So testet die Stiftung Warentest

Video: Matratzen im Test.

Die Stiftung Warentest bewertet Matratzen in sechs Kategorien: Liegeeigenschaften, Halt­barkeit, Bezug, Gesundheit und Umwelt, Hand­habung sowie Deklaration und Werbung. Die Noten in den Kategorien heißen Gruppen­urteile. Aus den sechs Gruppen­urteilen ergibt sich das test-Qualitäts­urteil. Lesen Sie hier, wie die Stiftung Warentest testet und bewertet.

Matratzen im Test

Die Stiftung Warentest kauft die Matratzen in der Größe 90 x 200 Zenti­meter (Boxspringbetten in der Größe 180 x 200 Zenti­meter) anonym im Handel ein. Weder kostenlose Muster noch Prototypen gelangen in den Test. Die Einkäufer fragen in den Geschäften gezielt nach mittel­harten Matratzen für ihr Körpergewicht. Sie kaufen den empfohlenen Härtegrad – manchmal H2, manchmal H3. Die Test­ergeb­nisse gelten für Matratzen der Größe 90 x 200 Zenti­meter mit dem angegebenen Härtegrad.

Preise

Der Produktfinder zeigt Preise laut Anbieterbefragung. Die Preise ermittelt die Stiftung Warentest. Der Stand des Preises wird für jedes Produkt ange­zeigt.

Geänderte Unter­suchungs­methodik

Seit dem Update des Produktfinders zum 21.12.2016 bewertet die Stiftung Warentest nicht mehr das Schlafklima. In den letzten Tests hatte es in diesem Punkt keine Auffälligkeiten gegeben. Dafür wiegt die Halt­barkeit nun schwerer. Lesen Sie hier, wie die Stiftung Warentest Matratzen testet, zunächst die neue Methodik, darunter finden Sie zum Vergleich die alte Unter­suchungs­methodik.

Tests seit 1/2017

Abwertungen

Abwertungen führen dazu, dass sich Produktmängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Sie sind mit einem Stern­chen *) gekenn­zeichnet. Sind die Urteile gleich oder gering­fügig schlechter als die auslösenden Noten, ergeben sich nur geringe negative Auswirkungen. Je schlechter die Urteile, desto stärker ist der Abwertungs­effekt. Die Stiftung Warentest wendet bei Matratzen folgende Abwertungen an:

  • Liegeeigenschaften: Ab Gut (2,1) im Urteil Liegeeigenschaften werteten wir das test-Qualitäts­urteil ab.
  • Halt­barkeit: Ab Ausreichend (3,6) im Urteil Halt­barkeit werteten wir das test-Qualitäts­urteil ab.
  • Gesundheit und Umwelt: Ab Ausreichend (3,6) im Urteil Gesundheit und Umwelt werteten wir das test-Qualitäts­urteil ab.
  • Hand­habung: Ab Ausreichend (3,6) im Urteil Hand­habung werteten wir das test-Qualitäts­urteil ab.
  • Deklaration und Werbung: Ab Mangelhaft (4,6) im Urteil Deklaration und Werbung werteten wir das test-Qualitäts­urteil ab.
  • Rücken- oder Seiten­lage: War ein Urteil in Rücken- oder Seiten­lage für eine Test­perso­n ausreichend oder schlechter, werteten wir die Liegeeigen­schaf­ten ab.
  • Kontakt­fläche: War die Kontakt­fläche mangelhaft, werteten wir die Liegeeigenschaften ab.
  • Einfluss von Feuchtig­keit und Temperatur: Ab Ausreichend im Urteil Einfluss von Feuchtig­keit und Temperatur werteten wir die Halt­barkeit ab.
  • Geruchs­belästigung: Ab Befriedigend im Urteil Geruchs­belästi­gung werteten wir Gesundheit und Umwelt ab.
  • Schad­stoffe: Ab Befriedigend im Urteil Schad­stoffe werteten wir Gesundheit und Umwelt ab.

Liegeeigenschaften: 35 %

Alle Matratzen lagen auf einer starren Unterlage. Mit vier Personen ermittelten wir die Abstütz­eigen­schaf­ten vor und nach der Dauer­prüfung in Rücken- und Seiten­lage: H-Typ (groß, schwer, kompakt), E-Typ (groß und schwer), I-Typ (klein und leicht), A-Typ (klein, Schwer­punkt im Becken). Wir bewerteten, wie tief Schlafende einsinken (Kontakt­fläche), wie leicht sie sich hin- und herwälzen können (Lage­änderungs­wider­stand), wie gleich­mäßig sich das Körpergewicht verteilt(Druck­vertei­lung), ob die Schultern in Rückenlage nach oben drücken (Schulterklapp­effekt). Zu den Komforteigen­schaf­tenzählen Punktelastizität, Nach­schwing­verhalten, spür­barer Kontakt mit dem Lattenrost und Geräusche bei Lage­änderung.

Halt­barkeit: 25 %

Dauer­walz­versuch: Eine 140 kg schwere Walze rollte 60 000 Mal über die Matratze.

Die Prüfungen wurden in Anlehnung an DIN EN 1957:2013 durch­geführt. Das simuliert die Abnut­zung in acht Jahren.

Einfluss von Feuchtig­keit und Temperatur: In einer Klimakammer wurde die Matratze zunächst 24 Stunden bei 37 °C und relativer Feuchte von 80 % vorkonditioniert, dann 16 Stunden mit einer Gewichts­kraft von 1000 Newton belastet. Es wurden Höhe, Härte und Federkenn­linie (Kraft/Weg-Diagramm) der Matratze vor und 24 Stunden nach dieser Belastung bei 23 °C und 50 % relativer Luft­feuchte ermittelt.

Die Prüfungen der Höhe, Härte und Federkenn­linie wurden in Anlehnung an DIN EN 1957:2013 durch­geführt.

Bezug: 10 %

Wir bewerten die Wasch­barkeit (wie Einlaufen), die Beein­trächtigung durch Nässe (Fleck- und Rand­bildung) und die Verarbeitung (wie Güte der Verarbeitung und Pass­form) des Bezugs.

Gesundheit und Umwelt: 10 %

  • Raum­luft­belastung: Messung von flüchtigen orga­ni­schen Verbindungen in der verpackten Matratze, 24 Stunden nach dem Auspacken und 28 Tage nach Entfernen der Folie.
  • Geruchs­belästigung: Acht Prüf­personen ermittelten die Geruchs­belästigung 24 Stunden nach Entfernen der Verpackung und nach 28-tägigem Lüften.
  • Schad­stoffe: Wir unter­suchen die Bezüge und das Matratzeninnere auf Pestizid-Rück­stände, Weichmacher, flamm­hemmende Zusätze, Organozinn­verbindungen und andere halogenorga­nische Verbindungen.
  • Entsorgung: Wir prüfen, ob sich die Matratzen­bestand­teile problemlos trennen lassen.

Hand­habung: 10 %

Drei Experten bewerteten, wie sich die Matratze trans­portieren und wenden lässt.

Deklaration und Werbung: 10 %

Wir beur­teilten Angaben zu Material, Matrat­zenaufbau, Matratzen­eigenschaften und Härte sowie Werbeaussagen, etwa zu Gesundheit und Umwelt.

Die Stiftung Warentest passt ihre Anforderungen regel­mäßig an. Lesen Sie hier, wie sich die Tests in den letzten Jahren verändert haben.

Matratzentests zwischen November 2012 und September 2016

Matratzentests bis Januar 2012

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