FAQ Matratzen: Antworten auf die wichtigsten Fragen

Die richtige Matratze zu finden, ist gar nicht so leicht. Orientierung bietet der Ergebnisse der Matratzentests der Stiftung Warentest – für weit über 300 Matratzen. Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um den Matratzenkauf und die Matratzen­pflege finden Sie in diesem FAQ.

Die richtige Matratze auswählen

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Ich möchte eine Matratze aus Schaum: Soll ich Kalt­schaum oder Komfort­schaum wählen?

Beide Schaum­stoff­arten können unterschiedliche Körperbautypen gut abstützen. Die Unterschiede hängen von der Art der Schaum­stoff­qualität ab. Bei beiden kann man mit Kuhlen­bildung rechnen. Kalt­schaum ist in der Regel teurer als Komfort­schaum, aber dennoch nicht halt­barer (zu den Matratzentests).

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In Ihrem Test fehlen Tempur-Matratzen. Hat dies einen Grund?

Wir haben bereits Tempur-Matratzen in früheren Unter­suchungen geprüft. Die Ergeb­nisse waren nur mittel­mäßig.

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Auf mich trifft keiner der Körperform-Typen der Stiftung Warentest zu. Was nun?

Sollten Sie sich in keinem Typ wieder­finden, orientieren Sie sich an dem, der Ihnen am nächsten kommt. Sehen Sie sich zwischen zwei Typen, wählen Sie eine Matratze, auf der beide Typen gut liegen (zu den Matratzentests).

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Was empfiehlt die Stiftung Warentest Bauch­schläfern?

Wir haben bis jetzt die Schlaf­position Bauch­schläfer in unsere Untersuchungen nicht berück­sichtigt. Seiten­schläfer und Rücken­schläfer stellen mit Abstand die zahlen­mäßig größte Gruppe dar. Der Anteil der Bauch­schläfer liegt in der Bevölkerung je nach „Studie“ zwischen 0,3 Prozent und 10 Prozent. Inner­halb der Gruppe der Bauch­schläfer gibt es zudem mehrere Varianten bezüglich der Liegehaltung. So ist es insbesondere in Unkennt­nis der genaueren körperlichen Merkmale und Liegevariante schwierig, hier eine Empfehlung zu geben. Grund­sätzlich ist Bauch­schläfern zu empfehlen, ein in der Bauhöhe möglichst nied­riges Kissen zu verwenden oder ganz darauf verzichten. Je weicher die Matratze ist, desto geringer sollte die Bauhöhe des Kissens sein. Denn der Körper sinkt in eine weiche Matratze tiefer ein als in eine vergleichs­weise harte Matratze, und daher befindet sich Kopf und Gesicht näher an der Matratzen­oberfläche und benötigt bei einer sehr weichen Matratze keine weitere Unterstüt­zung.

Aufgrund der besonderen Kopf­haltung in der Bauchlage (seitliches Drehen des Kopfes um bis zu 90°, um ein freies Atmen zu ermöglichen) ist die Wirbelsäule im Hals­bereich besonderen Belastungen ausgesetzt. Viele der im Handel erhältlichen Matratzen sind in Zonen unterschiedlicher Härte einge­teilt. Um das in der Bauchlage häufig anzu­treffende „Hohl­kreuz“ zu vermeiden, sollte die Mittel­zone (im Bereich des Beckens) im Vergleich zur „Lordosen-Zone“ relativ weich sein, damit das Becken „nach unten abkippen“ kann. Auf jeden Fall ist das ausgiebige Probeliegen wichtig, um die individuellen Bedürf­nisse im Blick auf den Liege­komfort zu berück­sichtigen.

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Für welche Matratzen-Größen gelten die Test­ergeb­nisse der Stiftung Warentest?

Generell berück­sichtigen unsere Tests von Matratzen Produkte in der Größe 90 x 200 cm. Die Ergeb­nisse sind auch auf kleinere Größen über­trag­bar. Bei 140 x 200 cm sind die Ergeb­nisse auch noch gültig, wenn die Matratze nur von einer Person genutzt wird.

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Was ist besser – eine große Matratze oder zwei kleine?

Je nach Gewicht, Größe und Körperbau hat jeder Mensch eigene Ansprüche an eine Matratze. Deshalb ist es oft sinn­voller, wenn Paare jeweils ihre eigene Matratze haben. Übrigens: Es gibt Hersteller, die eine Matratze mit zwei unterschiedlich harten Kernen ausstatten und in einen Bezug stecken. Dann gibt es auch keine Besucherritze mehr.

