Matratzen im Test Für Ihren erhol­samen Schlaf

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Matratzen im Test - Für Ihren erhol­samen Schlaf
Eine für alle. Nur wenige Matratzen im Test stützen jeden Körpertyp in jeder Lage gut ab. © Fotolia / Wavebreak Media

Der Matratzen-Test liefert Bewertungen für mehr als 200 Schaum­stoff-, Latex-, Federkern- und Boxspring­matratzen. Mit dabei: Modelle, die alle Körpertypen gut betten.

Matratzen im Test Testergebnisse für 241 Matratzen

Inhalt

Nur wenige passen für alle

Eine Matratze zu finden, auf der alle Menschen gleichermaßen gut liegen, ist eine Heraus­forderung. So brauchen etwa Leicht­gewichte mit breiter Hüfte eine Unterlage, die sie vor allem im Becken gut abstützt. Eine große Person mit kompakter Statur sinkt dagegen eher im Bauch­bereich ein.

Nur 16 von 241 geprüften Matratzen gelingt bisher das Kunst­stück, alle gleichermaßen gut zu betten. Gleich drei davon stammen aus dem neuen Matratzen-Test der Stiftung Warentest im März 2022, in dem wir 14 aktuelle Modelle geprüft haben – je sieben Schaum­stoff- und Latex­matratzen.

So kommen wir den Abstüt­zeigenschaften auf die Spur

Um zu prüfen, wie gut dicke, dünne, große und kleine Personen auf einer Matratze liegen, nutzen wir seit 2012 unser HEIA-System. Es ordnet Menschen vier typischen Körperformen zu. Jede Matratze testen wir mit allen vier Typen, sowohl in Rücken- als auch in Seiten­lage.

Warum sich der Matratzen-Test für Sie lohnt

  • Test­ergeb­nisse. Im Matratzen-Test der Stiftung Warentest finden Sie Testergebnisse und einen Preis­vergleich für teure und güns­tige Matratzen aller Baufor­men, dazu Kauf­beratung und Tipps für die Matratzen­pflege.
  • Individuelle Testsieger. Welche Matratze ist die beste für Ihren Schlaf? Die Liegeeigenschaften der Matratzen testet die Stiftung Warentest für verschiedene Körpertypen sowie Seiten- und Rücken­schläfer. Sie finden mit wenigen Klicks Ihren persönlichen Matratzen-Testsieger.
  • Matratzen für zwei. Seit 2021: Breite Matratzen für mehr Komfort allein oder für erhol­samen Schlaf zu zweit.
  • Heft­artikel. Zusätzlich erhalten Sie nach dem Frei­schalten der Test­ergeb­nisse Zugriff auf alle Matratzen-Tests aus der Zeit­schrift test im Original-Layout als PDF.

Angaben zur Matratzenhärte sind oft falsch

Ob Federkern­matratzen oder Schaum­stoff­matratzen – die Härte­angaben der Hersteller stimmen häufig nicht. Die Stiftung Warentest ermittelt bei ihren Matratzen-Tests die Matratzenhärte im Labor. Das macht die Matratzen vergleich­bar. Im Matratzen-Test finden Sie sowohl weiche als auch sehr harte Matratzen mit guten Noten.

Der Härtegrad einer Matratze beein­flusst ihre Abstüt­zeigenschaften nicht. Eine weiche Matratze kann der Wirbelsäule genauso gut Halt geben wie eine harte. Das heißt: Die Liegehärte darf ganz nach Vorliebe und Gemütlich­keit ausgewählt werden.

Die besten Matratzen für Kinder und Jugend­liche

Kleine Kinder benötigen kleine Matratzen. Test­ergeb­nisse finden Sie im Kindermatratzen-Test. Ist der Nach­wuchs dem Kinder­bett entwachsen, muss eine größere Matratze her. Faust­regel: Liegen Kopf und Füße des Kindes jeweils weniger als zehn Zenti­meter vom Rand entfernt, ist es soweit. Welche Matratzen für größere Kinder empfehlens­wert sind, können Sie in unserem Matratzen-Test jetzt filtern: Matratzen für Kinder.

Video: So testet die Stiftung Warentest Matratzen

Matratzen im Test Testergebnisse für 241 Matratzen

Die richtige Matratze finden – Matratzen­typen im Vergleich

Ob Federkern­matratze, Latex­matratze, Schaum­stoff­matratze oder Boxspringbett – alle Matratzen­typen haben ihre spezi­fischen Vorteile und Nachteile. Hier erfahren Sie, welche.

