Matratzen im Test

Die richtige Matratze finden – Matratzen­typen im Vergleich

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Ob Federkern­matratze, Latex­matratze, Schaum­stoff­matratze oder Boxspringbett – jeder Matratzen­typ hat Stärken und Schwächen. Hier erfahren Sie, welche das sind. Das erleichtert Ihnen die Suche nach einer Matratze, die zu Ihnen passt.

Matratzen im Test Testergebnisse für 252 Matratzen

Inhalt

Federkern­matratzen – trans­portieren Feuchtig­keit gut

Matratzen im Test - Beste (Unter-)Lage
Der Aufbau einer Taschenfederkern­matratze. © Stiftung Warentest/Rene Reichelt

Steck­brief Federkern­matratze

Gut ein Viertel der Republik schläft auf Federkernen – meist auf Taschen­feder­kern­matratzen. Sie enthalten Hunderte Stahlfedern, die einzeln in Taschen einge­fasst sind. Taschen­federkerne schwingen weniger nach als einfache Bonnell­feder­kern­matratzen. Taschenfederkern gibt nur dort nach, wo er belastet wird und passt sich dem Körper gut an. Hier gehts zu den Test­ergeb­nissen der Federkernmatratzen.

Vorteile von Federkern­matratzen

+ Guter Feuchtig­keits­trans­port. Gut für stark schwitzende Menschen.
+ Geringe Wärmedämmung. Gut für alle, denen es schnell zu warm wird.
+ Gute Punktelastizität. Taschenfederkern gibt nur dort nach, wo er belastet wird.
+ Platz für zwei. 140 Zenti­meter breite Matratzen bieten auch zwei Schlafenden guten Komfort.

Nachteile von Federkern­matratzen

– Eher kühl. Wer leicht friert, liegt auf Schaum­stoff wärmer.
– Vergleichs­weise schwer. Das Anheben kann mitunter mühsam sein.
– Nicht flexibel. Einige sind nur einge­schränkt für verstell­bare Lattenroste geeignet.
– Einseitig. Federkern­matratzen weisen nur selten verschieden Härtegrade für beide Liege­seiten auf.

Schaum­stoff­matratzen – strapazier­bar und elastisch

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Der Aufbau einer Kalt­schaum­matratze. © Stiftung Warentest/Rene Reichelt

Steck­brief Schaum­stoff­matratze

Kalt­schaum ist wertiger Polyurethan-Schaum­stoff, der ohne Wärmezugabe in großen Blöcken aufgeschäumt wird. Je nachdem, aus welchem Teil eines Blocks der Kern geschnitten wird, ist die Matratze unterschiedlich hart.

Stan­dard­schaum, oft auch Komfort­schaum genannt, härtet hingegen unter Wärmezufuhr aus. Das kann zu unterschiedlich großen Luft­bläschen und einer ungleich­mäßigen Struktur führen. Hier finden Sie alle Tester­ergeb­nisse für Schaumstoffmatratzen.

Vorteile von Schaum­stoff­matratzen

+ Gute Punktelastizität, geringes Nach­schwingen.
+ Je nach Ausführung gute Liegeeigenschaften.
+ Gute Halt­barkeit und Wärme­isolation. Für schwerere Menschen geeignet.
+ Latex­ähnlich, aber deutlich leichter.

Nachteile von Schaum­stoff­matratzen

– Qualität kann schwanken, mitunter auch inner­halb einer Charge.
– Wärme und Feuchte können zu Liegekuhlen führen.
– Oft weicher als angegeben.
– Für stark schwitzende Menschen eher unge­eignet.

Viskoschaum­matratze – Schaum mit Memory-Effekt

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Der Aufbau einer Viskoschaum­matratze. © Stiftung Warentest/Rene Reichelt

Steck­brief Viskoschaum­matratze

Viskoschaum ist ein Polyurethan-Schaum mit „Memory-Effekt“: Drückt man seine Hand hinein, hinterlässt sie einen länger sicht­baren Abdruck. Die zuletzt getesteten Viskoschaum­matratzen bestehen aus Kalt­schaum- oder Schaum­stoff­kern mit Visko­auflage.

Vorteile von Viskoschaum­matratzen

+ Passen sich der Körperform von Schlafenden an.
+ Wirken dadurch anschmieg­sam.
+ Halt­bar und wärme­isolierend.

Nachteile von Viskoschaum­matratzen

– Oft teuer.
– Für stark schwitzende Menschen unge­eignet.
– Eher schlecht für kühle Räume: Bei Kälte erhärtet Viskoschaum oft zu einer Liegeschale, die Bewegungen im Schlaf erschweren und zum Aufwachen führen kann.

Matratzen im Test Testergebnisse für 252 Matratzen

Latex­matratzen – weich und stützend

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Der Aufbau einer Latex­matratze. © Stiftung Warentest/Rene Reichelt

Steck­brief Latex­matratzen

Latex wurde ursprüng­lich aus Kautschuk­bäumen gewonnen. Mitt­lerweile wird Latex meist synthetisch hergestellt, wie auch für die meisten Latexmatratzen im Test. Preis­werte Modelle haben nur eine Latex­schicht mit Schaum­stoff­kern.

