Die Matratzen­auswahl

Nehmen Sie sich Zeit. Und liegen Sie Probe. Eile beim Matratzenkauf rächt sich. Worauf Sie beim Matratzenkauf unbe­dingt achten sollten, zeigen Ihnen unsere Tipps. Hier geht es direkt zu den Tests von Matratzen.

Video: Sechs Tipps für den Matratzenkauf

Rücken­schläfer, Seiten­schläfer – wie wählt man die passende Matratze aus? Und worauf lohnt es sich sonst noch zu achten? Unser Video enthält sechs Tipps für den Matratzenkauf.

Darauf sollten Sie achten

  • Zeit nehmen. Gleichen Sie Ihre Anforderungen an eine Matratze mit unseren Test­ergeb­nissen ab. Schauen Sie sich die von test.de empfohlenen Matratzen genau an. Kaufen Sie nicht im Vorüber­gehen. Besuchen Sie mehrere Geschäfte. Erkunden Sie Angebote und Preise und probieren Sie verschiedene Matratzen aus.
  • Härte. Hat keinen mess­baren Einfluss darauf, ob eine Matratze gut abstützt, kann allerdings beim persönlichen Komfort eine große Rolle spielen. Hören Sie deshalb beim Kauf auf Ihr Körpergefühl.
  • Zonen. Viele Hersteller werben mit Zonen, die den Körper besonders gut abstützen sollen. Wir messen nach, bewerten die Zonierung aber nicht: Entscheidend ist, wie gut die Matratze abstützt. Das bewerten wir für verschiedene Körpertypen in Seiten- und Rückenlage.
  • Griffe. Damit Sie die Matratze einfach bewegen können, zum Wenden zum Beispiel, sollte sie stabile und ausreichend große Griffe haben.
  • Bezüge. Die Matratzenbezüge sollten sich unkompliziert abziehen und waschen oder reinigen lassen.
  • Allergiker. Milbenal­lergikern können abnehm­bare und wasch­bare Bezüge helfen. Besser sind spezielle Allergikerbezüge, sogenannte Enca­sings.

Tipps für den Kauf – online und im Laden

  • Probeliegen. Matratzen sind Geschmacks­sache. Testen Sie, ob die Matratze hart oder weich genug für Sie ist. Drehen und wenden Sie sich hin und her, setzen Sie sich auf und legen Sie sich wieder hin. So erspüren Sie, ob Sie sich in allen Lagen wohl­fühlen und wie stark die Matratze nach­schwingt.
  • Zu zweit Probeliegen. Nehmen Sie, wenn Sie im Handel kaufen, auf jeden Fall Ihren Partner mit. Der braucht vielleicht eine ganz andere Matratze als Sie.
  • Passend zum Körperbau. Nur die allerwenigsten Matratzen sind für aller Körperbautypen geeignet. Das leuchtet ein: Ein großer, schwerer Mensch mit viel Gewicht an Bauch und Schultern hat andere Bedürf­nisse als ein kleiner, leichter, gleich­mäßig schmaler. Suchen Sie in Tabelle oder Daten­bank unter „Abstüt­zeigenschaften“ nach der besten Matratze für Ihren Typ.
  • Seiten- oder Rücken­schläfer. Bei Rücken­schläfern sollte das Becken nicht zu weit einsinken. Die doppelte S-Form der Wirbelsäule sollte erhalten bleiben. Seiten­schläfer schlummern am besten, wenn die Wirbelsäule von der Seite betrachtet möglichst gerade bleibt. Beides lässt sich gut im Laden ausprobieren. In unserer Daten­bank oder im Heft gibt die Zeile „Abstüt­zeigenschaften“ Auskunft darüber.
  • Preis. Teuer heißt nicht auto­matisch gut: Modelle für mehrere Tausend Euro haben in unseren Tests nicht unbe­dingt besser abge­schnitten als solche für rund 100 Euro. Dennoch haben die verschiedenen Materialien ihren Preis: Latexschaum­matratzen etwa sind in der Herstellung aufwendiger und damit teurer als Schaum­stoff.
  • Die Matratze umtauschen. Das Recht auf Widerruf einer per Katalog oder online aufgegebenen Bestellung binnen 14 Tagen gilt auch für Matratzen – und zwar sogar dann, wenn der Käufer die Matratze ausgepackt und darauf probegeschlafen hat. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Az. VIII ZR 194/16). Viele Versandhändler gewähren sogar Rück­gabefristen von mindestens 100 Tagen. Weil Händler dies freiwil­lig tun, können sie allerdings Bedingungen für die Rück­nahme stellen. Mitunter müssen Matratzen dann beim Probeliegen einge­schweißt bleiben. Das kann die Liegeeigenschaften verfälschen. Auch Rück­sende­kosten müssen Händler nicht über­nehmen. Das könnte bei Sperr­gut wie Matratzen teuer werden. Wer derart hohe Kosten vermeiden möchte, bestellt bei einem Händler, der die Rück­sendung bezahlt. Das tun sehr viele.
  • Im stationären Handel gekaufte Matratzen lassen sich nur dann zuhause Probeliegen und bei Nicht­gefallen zurück­geben, wenn Verkäufer dies erlauben, was einige tun. Im Gegen­zug dürfen Verkäufer Bedingungen für eine Rück­nahme stellen. Sprechen Sie die Rück­gabe-Modalität beim Kauf an − und lassen Sie sich eine eventuelle Zusage des Händ­lers schriftlich geben. Wer ein uneinge­schränktes Rück­gaberecht möchte, kann versuchen, dies auszuhandeln.
  • Nach­haltig­keit. Kaufen Sie Matratzen mit Bedacht. Informieren Sie sich ausgiebig und suchen Sie die Matratze, die für Ihren Körperbau geeignet ist (siehe „Passend zum Körperbau“). Zurück­gegebene Matratzen werden nämlich bislang meist verbrannt. Nur wenige Rück­läufer werden recylet oder in anderer Form wieder­verwendet.

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