Matratzen im Test

HEIA-System: Die vier Körpertypen

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Matratzen im Test - Beste (Unter-)Lage
Unterschiede. Unsere Matratzentests geben Auskunft darüber, wie gut oder wie schlecht eine Matratze jeweils für bestimmte Körperformen geeignet ist. © Lisa Tegtmeier

Je nach Körperbau des Menschen muss eine Matratze unterschiedliche Eigenschaften haben, um ihn gut abzu­stützen. Die Stiftung Warentest prüft Matratzen deshalb seit 2012 für vier Körperbau-Typen.

Matratzen im Test Testergebnisse für 252 Matratzen

Inhalt

Große Leut‘, kleine Leut‘

Menschen sind unterschiedlich gebaut – und schlafen unterschiedlich. Anbieter und Handel bieten jedoch selten Matratzen für bestimmte Körperformen oder Schlafge­wohn­heiten an. Oft werden sie quasi als Universalmatratze verkauft.

Die Stiftung Warentest prüft jede Matratze mit vier Personen unterschiedlicher Körperform sowohl in Seiten- als auch in Rückenlage. Daher bieten die Test­ergeb­nisse mehr Orientierung beim Kauf einer neuen Matratze.

Die Buch­staben H, E, I und A symbolisieren vier weit verbreitete Körperformen. Sie gelten für Männer und Frauen. Entscheidend sind Körpergröße, Körperform und die Gewichts­verteilung. Dank der HEIA-Typen decken wir die Körper­eigenschaften von rund zwei Drittel der Bevölkerung in Deutsch­land ab.
Können Sie sich nicht eindeutig zuordnen, orientieren Sie sich an den beiden Körpertypen, die Ihrem am nächsten sind – oder wählen Sie eine Matratze, die alle HEIA-Typen gut abstützt.

Matratzen für H-Typen

Matratzen im Test - Beste (Unter-)Lage

H-Typen sind groß und schwer. Großer Bauch­umfang, breite Schulter, eher schmales Becken. H-Typen sinken im Bauch­bereich oft tief ein.

Matratzen für E-Typen

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E-Typen sind ebenfalls groß und schwer. Schulter, Bauch und Becken sind ähnlich breit. Der E-Typ findet wie der H-Typ in Seiten­lage selten gute Abstüt­zeigenschaften.

Matratzen für I-Typen

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I-Typen sind kleine und leichte Menschen. Schultern, Bauch und Becken sind ähnlich breit. I-Typen haben eher ein geringes Gewicht, sie liegen in Rücken- und Seiten­lage oft gut.

Matratzen für A-Typen

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A-Typen sind ebenfalls klein und leicht, haben schmale Schultern, ein breites Becken und ein eher geringes Gewicht. A-Typen finden in Seiten- und Rückenlage oft gute Matratzen.

Schlafen Sie auf der Seite oder auf dem Rücken?

Entscheidend ist auch, ob jemand bevor­zugt auf dem Rücken oder auf der Seite schläft. Wir geben daher jeder Matratze im Test für die Liegeeigenschaften insgesamt acht Noten: für vier Körpertypen mit je zwei Liegege­wohn­heiten. So finden Sie die beste Matratze für Ihre individuellen Bedürf­nisse.

Schlafen Sie eher auf der Seite, sollte Ihre Wirbelsäule im Liegen idealer­weise eine gerade Linie bilden. Dafür müssen ausladende Schultern, etwa von kräftigen Personen, tief genug einsinken.

Wenn Sie es auf dem Rücken liegend am bequemsten haben, sollte das Becken nicht zu tief einsinken. Sonst kann es zum sogenannten Hängematten-Effekt kommen: Die Körpermitte liegt zu tief.

Wie hart oder weich Sie auf Ihrer Matratze liegen wollen, hängt allerdings von Ihren persönlichen Präferenzen ab. Wir messen den Härtegrad jeder Matratze im Test und geben diesen in unseren Tabellen an.

Matratzen im Test Testergebnisse für 252 Matratzen

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1617 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Sunshinbalu am 02.10.2022 um 12:33 Uhr
Frechheit!

Achtung! Unter dem Begriff "Kindermatratze" werden nur Matratzen mit der Größe 90*200 geführt. Wer auf der Suche nach einer Matratze für ein Kinderbett ist, muss einen anderen Test kaufen. Das wird allerdings erst ersichtlich, wenn man diesen Test bereits bezahlt hat. Frechheit!

Profilbild Stiftung_Warentest am 09.09.2022 um 15:07 Uhr
Matratzenauflage und -schoner

@matthi.gansert: Achten Sie darauf, dass die Matratzenauflage und -schoner atmungsaktiv sind. Wenn sie beispielsweise einen Nässeschutz haben, können sie die Belüftung der Matratze stark einschränken und somit Schimmelbildung verursachen. Milbenallergikern empfehlen wir "Encasings".

matthi.gansert am 08.09.2022 um 10:56 Uhr
Aussagen zu Auflagen widersprüchlich

Die folgenden beiden Aussagen im Artikel unter „4. Antworten auf die wichtigsten Fragen“ widersprechen sich meines Erachtens:
„Als Puffer zwischen Matratze und Schlafendem bietet eine Matratzenauflage aus hygienischer Sicht einige Vorteile. Sie verhindert, dass Feuchtigkeit und Hautschuppen in die Matratze einwandern und entzieht so Hausstaubmilben, Pilzen und anderen Mikroorganismen einen erheblichen Teil ihrer Lebensgrundlage.“
„Gegen Auflagen spricht zudem, dass sie die Belüftung der Matratze einschränken. In gut durchlüfteten Matratzen nisten sich weniger Milben und Schimmelpilze ein.“
Was ist nun korrekt?

Profilbild Stiftung_Warentest am 29.08.2022 um 17:08 Uhr
Badenia Trendline BT1000 Classic, Härtegrad

@Maggifix88: Die vom Anbieter mit „Härtegrad H4 fest“ deklarierte Matratze Badenia Trendline BT1000 Classic ist laut Laborergebnis mittelfest. Ob Federkernmatratzen oder Schaumstoffmatratzen – die Härteangaben der Hersteller stimmen häufig nicht. Die Stiftung Warentest ermittelt bei ihren Matratzen-Tests die Matratzenhärte im Labor.

Maggifix88 am 25.08.2022 um 08:41 Uhr
Härtegrad Kinder an einem Beispiel

Liebes Team der Stiftung Warentest,
ich möchte gerne eine Matratze für meinen Sohn 30kg kaufen. Wenn ich bei den gesamten ca. 240 Matratzen - Testergebnissen ankreuze "Kinder", dann bleiben noch 26 Matratzen übrig. Von diesen wähle ich beispielsweise die Badenia BT1000 Classic. Diese Matratze haben Sie in H4 getestet und für Kinder als geeignet beschrieben.
Der Hersteller sagt aber H4 wäre für 100-120kg geeignet. Müsste ich mich nicht dann nach den Herstellerangaben richten? Dann wäre H2 von 0-80kg die richtige Wahl....
Es geht mir nur darum den richtigen Härtegrad herauszufinden.
Mit freundlichen Grüßen