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Wie finde ich die individuell beste Matratze?

Je nach Körperbau des Menschen muss eine Matratze unterschiedliche Eigenschaften haben. Die Stiftung Warentest prüft Matratzen deshalb seit 2012 nach vier Körperbautypen (zu den Matratzentests). Die Buch­staben H, E, I und A symbolisieren hierbei weit verbreitete Körperformen. Entscheidend sind Körpergröße und Gewichts­verteilung und die Frage, ob der Schläfer auf dem Rücken oder der Seite liegt. Die meisten Matratzen haben Stärken und Schwächen und passen nicht zu jedem. Um sich selbst am besten einzuordnen, sollten Sie in der Test-Datenbank deshalb auf die sogenannten „HEIA“-Typen achten. Frauen und Männer der Typen I und A finden am leichtesten ein Modell, das für ihren Körperbau geeignet ist. Sie benötigen eine Unterlage, auf der sie weder zu tief einsinkende Schultern befürchten müssen noch ein zu wenig gestütztes Becken oder einen nächt­lichen Rund­rücken.

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Anbieter werben mit Matratzen für alle Körpertypen. Ist da Probeliegen über­flüssig?

Neben objektiven Kriterien wie den Abstüt­zeigenschaften kommt es beim Matratzenkauf auch auf persönliche Vorlieben an. Wie bequem eine Matratze ist, merkt man erst nach einigen Nächten. Liegen Sie deshalb weiterhin und am besten zuhause Probe. Achten Sie dabei darauf, möglichst ausgeruht zu sein. Wer nach einem harten Tag erschöpft ist, findet fast jede Matratze bequem. Es ist sinn­voll, jemanden dabei­zuhaben, der guckt, ob die Wirbelsäule gerade ist, wenn Sie auf der Seite liegen. In Rückenlage sollte das Becken nicht zu stark einsinken. Diesen Hängematten­effekt kann man spüren.

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Wie wichtig ist die Härte einer Matratze?

Ob eine Matratze gut abstützt, hängt nicht davon ab, wie hart sie ist. Sie können deshalb in punkto Härtegrad unbe­sorgt Ihrem Körpergefühl folgen. Im höheren Alter bevor­zugen viele Menschen eher weiche Matratzen. Das hängt damit zusammen, dass der Körper nicht mehr so agil ist und Probleme mit dem Rücken oder den Knien auftauchen. Auch die Hersteller wissen das und bieten Matratzen in unterschiedlichen Härtegraden an, die sich am Körpergewicht des Nutzers orientieren sollen. Leider ist auf die Angaben der Hersteller kaum Verlass: Bezeichnungen wie „H3“, „soft“ oder „medium“ sollen Auskunft über den Härtegrad einer Matratze geben, bieten jedoch kaum Orientierungs­hilfe, wie unsere Untersuchungen schon seit Jahren belegen. Jeder Anbieter kenn­zeichnet, wie er will. Die Stiftung Warentest bestimmt den Härtegrad nach Norm und leitet daraus die Klassifizierung ab. Die Norm ist aber kein Gesetz.

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Die neue Matratze müffelt. Deutet das auf Schaf­stoffe hin und was kann ich tun?

Wenn eine Matratze müffelt, muss sie deshalb noch keine Schad­stoffe enthalten. Aber es ist natürlich unangenehm, wenn man im Bett liegt und es riecht nach vergammeltem Heuhaufen oder nach Gummi­fabrik. Ursache sind oft Rück­stände vom Herstellungs­prozess. Um diese los zu werden, sollten Sie die Matratze mindestens 24 Stunden, besser sogar 3 bis 4 Tage aufstellen, sodass sie rundum viel Luft bekommt und die flüchtigen Stoffe abgeben kann. Wenn der Geruch nach vier Wochen immer noch da ist, empfiehlt es sich, die Matratze beim Händler zu reklamieren.

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Was bedeutet es, wenn der Hersteller ein „Raumgewicht“ angibt?

