Matratzen-Test

So testet die Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest bewertet Matratzen in sechs Kategorien: Liegeeigenschaften, Halt­barkeit, Bezug, Gesundheit und Umwelt, Hand­habung sowie Deklaration und Werbung. Die Noten in den Kategorien heißen Gruppen­urteile. Aus den sechs Gruppen­urteilen ergibt sich das test-Qualitäts­urteil. Lesen Sie hier, wie die Stiftung Warentest testet und bewertet.

Matratzen-Test Testergebnisse für 241 Matratzen

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Inhalt

Matratzen im Test

Die Stiftung Warentest kauft die Matratzen anonym im Handel ein. Weder kostenlose Muster noch Prototypen gelangen in den Test. Die Produkte werden – abhängig von ihren Vertriebs­wegen – online oder im stationären Handel einge­kauft. Wir wählen nach Möglich­keit die mittel­feste Variante einer Matratze aus.

Wir testen Matratzen vornehmlich in der Größe 90 x 200 Zenti­meter. 2021 prüften wir erst­mals 140 Zenti­meter breite Matratzen im Vergleich zu ihren 90 Zenti­meter breiten Äquivalenten. Streng genommen gelten die Test­ergeb­nisse nur für diese Größen. Tatsäch­lich dürften die Ergeb­nisse aber bei kleinen Größen­abweichungen (etwa für Matratzen mit 100 x 200 oder 160 x 200 Zenti­metern) recht gut über­trag­bar sein. Je deutlicher die Größen­abweichung ist, desto weniger ist das aber möglich. 

Unterscheiden sich die deklarierten Härten der beiden Liege­seiten, prüfen wir beide Seiten, sofern keine primäre Liegeseite zu erkennen ist.

Preise

Der Produktfinder zeigt Preise laut Anbieterbefragung. Die Preise ermittelt die Stiftung Warentest. Der Stand des Preises wird für jedes Produkt ange­zeigt.

Geänderte Unter­suchungs­methodik

Seit dem Test 3/2021 prüft die Stiftung Warentest bei Matratzen, die über 140 Zenti­meter breit sind, zusätzlich die Beein­flussung durch den Partner mit. Auf Grund­lage von Studien und Rück­sprachen mit Experten wird die Druck­verteilung nun kritischer bewertet. Das Urteil Beein­trächtigung durch Nässe entfällt. Die Ergeb­nisse unterschieden sich nur wenig

Abwertungen

Abwertungen bewirken, dass sich Mängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Sie sind in der Tabelle mit Stern *) gekenn­zeichnet. Sind die Urteile gleich oder gering­fügig schlechter als die auslösenden Noten, ergeben sich nur geringe negative Auswirkungen. Je schlechter die Urteile, desto stärker ist der jeweilige Abwertungs­effekt. Die Stiftung Warentest wendet bei Matratzen folgende Abwertungen an:

  • Liegeeigenschaften: Ab Gut (2,1) werten wir das test-Qualitäts­urteil ab.
  • Halt­barkeit: Ab Ausreichend (3,6) werten wir das test-Qualitäts­urteil ab.
  • Bezug: Ab Ausreichend (3,6) werten wir das test-Qualitäts­urteil ab.
  • Gesundheit und Umwelt: Ab Ausreichend (3,6) werten wir das test-Qualitäts­urteil ab.
  • Hand­habung: Ab Mangelhaft (4,6) werten wir das test-Qualitäts­urteil ab.
  • Deklaration und Werbung: Ab Mangelhaft (4,6) werten wir das test-Qualitäts­urteil ab
  • Rücken- oder Seiten­lage: Ist ein Urteil für einen Körpertypen befriedigend oder schlechter, werten wir die Liegeeigenschaften ab.
  • Einfluss des Part­ners: Ab Ausreichend (3,6) werten wir die Liegeeigenschaften ab.
  • Druck­verteilung: Ab Mangelhaft (4,6) werten wir die Liegeeigenschaften ab.
  • Schulterklapp­effekt: Ab Mangelhaft (4,6) werten wir die Liegeeigenschaften ab.
  • Dauer­walz­versuch: Ab Ausreichend (3,6) werten wir die Halt­barkeit ab.
  • Einfluss von Feuchtig­keit und Temperatur: Ab Ausreichend (3,6) werten wir die Halt­barkeit ab.
  • Wasch­barkeit: Ab Mangelhaft (4,6) werten wir die Halt­barkeit ab.
  • Verarbeitung: Ab Ausreichend (3,6) werten wir die Halt­barkeit ab.
  • Raum­luft­belastung: Das Gruppen­urteil Gesundheit und Umwelt konnte nur so gut sein wie das schlechteste Einzel­urteil.
  • Geruchs­belästigung: Ab Ausreichend (3,6) werten wir Gesundheit und Umwelt ab.
  • Schad­stoffe: Das Gruppen­urteil Gesundheit und Umwelt konnte nur so gut sein wie das schlechteste Einzel­urteil.

