So testet die Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest bewertet Matratzen in sechs Kategorien: Liegeeigenschaften, Halt­barkeit, Bezug, Gesundheit und Umwelt, Hand­habung sowie Deklaration und Werbung. Die Noten in den Kategorien heißen Gruppen­urteile. Aus den sechs Gruppen­urteilen ergibt sich das test-Qualitäts­urteil. Lesen Sie hier, wie die Stiftung Warentest testet und bewertet.

Matratzen im Test

Die Stiftung Warentest kauft die Matratzen in der Größe 90 x 200 Zenti­meter anonym im Handel ein. Weder kostenlose Muster noch Prototypen gelangen in den Test. Die Einkäufer fragen in den Geschäften gezielt nach mittel­harten Matratzen für ihr Körpergewicht. Sie kaufen den empfohlenen Härtegrad – manchmal H2, manchmal H3.

Wir testen Matratzen – vom Prüf­aufwand her ist das nicht anders möglich – ausschließ­lich in der Größe 90 x 200 Zenti­meter. Streng genommen gelten die Test­ergeb­nisse deswegen auch nur für diese Größe. Tatsäch­lich dürften die Ergeb­nisse aber bei kleinen Größen­abweichungen (etwa für Matratzen mit 100 x 200 Zenti­meter) recht gut über­trag­bar sein. Je deutlicher die Größen­abweichung ist, desto weniger ist das aber möglich. Für Matratzen zum Beispiel der Größe 180 x 200 Zenti­meter können ganz andere Liegeeigenschaften vorliegen. Hinzu kommt: Auf Matratzen dieser Größe finden oft zwei Schläfer Platz, die sich dann unter Umständen gegen­seitig in den Liegeeigenschaften beein­flussen.

Preise

Der Produktfinder zeigt Preise laut Anbieterbefragung. Die Preise ermittelt die Stiftung Warentest. Der Stand des Preises wird für jedes Produkt ange­zeigt.

Geänderte Unter­suchungs­methodik

Seit dem Test 3/2019 bewertet die Stiftung Warentest nicht mehr die Kontakt­fläche und die flüchtigen organischen Verbindungen inner­halb der Verpackungs­folie. Eine erneute Rück­sprache mit externen Experten hat ergeben, dass diese beiden Punkte wenig aussagekräftig für die Nutzung einer Matratze sind. Das Gruppen­urteil Hand­habung hat nur noch 5 Prozent Gewicht. Dafür wiegen die Liegeeigenschaften nun schwerer. Lesen Sie hier, wie die Stiftung Warentest Matratzen testet, zunächst die neue Methodik, darunter finden Sie zum Vergleich die alte Unter­suchungs­methodik.

Abwertungen

Abwertungen führen dazu, dass sich Produktmängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Sie sind mit einem Stern­chen *) gekenn­zeichnet. Sind die Urteile gleich oder gering­fügig schlechter als die auslösenden Noten, ergeben sich nur geringe negative Auswirkungen. Je schlechter die Urteile, desto stärker ist der Abwertungs­effekt. Die Stiftung Warentest wendet bei Matratzen folgende Abwertungen an:

  • Liegeeigenschaften: Ab Gut (2,1) im Urteil Liegeeigenschaften werten wir das test-Qualitäts­urteil ab.
  • Halt­barkeit: Ab Ausreichend (3,6) im Urteil Halt­barkeit werten wir das test-Qualitäts­urteil ab.
  • Bezug: Ab Ausreichend (3,6) im Urteil Bezug werten wir das test-Qualitäts­urteil ab.
  • Gesundheit und Umwelt: Ab Ausreichend (3,6) im Urteil Gesundheit und Umwelt werten wir das test-Qualitäts­urteil ab.
  • Hand­habung: Ab Ausreichend (3,6) im Urteil Hand­habung werten wir das test-Qualitäts­urteil ab.
  • Deklaration und Werbung: Ab Mangelhaft (4,6) im Urteil Deklaration und Werbung werten wir das test-Qualitäts­urteil ab.
  • Rücken- oder Seiten­lage: Ist ein Urteil in Rücken- oder Seiten­lage für einen Körpertypen befriedigend oder schlechter, werten wir die Liegeeigenschaften ab.
  • Schulterklapp­effekt: Ab Mangelhaft im Urteil Schulterklapp­effekt werten wir die Liegeeigenschaften ab.
  • Dauer­walz­versuch und Einfluss von Feuchtig­keit und Temperatur: Ab Ausreichend in den Urteilen Dauer­walz­versuch oder Einfluss von Feuchtig­keit und Temperatur werten wir die Halt­barkeit ab.
  • Wasch­barkeit: Ab Mangelhaft im Urteil Wasch­barkeit werten wir die Halt­barkeit ab.
  • Beein­trächtigung durch Nässe: Ab Mangelhaft im Urteil Beein­trächtigung durch Nässe werten wir die Halt­barkeit ab.
  • Verarbeitung: Ab Ausreichend im Urteil Verarbeitung werten wir die Halt­barkeit ab.
  • Raum­luft­belastung: Lautet das Urteil für die Raum­luft­belastung Mangelhaft, kann das Gruppen­urteil Gesundheit und Umwelt nicht besser sein
  • Geruchs­belästigung: Ab Ausreichend im Urteil Geruchs­belästigung werten wir Gesundheit und Umwelt ab.
  • Schad­stoffe: Lautet das Urteil für die Schad­stoffe Mangelhaft, kann das Gruppen­urteil Gesundheit und Umwelt nicht besser sein.