Das Raumgewicht bzw. die Rohdichte gibt an, wie viel Kilogramm Rohmaterial in einem Kubik­meter des Endproduktes vorkommt. Das Raumgewicht beschreibt also, wie viel Rohstoff für die Produktion eines Schaum­stoffes verwendet wurde. Bei allen Matratzen­prüfungen ermitteln wir auch das Raumgewicht. Da aber wie bei einigen Matratzenkernen (Schaum­stoff mit und ohne Viskoschaum­auflage) zudem noch verschiedene Schichten/Abdeckungen auftreten, haben wir uns entschieden, auf diese Angaben zu verzichten. Wir müssten sonst jede dieser Schichten separat auflisten – nicht nur das Raumgewicht, sondern auch deren Schicht­stärke. Zudem haben nur sehr wenige unserer Leser nach dieser Information nachgefragt. Nach unserer Erfahrung sagt das Raumgewicht ohnehin wenig über die Qualität einer Matratze aus (zu den Matratzentests).

Die richtige Matratze für Kinder und Jugend­liche

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Welche Matratzen empfehlen Sie für Kinder?

Für Babys und Kinder empfehlen wir spezielle Kinder­matratzen (zum Test von Kindermatratzen). Eine Einteilung in Zonen ist unnötig. Kinder­matratzen sind flacher als Modelle für Erwachsene, Kinder sinken weniger tief ein. Es wäre also ohnehin schwierig, zwischen verschiedenen Zonen zu unterscheiden. Wichtig ist dagegen, dass die Matratzen die neue Norm DIN EN 16890:2017 einhält. Sie soll Kinder schützen, zum Beispiel vor dem Ersti­cken. Die Norm ist seit August 2017 in Kraft und stellt sicher, dass Kinder­matratzen nicht zu weich sind. Im schlimmsten Fall könnte das Gesicht des Kindes einsinken und Mund und Nase gleich­zeitig verschließen. Im jüngsten Test von Kindermatratzen stellten sich einige Matratzen als unsicher heraus.

Außerdem gibt die Norm einen Maßstab für die Prüfung, ob Kinder an Verpackung oder Füllung ersti­cken könnten. Matratzen sollten einen Hinweis enthalten, dass sie die Norm einhalten. Der Liege­komfort ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Grund­sätzlich sollten Matratzen mittel­hart sein, aber auch weiche Kerne können Kinder ausreichend schützen. Die Matratze sollte dem kleinen Körper genug Halt und zugleich Bewegungs­freiheit geben.

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Welche Matratzen empfehlen Sie für Jugend­liche?

Die Matratze sollte aufgrund des starken Längen­wachs­tums in der angesprochenen Alters­gruppe keine Zonierung aufweisen. Die Matratze muss dem Kind genug Halt geben und zugleich Bewegungs­freiheit. Ist die Matratze zu weich, sinkt das Kind zu tief ein und kann sich nur schwer drehen. Ist die Matratze aber zu hart, stützt sie zu wenig und drückt an einigen Stellen. Empfehlens­wert sind mittel­weiche Matratzen. Generell empfehlen wir auch hier immer ein ausgiebiges Probeliegen.

Lattenroste im Test

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Wie wichtig ist eigentlich der Lattenrost für den Schlaf­komfort?

Lattenroste werden oft zusammen mit Matratzen angeboten. Nach unseren Erfahrungen halten sie allerdings wesentlich länger als eine Matratze. Eine Matratze mit guten körper­unterstützenden Eigenschaften benötigt zudem keine spezielle Unterfe­derung. Unser Lattenrost-Test zeigt, dass keine der geprüften Federungen die Liegeeigenschaften der Matratzen verbessern. Selbst die teuren Modelle verschlechtern das Liegen teil­weise, vor allem in Rückenlage. Wer einen neuen Lattenrost benötigt und kein verstell­bares Kopf- oder Fußteil braucht, wählt am besten einen einfachen, möglichst starren Rost. Seine wichtigste Funk­tion ist es, für eine ausreichende Belüftung der Matratze zu sorgen. Liegt sie etwa auf dem Boden, droht Schimmel.

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Warum wurden die Lattenroste im Test mit einer Spanplatte verglichen?

Die Liegeeigenschaften von Matratzen ermitteln wir auf einer starren Unterlage, konkret auf einer Spanplatte, da diese nur geringen Einfluss auf die Qualität der Matratze hat. An dieser starren Unterlage mussten sich im Lattenrost-Test die Unterfe­derungen messen lassen. Keines der mitunter sehr teuren Modelle schneidet besser ab als die Spanplatte.

Auflagen, Unterlagen, Bezüge

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Empfiehlt die Stiftung Warentest einen Matratzenschoner?