Vorteile von Latex­matratzen

+ Je nach Ausführung gute Liegeeigenschaften.
+ Oft weich, angenehmes Liegegefühl.
+ Oft gute Halt­barkeit.

Nachteile von Latex­matratzen

– Reine Latex­matratzen sind teuer.
– Für stark schwitzende Menschen unge­eignet.
– Meist schwerer als Modelle aus Schaum­stoff und daher schwerer zu wenden.

Boxspringbetten – bequem beim Ein- und Ausstieg

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Der Aufbau eines Boxspringbetts. © Stiftung Warentest/Rene Reichelt

Steck­brief Boxspringbetten

Bei einer Boxspring­matratze liegt auf dem Unterbau meist eine Federkern­matratze und oben­auf eine aus Schaum­stoff. Die aufwendigen und teureren Boxspringbetten – die vermeintliche Königs­klasse – halten oft nicht, was die voll­mundige Werbung mitunter verspricht. Einige der getesteten Modelle bieten zwar gute Liegeeigenschaften. Die Halt­barkeit vieler Boxspringbetten ist jedoch nur befriedigend oder ausreichend. Und in der Hand­habung schneiden einige Produkte sogar mangelhaft ab. Hier finden Sie die Test­ergeb­nisse für Boxspringbetten.

Vorteile von Boxspringbetten

+ Ihre Höhe von 60 bis 70 Zenti­metern erleichtert das Hinlegen und Aufstehen.
+ Bei Topper aus Kalt­schaum gute Wärme­isolierung für alle, die leicht frieren.

Nachteile von Boxspringbetten

– Die Härte­angaben stimmen oft nicht.
– Teuer, sper­rig und schwer.
– Der Feuchte­trans­port kann durch die Konstruktion, etwa mit Kunst­leder­umrandung, stark einge­schränkt sein.

Matratzen im Test Testergebnisse für 252 Matratzen

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 09.09.2022 um 15:07 Uhr
Matratzenauflage und -schoner

@matthi.gansert: Achten Sie darauf, dass die Matratzenauflage und -schoner atmungsaktiv sind. Wenn sie beispielsweise einen Nässeschutz haben, können sie die Belüftung der Matratze stark einschränken und somit Schimmelbildung verursachen. Milbenallergikern empfehlen wir "Encasings".

matthi.gansert am 08.09.2022 um 10:56 Uhr
Aussagen zu Auflagen widersprüchlich

Die folgenden beiden Aussagen im Artikel unter „4. Antworten auf die wichtigsten Fragen“ widersprechen sich meines Erachtens:
„Als Puffer zwischen Matratze und Schlafendem bietet eine Matratzenauflage aus hygienischer Sicht einige Vorteile. Sie verhindert, dass Feuchtigkeit und Hautschuppen in die Matratze einwandern und entzieht so Hausstaubmilben, Pilzen und anderen Mikroorganismen einen erheblichen Teil ihrer Lebensgrundlage.“
„Gegen Auflagen spricht zudem, dass sie die Belüftung der Matratze einschränken. In gut durchlüfteten Matratzen nisten sich weniger Milben und Schimmelpilze ein.“
Was ist nun korrekt?

Profilbild Stiftung_Warentest am 29.08.2022 um 17:08 Uhr
Badenia Trendline BT1000 Classic, Härtegrad

@Maggifix88: Die vom Anbieter mit „Härtegrad H4 fest“ deklarierte Matratze Badenia Trendline BT1000 Classic ist laut Laborergebnis mittelfest. Ob Federkernmatratzen oder Schaumstoffmatratzen – die Härteangaben der Hersteller stimmen häufig nicht. Die Stiftung Warentest ermittelt bei ihren Matratzen-Tests die Matratzenhärte im Labor.

Maggifix88 am 25.08.2022 um 08:41 Uhr
Härtegrad Kinder an einem Beispiel

Liebes Team der Stiftung Warentest,
ich möchte gerne eine Matratze für meinen Sohn 30kg kaufen. Wenn ich bei den gesamten ca. 240 Matratzen - Testergebnissen ankreuze "Kinder", dann bleiben noch 26 Matratzen übrig. Von diesen wähle ich beispielsweise die Badenia BT1000 Classic. Diese Matratze haben Sie in H4 getestet und für Kinder als geeignet beschrieben.
Der Hersteller sagt aber H4 wäre für 100-120kg geeignet. Müsste ich mich nicht dann nach den Herstellerangaben richten? Dann wäre H2 von 0-80kg die richtige Wahl....
Es geht mir nur darum den richtigen Härtegrad herauszufinden.
Mit freundlichen Grüßen

Ilona1711 am 18.08.2022 um 18:26 Uhr
Nicht erhältlich

Keine Matraze, die ich bei Ikea, Badenia oder Lidl ausgewählt habe, war noch erhältlich.
Hätte den Test nicht kaufen müssen.
Sehr enttäuschend.