Tipps für die Matratzen­pflege

Unmittel­bar nach dem Kauf

  • Matratzenschoner. Manche Hersteller empfehlen textile Unterlagen für die Matratze, damit sie nicht zu stark strapaziert wird. Matratzenschoner sind bei guten Lattenrosten jedoch nicht nötig.
  • Auflagen. Ist die Matratze von einem Schoner und einer Auflage umgeben, kann sie aufgenom­mene Feuch­tigkeit schlecht abgeben, schlimms­tenfalls schimmelt sie. Zudem verändern Auflagen die Liegeeigenschaften – zum Beispiel können Schulter- und Beckenzone ihre Wirkung verlieren. Sinn­voll sind nur Auflagen für Inkontinente. Für alle anderen genügt es, den Bezug regel­mäßig zu waschen.
  • Lattenrost. Eine gute Matratze braucht keine federnde Unterlage. Ein einfacher, starrer Lattenrost reicht aus. Die Abstände der Latten sollten nicht zu groß sein, sonst drückt die Matratze durch. Ein sinn­voller Abstand beträgt maximal sechs Zenti­meter. Lattenroste sind in der Regel sehr strapazier­fähig. Sie können jahr­zehnte­lang in Form bleiben. Wenn tatsäch­lich die stärker belasteten Latten im Becken­bereich weich werden, können sie gegen wenig belastete Latten aus dem Fußbereich getauscht werden.
  • Flexibel. Komfortable, verstell­bare Lattenroste mit varia­blem Kopf- und Fußteil funk­tionieren am besten mit flexiblen Matratzen aus Schaum­stoff oder Latex, die aber nicht zu dick sein sollten.
  • Schad­stoffe. In den ersten Tagen zuhause können neue Matratzen unangenehm riechen oder Lösungs­mittel ausdünsten. In der Regel verfliegen diese Düfte nach kurzer Zeit. Wenn Sie allerdings empfindlich auf Gerüche reagieren, können Sie ein Rück­gaberecht vereinbaren. Reklamieren Sie die Matratze, wenn der Geruch nach vier Wochen noch nicht nachgelassen hat.
  • Reklamation. Mängel wie Liegemulden oder gerissene Nähte können Sie bis zu zwei Jahre nach dem Kauf reklamieren. Wird die Matratze geliefert, achten Sie darauf, dass auch wirk­lich das bestellte Modell ins Haus kommt.

Die Matratze richtig pflegen

  • Drehen. Wenden Sie die Matratze bei jedem Wechsel der Bett­wäsche, spätestens alle drei Monate. Tauschen Sie dabei möglichst auch Kopf- und Fuß­ende. Decken Sie die Matratze tags­über nicht ab, lassen Sie sie auslüften.
  • Belüftung. Damit sich Hausstaubmilben in der Matratze nicht zu stark vermehren, sollten Sie darauf achten, dass die Matratze auch von unten gut belüftet wird. So können Sie zudem Schimmelbefall vermeiden. Dafür eignen sich am besten Betten ohne Bett­kasten. Nach acht bis zehn Jahren sollten Sie sich aus Hygienegründen eine neue Matratze anschaffen.
  • Bezüge. Um Hausstaubmilben und Schimmelbefall vorzubeugen, waschen Sie die Matratzenbezüge alle drei Monate. Lang­fristigen Schutz gegen Milbenal­lergene bieten jedoch nur spezielle Allergikerbezüge, sogenannte Enca­sings.

Gut und erhol­sam schlafen

  • Schlafklima. Im Schlaf­zimmer sollte es zwischen 14 und 18 Grad Celsius kühl sein. Die Luft­feuchte sollte 40 bis 60 Prozent betragen. Lüften Sie den Raum vor dem Schlafen­gehen gut durch.
  • Decke. Die Bett­decke ist die Klima­anlage des Bettes. Sie soll genügend Wärme für den individuellen Bedarf spenden, Sie aber auch nicht ins Schwitzen bringen. Zudem muss die Decke Nacht­schweiß schnell speichern und abtrans­portieren können. Das können Daunen­decken besser als Oberbetten mit künst­lichen Füllungen.

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