Matratzenschoner werden von vielen Händ­lern und Herstel­lern empfohlen. Eine Matratzen­unterlage ist aus unserer Sicht aber nicht zu empfehlen, da sie das Einsinken bei großen Abständen im Lattenrost nicht verhindern. Zudem beein­trächtigt auch „atmungs­aktive“ Materialien die Feuchte­abgabe erheblich und tragen somit eher zu einer Feuchte­anreicherung bei.

Als Puffer zwischen Matratze und Schläfer bietet eine Matratzen­auflage aus hygie­nischer Sicht einige Vorteile. Sie verhindert, dass Feuchtig­keit und Hautschuppen in die Matratze einwandern und entzieht so Hausstaubmilben, Pilzen und anderen Mikro­organismen einen erheblichen Teil deren Lebens­grund­lage. In der Wasch­maschine lässt sie sich gut reinigen. In der Regel sind die Auflagen sogar koch­fest. Das wichtigste Kriterium für die Qualität von Matratzen­auflage und -schoner ist die Atmungs­aktivität. Billige Ausführungen, die Nässe­schutz gewähr­leisten, aber die Belüftung der Matratze stark einschränken, können leicht Schimmel­bildung an der Matratze verursachen.

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Für Allergiker werden „Enca­sings“ angeboten. Was muss ich hier beachten?

Allergikerbezüge werden auch als „Enca­sings“ bezeichnet und werden bei einer Allergie auf Milben bzw. deren Kot empfohlen. Sie bestehen meist aus Baumwoll- oder Polyester­mischungen und mitunter auch aus einer Polyurethan­beschichtung. Sie sind recht dicht und dienen als Sperren für Milbenal­lergene aus der Matratze. Sie verhindern, dass die All­ergene aus der Matratze, dem Kopf­kissen und der Bett­decke den Allergiker belasten, und gleich­zeitig stoppen sie die Versorgung der Milben mit menschlichen Schuppen, die für diese als Nahrungs­grund­lage dienen. In einem gemein­samen Schlaf­zimmer müssen alle Matratzen mit Enca­sings umhüllt werden – auch die der Nicht-Allergiker. Sie können lang­fristig und effektiv die All­ergen­belastung deutlich reduzieren. Zusätzlich sollte die Bett­wäsche wöchentlich gewechselt und bei 60 Grad gewaschen werden – am besten mit Voll­wasch­mittel. Um den Milben die Lebens­bedingungen möglichst ungünstig zu gestalten, sollte das Schlaf­zimmer regel­mäßig gelüftet und eher kühl gehalten werden. Schlagen Sie morgens die Betten auf, damit die Feuchtig­keit aus der Matratze und der Zudecke entweichen kann. Die Wirkung von Milben­sprays ist nicht ausreichend belegt und auch nicht nach­haltig. Schon nach kurzer Zeit sind die Milben wieder da. Zusätzlich sind nicht nur die lebendigen Milben das Problem, sondern ihre Exkremente und natürlich die abge­storbenen Milben.

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Was bringen Auflagen, auch Topper genannt?

Separat geprüft hat die Stiftung Warentest derartige Auflagen noch nicht. Im Test von Boxspringbetten mit Auflagen aus Viskoseschaum zeigte sich allerdings: Auflagen können zwar den persönlichen Liege­komfort verbessern, indem sie die Matratzen­oberfläche anschmieg­samer machen. Sie sind auf Grund ihrer geringen Höhe aber nicht in der Lage, schlechte Abstüt­zeigenschaften einer Matratze zu korrigieren. Im schlechtesten Fall können Auflagen die Abstütz- und sons­tigen Liegeeigenschaften von Matratzen sogar in unerwünschter Weise verändern, beispiels­weise deren Zonierung aufheben. Außerdem sinken Schlafende in Matratzen mit den vielfach weichen Auflagen oft tief ein. Dies erschwert Bewegungen im Schlaf, wie sie jeder Mensch unbe­wusst voll­zieht, kann Rücken­beschwerden verstärken und Schlafende wecken. Gegen Auflagen spricht zudem, dass sie die Belüftung der Matratze einschränken. In gut durch­lüfteten Matratzen nisten sich auch weniger Milben und Schimmelpilze ein.

Halt­barkeit, Pflege, Rück­gabe von Matratzen

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Muss ich meine Matratze reinigen? Gibt es Pfle­gepro­dukte oder reicht Lüften?