Liegeeigenschaften: 40 %

Matratzen-Test - Alle Testsieger im Vergleich
Im Institut. Der Prüf­aufbau zeigt, wo der Körper einsinkt. © Stiftung Warentest

Die Matratzen wurden auf einer starren Unterlage geprüft. Mit vier Körperbautypen (H-, E-, I-, A-Typ) ermitteln wir, wie die Matratzen sie in Rücken- und Seiten­lage abstützt, jeweils vor und nach dem Dauer­test. Wir bewerteten den Lage­änderungs­widerstand, die Druck­verteilung, ob die Schultern in Rückenlage nach oben drücken (Schulterklapp­effekt).

Für die Komfort­eigenschaften prüften wir Punktelastizität, Nach­schwing­verhalten, ob es zu einem spür­baren Kontakt mit dem Lattenrost kommt, welche Geräusche die Matratze bei Lage­änderung macht.

Bei den 140 Zenti­meter breiten Matratzen prüften wir zusätzlich den Einfluss des Part­ners, der Part­nerin. Neben vier Personen (H-, E-, I-, A-Typ) wurde jeweils eine Person (H-Typ) gelegt, die Wirbelsäulen­abstüt­zung in Rücken- und Seiten­lage ermittelt, verglichen und bewertet. Ob die Bewegungen des Part­ners spür­bar sind, prüften wir mit herab­fallendem Gewicht und Beschleunigungs­messer. Je mehr Bewegungen auf der Part­nerseite ankamen, desto schlechter. Roll-Together-Test: prüft, wie stark Partner aufeinander zurollen.

Matratzen-Test Testergebnisse für 241 Matratzen

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Halt­barkeit: 25 %

Matratzen-Test - Alle Testsieger im Vergleich
Dauer­walz­versuch. Damit simulieren wir die Abnut­zung der Matratzen in acht Jahren. © Stiftung Warentest

Im Dauer­walz­versuch rollten wir eine 140-Kilo-Walze 60 000 Mal über die Matratze. Das simuliert die Abnut­zung in acht Jahren. Die Prüfung wird in Anlehnung an die Din EN 1957:2013 durch­geführt.

In der Klima­prüfung testeten wir Härte- und Höhen­beständig­keit unter Feuchtig­keits- und Temperatur­einfluss. In einer Klimakammer wird die Matratze zunächst 24 Stunden bei 37 °C und relativer Feuchte von 80 % vorkonditioniert, dann 16 Stunden mit einer Gewichts­kraft von 1 000 Newton belastet. Es werden Höhe, Härte und Federkenn­linie (Kraft/Weg-Diagramm) der Matratze vor und 24 Stunden nach dieser Belastung bei 23 °C und 50 % relativer Luft­feuchte ermittelt. Die Prüfungen der Höhe, Härte und Federkenn­linie werden in Anlehnung an Din EN 1957:2013 durch­geführt.

Bezug: 10 %

Wir bewerteten Wasch­barkeit, Wiederbe­zug, Verarbeitung und Knötchen­bildung (Pilling). Die Neigung zum Pilling prüfen wir in Anlehnung an die Din EN ISO 12945–2:2000–11.

Gesundheit und Umwelt: 10 %

Raum­luft­belastung: Messung flüchtiger organischer Stoffe 3 und 28 Tage nach dem Auspacken. Acht Prüf­personen ermittelten zu gleichen Zeit­punkten und direkt nach dem Auspacken die Geruchs­belästigung. Schad­stoffe wie Pestizide, Weichmacher, flamm­hemmende Zusätze, Organozinn- und andere halogen­organische Verbindungen prüften wir in Bezügen und im Matratzen­inneren. Unter Entsorgung bewerten wir, wie gut sich Matratzen­bestand­teile trennen lassen.

Hand­habung: 5 %

Drei Experten prüften die Funk­tion der Griffe und das Trans­portieren und Wenden der Matratze.

Deklaration und Werbung: 10 %

Wir beur­teilten Angaben zu Material und Aufbau der Matratzen sowie Werbeaussagen, zum Beispiel zum Härtegrad, zu Gesundheit und Umwelt.

Die Stiftung Warentest passt ihre Anforderungen regel­mäßig an. Lesen Sie hier, wie sich die Tests in den letzten Jahren verändert haben.

Matratzentests in den Jahren 2019 und 2020

Matratzentests in den Jahren 2017 und 2018

Matratzentests zwischen November 2012 und September 2016

Matratzentests bis Januar 2012

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  • erhält nur rund 3 Prozent ihrer Erträge als öffentlichen Zuschuss.

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