Liegeeigenschaften: 40 %

Matratzen-Test (2019) Test

Im Institut. Der Prüf­aufbau zeigt, wo der Körper einsinkt.

Alle Matratzen liegen auf einer starren Unterlage. Mit vier Personen ermitteln wir die Abstüt­zeigenschaften vor und nach der Dauer­prüfung in Rücken- und Seiten­lage: H-Typ (groß und schwer, viel Gewicht an Bauch und Schultern), E-Typ (groß und schwer, Schultern, Bauch und Becken ähnlich breit), I-Typ (klein und leicht, Schultern, Bauch und Becken ähnlich breit), A-Typ (klein und leicht, Schultern schmaler als Becken). Wir bewerten, wie leicht Schlafende sich hin- und herwälzen können (Lage­änderungs­widerstand), wie gleich­mäßig sich das Körpergewicht verteilt (Druck­verteilung), ob die Schultern in Rückenlage nach oben gedrückt werden (Schulterklapp­effekt). Zu den Komfort­eigenschaften zählen Punktelastizität, Nach­schwing­verhalten, spür­barer Kontakt mit dem Lattenrost und Geräusche bei Lage­änderung.

Halt­barkeit: 25 %

Matratzen-Test (2019) Test

Dauer­walz­versuch. Damit simulieren wir die Abnut­zung der Matratzen in acht Jahren.

Dauer­walz­versuch: Eine 140 kg schwere Walze rollt 60 000 Mal über die Matratze.

Die Prüfungen wird in Anlehnung an DIN EN 1957:2013 durch­geführt. Das simuliert die Abnut­zung in acht Jahren.

Einfluss von Feuchtig­keit und Temperatur: In einer Klimakammer wird die Matratze zunächst 24 Stunden bei 37 °C und relativer Feuchte von 80 % vorkonditioniert, dann 16 Stunden mit einer Gewichts­kraft von 1 000 Newton belastet. Es werden Höhe, Härte und Federkenn­linie (Kraft/Weg-Diagramm) der Matratze vor und 24 Stunden nach dieser Belastung bei 23 °C und 50 % relativer Luft­feuchte ermittelt.

Die Prüfungen der Höhe, Härte und Federkenn­linie werden in Anlehnung an DIN EN 1957:2013 durch­geführt.

Bezug: 10 %

Wir bewerten die Wasch­barkeit (wie Einlaufen), die Beein­trächtigung durch Nässe (Fleck- und Rand­bildung) und die Verarbeitung (wie Güte der Verarbeitung und Pass­form) des Bezugs.

Gesundheit und Umwelt: 10 %

  • Raum­luft­belastung: Messung von flüchtigen organischen Verbindungen 24 Stunden nach dem Auspacken und 28 Tage nach Entfernen der Folie.
  • Geruchs­belästigung: Acht Prüf­personen ermitteln die Geruchs­belästigung 24 Stunden nach Entfernen der Verpackung und nach 28-tägigem Lüften.
  • Schad­stoffe: Wir unter­suchen die Bezüge und das Matratzen­innere auf Pestizid-Rück­stände, Weichmacher, flamm­hemmende Zusätze, Organozinn­verbindungen und andere halogen­organische Verbindungen.
  • Entsorgung: Wir prüfen, ob sich die Matratzen­bestand­teile problemlos trennen lassen.

Hand­habung: 5 %

Drei Experten bewerten, wie sich die Matratze trans­portieren und wenden lässt.

Deklaration und Werbung: 10 %

Wir beur­teilen Angaben zu Material, Matrat­zenaufbau, Matratzen­eigenschaften und Härte sowie Werbeaussagen, etwa zu Gesundheit und Umwelt.

Die Stiftung Warentest passt ihre Anforderungen regel­mäßig an. Lesen Sie hier, wie sich die Tests in den letzten Jahren verändert haben.

Matratzentests in den Jahren 2017 und 2018

Matratzentests zwischen November 2012 und September 2016

Matratzentests bis Januar 2012

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