Wenden Sie Ihre Matratze regel­mäßig, damit sie gut auslüftet und sich keine Liegekuhlen bilden. Außerdem sollten Sie den Matratzenbe­zug etwa alle 3 Monate waschen. Achten Sie deshalb beim Kauf einer Matratze darauf, dass sich der Bezug leicht abnehmen lässt. Waschen Sie den Bezug einfach mit einem Voll­wasch­mittel oder dem vom Hersteller empfohlenen Wasch­mittel. Spezielle Pfle­gepro­dukte brauchen Sie nicht. Auf Staubsaugen der Matratze sollten Sie verzichten. Zwar wird viel Fein­staub abge­saugt, aber durch den Saug­vorgang verschieben sich Teile der Unter­pols­terung und in der Zwischenlage können sich Dellen bilden zum Produktfinder Matratzen.

Drehen. Wenden Sie die Matratze bei jedem Wechsel der Bett­wäsche, spätestens alle drei Monate. Tauschen Sie dabei möglichst auch Kopf- und Fuß­ende. Decken Sie die Matratze tags­über nicht ab, lassen Sie sie auslüften.

Belüftung. Damit sich Hausstaubmilben in der Matratze nicht zu stark vermehren, sollten Sie darauf achten, dass die Matratze auch von unten gut belüftet wird. So können Sie zudem Schimmelbefall vermeiden. Dafür eignen sich am besten Betten ohne Bett­kasten. Nach acht bis zehn Jahren sollten Sie sich aus Hygienegründen eine neue Matratze anschaffen.

Bezüge. Um Hausstaubmilben und Schimmelbefall vorzubeugen, waschen Sie die Matratzenbezüge alle drei Monate. Lang­fristigen Schutz gegen Milbenal­lergene bieten jedoch nur spezielle Allergikerbezüge, sogenannte Enca­sings.

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Wie lange hält eine Matratze? Wann sollte ich eine neue Matratze kaufen?

Aus hygie­nischen Gründen sollten Sie die Matratze etwa alle 8 Jahre austauschen. Dann hat die Matratze jahre­lang nachts viel Schweiß aufnehmen müssen. Die Halt­barkeit hängt auch von der Art der Matratze ab. Bei den Kalt­schaum­matratzen gibt es Schaum­stoff­qualitäten, die unter Feuchte- und Wärmeein­wirkung (Schwitzen) an Härte verlieren und zur Kuhlen­bildung neigen. Dies macht sich besonders bei schweren Menschen bemerk­bar. Bei Latex­matratzen haben wir fest­gestellt, dass die Kuhlen­bildung kaum auftritt und sie sich daher besser für schwerere Menschen eignen.

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Warum gibt es bei einigen Matratzen Kuhlen­bildung und bei anderen nicht?

Die Kuhlen­bildung liegt eindeutig am Material der Matratze, nicht an der Schlaf­position. Kalt­schaum neigt eher zur Kuhlen­bildung als Latex.

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Gibt es bei Nicht­gefallen ein Recht auf Rück­gabe der Matratze?

Das Recht auf Widerruf einer per Katalog oder online aufgegebenen Bestellung binnen 14 Tagen gilt auch für Matratzen – und zwar sogar dann, wenn der Käufer die Matratze ausgepackt und darauf probegeschlafen hat. Viele Versandhändler gewähren sogar Rück­gabefristen von mindestens 100 Tagen. Weil Händler dies freiwil­lig tun, können sie allerdings Bedingungen für die Rück­nahme stellen. Mitunter müssen Matratzen dann beim Probeliegen einge­schweißt bleiben. Das kann die Liegeeigenschaften verfälschen. Auch Rück­sende­kosten müssen Händler nicht über­nehmen. Diese können bei Sperr­gut wie Matratzen schnell 80 Euro betragen. Wer derart hohe Kosten vermeiden möchte, bestellt bei einem Händler, der die Rück­sendung bezahlt. Das tun sehr viele.

In Läden gekaufte Matratzen lassen sich nur dann zuhause probeliegen und bei Nicht­gefallen zurück­geben wenn Verkäufer dies erlauben, was viele allerdings tun. Im Gegen­zug dürfen Verkäufer Bedingungen für eine Rück­nahme stellen. Wer ein uneinge­schränktes Rück­gaberecht möchte, kann versuchen, dies auszuhandeln, sollte sich das allerdings schriftlich zusichern lassen.

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