU-Veterinärausschusses um. [04.05.2001]

Armee lieferte Fleischabfälle. Die britischen Streitkräfte könnten für den Ausbruch der Maul-und Klauenseuche (MKS) verantwortlich sein. Wie der Sunday Telegraph berichtete, lieferte die Armee Küchenabfälle und Fleischreste an eine Farm bei Sunderland im Nordosten Englands. Die Farm gilt als Ausgangspunkt der aktuellen Seuchenwelle. Das von der Armee gelieferte Viehfutter soll Fleischreste aus Brasilien und Uruguay enthalten haben. In diesen Ländern grassiert die Maul- und Klauenseuche. Das Verteidigungsministerium in London bestätigte die Lieferung von Küchenabfällen, dementierte aber den MKS-Verdacht. Die Armee importiere nur Fleisch aus MKS-freien Regionen. Landwirtschaftsminister Nick Brown bestritt, dass die Armee die aktuelle Seuchenwelle ausgelöst haben könnte. „Da ist nichts dran“, sagte der Minister der BBC. Die britische Regierung hatte Ende März eine Untersuchung veröffentlicht, in der ein China-Restaurant als wahrscheinlicher Auslöser der Tierseuche genannt wurde. Das Restaurant soll illegal importiertes Fleisch verarbeitet haben. Die Abfälle seien dann an Schweine verfüttert worden. Der konservative Politiker Tim Yeo sieht in der China-Restaurant-These ein Ablenkungsmanöver. Vertreter der Opposition verlangten nun eine Überprüfung der Vorwürfe gegen die britische Armee. [29.04.2001]

Keine Seuche beim Menschen. Der Verdacht auf eine MKS-Infektion beim Menschen hat sich nicht bestätigt. In Großbritannien wurden 13 Personen untersucht. Alle Tests verliefen negativ. Zwei weitere Verdachtsfälle werden noch untersucht. Bislang ist nur eine Ansteckung mit dem MKS-Virus bekannt: 1966 erkrankte ein Brite an der Tierseuche. Der Krankheitsverlauf ähnelte dem einer leichten Grippe. [29.04.2001]

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