Matratzen oder Boxspringbetten: Von Schaum bis Feder­stahl

Matratze ist nicht gleich Matratze. Die Auswahl reicht von einfachen Schaum­stoff­unterlagen über Latex zu aufwändigen Taschenfederkern­matratzen oder Boxspringbetten. Hier lesen Sie, worin sich die Bauformen unterscheiden und welche Vor- und Nachteile die Matratzen­typen haben.

Federkern­matratzen – für starke Schwitzer

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Der Aufbau einer Taschenfederkern­matratze.

Gut die Hälfte der Republik schläft auf Federkernen – meist auf Taschen­feder­kern­matratzen. Sie enthalten hunderte Stahlfedern, die in Stoff­taschen einge­näht und miteinander verbunden sind. Taschen­federkerne schwingen weniger nach als einfache Bonnell­feder­kern­matratzen. Außerdem geben sie nur dort nach, wo sie belastet werden und passen sich dem Körper besser an Testergebnisse Federkernmatratzen (84 Matratzen).

Die Vorteile von Federkern­matratzen:

  • Guter Feuchtig­keits­trans­port. Gut für starke Schwitzer.
  • Geringe Wärmedämmung. Gut für alle, denen es schnell zu warm wird.
  • Gute Punktelastizität.

Die Nachteile von Federkern­matratzen:

  • Geringe Wärme­isolierung. Schlecht für alle, die leicht frieren.
  • Mit der Zeit können sich in der Schaum­stoff­auflage Kuhlen bilden.
  • Die Matratze ist vergleichs­weise schwer.

Boxspringbetten – für den Krösus

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Der Aufbau eines Boxspringbetts.

Beim Boxspring liegt auf dem Unterbau meist eine Federkern­matratze und oben­auf eine aus Schaum­stoff. Die Bau­form hält nicht unbe­dingt, was voll­mundige Werbung oft verspricht. Einige der getesteten Modelle bieten zwar gute Liegeeigenschaften. In Sachen Halt­barkeit schaffen die Boxspringbetten aber oft nur die Noten „Befriedigend“ oder „Ausreichend“. Und bei der Hand­habung haben einige Produkte sogar ein „Mangelhaft“ Testergebnisse Boxspringbetten (31 Matratzen).

Die Vorteile von Boxspringbetten:

  • Ihre Höhe von 60 bis 70 Zenti­metern erleichtert das Hinlegen und Aufstehen.
  • Bei Topper aus Kalt­schaum gute Wärme­isolierung für alle, die leicht frieren.

Die Nachteile von Boxspringbetten:

  • Der Feuchte­trans­port kann durch die Konstruktion, etwa mit Kunst­leder­umrandung, stark einge­schränkt sein.
  • Die Härte­angaben stimmen oft nicht.
  • Teuer, sper­rig und schwer.

Latex­matratzen – für Bodybuilder

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Eine Latex­matratze im Anschnitt.

Latex­matratzen bestehen meist aus synthetischem Latex. Nur selten enthalten sie Anteile von natürlichem Kautschuk. Ihr Vorteil: Latex­matratzen sind sehr punktelastisch. Sie geben nur dort nach, wo sie belastet werden und leisten einen angenehm festen Widerstand. Allerdings: Während durch­schnitt­liche Schaum­stoff- und Federkern­matratzen zwischen 11 und 18 Kilogramm wiegen, bringen Latex­matratzen bis zu 25 Kilo auf die Waage: Testergebnisse Latexmatratzen (21 Matratzen).

Die Vorteile von Latex­matratzen:

  • Gute Wärmedämmung, empfehlens­wert für alle, die leicht frieren.
  • Gute Dauer­halt­barkeit, da Schweiß und Wärme Latex wenig ausmacht.
  • Bestens für verstell­bare Lattenroste geeignet.
  • Angenehmes Liegegefühl, weich und zugleich stützend.

Die Nachteile von Latex­matratzen:

  • Mäßiger Feuchte­trans­port, daher weniger geeignet für starke Schwitzer.
  • Schwer und wabbelig, erschwert das Drehen und Wenden.

Kalt­schaum­matratzen – für warme Schlaf­zimmer

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Eine Kalt­schaum­matratze im Anschnitt.

Kalt­schaum­matratzen bestehen aus aufgeschäumtem Polyurethan. Die Matratze wird aus einem einheitlichen Block geschnitten oder aus ver­schiedenen Schaum­stoff­komponenten zusammen­geklebt. Im Innern sollen Schaum­stoffe unterschiedlicher Dichte und Dicke den liegenden Körper optimal stützen. Luft­kammern und Belüftungs­kanäle sorgen für ein angenehmes Schlafklima. Schaum­stoff­matratzen sind strapazier­bar und sehr elastisch.

Die Vorteile von Kalt­schaum­matratzen:

  • Gute Wärme­isolierung. Empfehlens­wert für alle, die leicht frieren.
  • Geeignet für verstell­bare Lattenroste.
  • Leicht und einfach zu wenden.

Die Nachteile von Kalt­schaum­matratzen:

  • Mäßiger Feuchte­trans­port, daher weniger geeignet für starke Schwitzer.
  • Durch Feuchte und Wärme können sich spür­bare Liegekuhlen bilden.
  • Schwankende Qualität, die Härte kann inner­halb einer Charge variieren.

Weitere Schaum­matratzen

  • Viskoschaum­matratzen. Das sind Kalt­schaum­matratzen mit einer Schicht Viskoschaum auf einer oder auf beiden Seiten. Der Kern besteht aus Polyureth­anschaum. Viskoschaum­stoff ist extrem elastisch und reagiert auf Wärme. Matratzen mit Viskoschaum sollen sich deshalb exakt der Körperform anpassen und den Schlafenden umhüllen. Unsere Tests stellten beim Schlafklima jedoch nur geringe Unterschiede zwischen Modellen mit und ohne Viskoschaum­auflage fest. Einzige Besonderheit: Bei Raum­temperaturen unter 16 Grad Celsius fühlt sich Viskoschaum unge­wohnt hart an.
  • Einfache Schaum­matratzen. Sie bestehen aus einem einheitlichen Stück Polyurethan. Rillen, Wellen oder Noppen suchen Käufer bei Schaum­matratzen vergeblich. Es gibt auch keine unterschiedlich harten Liegezonen. Dafür sind die Matratzen vergleichs­weise leicht und billig.

Hier finden Sie alle Testergebnisse für Schaumstoffmatratzen (142 Matratzen). Ob es sich bei einer Schaum­stoff­matratze um eine Kalt­schaum-, Viskoseschaum- oder eine einfache Schaum­matratze handelt, sehen Sie in der Liste der Eigenschaften der einzelnen Produkte. Im Produktfinder finden Sie über­wiegend Kalt­schaum­matratzen.

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TestMatratzen07.02.2017
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