Federkern­matratzen – trans­portieren Feuchtig­keit gut

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Der Aufbau einer Taschenfederkern­matratze. © Stiftung Warentest/Rene Reichelt

Steck­brief Federkern­matratze

Gut ein Viertel der Republik schläft auf Federkernen – meist auf Taschen­feder­kern­matratzen. Sie enthalten Hunderte Stahlfedern, die in einzeln in Taschen einge­fasst sind. Taschen­federkerne schwingen weniger nach als einfache Bonnell­feder­kern­matratzen. Taschenfederkern gibt nur dort nach, wo er belastet wird und passt sich dem Körper gut an (Test­ergeb­nisse Federkernmatratzen).

Vorteile von Federkern­matratzen

+ Guter Feuchtig­keits­trans­port. Gut für stark schwitzende Menschen.
+ Geringe Wärmedämmung. Gut für alle, denen es schnell zu warm wird.
+ Gute Punktelastizität. Taschenfederkern gibt nur dort nach, wo er belastet wird.
+ Platz für zwei. Die meisten Modelle im aktuellen Test bieten auch zwei Schlafenden guten Komfort.

Nachteile von Federkern­matratzen

– Eher kühl. Wer leicht friert, liegt auf Schaum­stoff wärmer.
– Vergleichs­weise schwer. Das Anheben kann mitunter mühsam sein.
– Nicht flexibel. Einige sind nur einge­schränkt für verstell­bare Lattenroste geeignet.
– Einseitig. Federkern­matratzen weisen nur selten verschieden Härtegrade für beide Liege­seiten auf.

Schaum­stoff­matratzen – strapazier­bar und elastisch

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Der Aufbau einer Kalt­schaum­matratze. © Stiftung Warentest/Rene Reichelt

Steck­brief Schaum­stoff­matratze

Kalt­schaum ist wertiger Polyurethan-Schaum­stoff, der ohne Wärmezugabe in großen Blöcken aufgeschäumt wird. Je nachdem, aus welchem Teil eines Blocks der Kern geschnitten wird, ist die Matratze unterschiedlich hart.

Stan­dard­schaum, oft auch Komfort­schaum genannt, härtet hingegen unter Wärmezufuhr aus. Das kann zu unterschiedlich großen Luft­bläschen und einer ungleich­mäßigen Struktur führen. Hier finden Sie alle Tester­ergeb­nisse für Schaumstoffmatratzen.

Vorteile von Schaum­stoff­matratzen

+ Gute Punktelastizität, geringes Nach­schwingen.
+ Je nach Ausführung gute Liegeeigenschaften.
+ Gute Halt­barkeit und Wärme-Isolation. Für schwerere Menschen geeignet.
+ Latex­ähnlich, aber deutlich leichter.

Nachteile von Schaum­stoff­matratzen

– Qualität kann schwanken, mitunter auch inner­halb einer Charge.
– Wärme und Feuchte können zu Liegekuhlen führen.
– Oft weicher als angegeben.
– Für stark schwitzende Menschen eher unge­eignet.

Viskoschaum­matratze – Schaum mit Memory-Effekt

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Der Aufbau einer Viskoschaum­matratze. © Stiftung Warentest/Rene Reichelt

Steck­brief Viskoschaum­matratze

Viskoschaum ist ein Polyurethan-Schaum mit „Memory-Effekt“: Drückt man seine Hand hinein, hinterlässt sie einen länger sicht­baren Abdruck. Die zuletzt getesteten Viskoschaum­matratzen bestehen aus Kalt­schaum- oder Schaum­stoff­kern mit Visko­auflage.

Vorteile von Viskoschaum­matratzen

+ Passen sich der Körperform von Schlafenden an.
+ Wirken dadurch anschmieg­sam.
+ Halt­bar und wärme­isolierend.

Nachteile von Viskoschaum­matratzen

– Oft teuer.
– Für stark schwitzende Menschen unge­eignet.
– Bei Kälte erhärtet Viskoschaum oft zu einer Liegeschale, die Bewegungen im Schlaf erschweren und zum Aufwachen führen kann.

Latex­matratzen – weich und stützend

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Der Aufbau einer Latex­matratze. © Stiftung Warentest/Rene Reichelt

Steck­brief Latex­matratzen

Latex wurde ursprüng­lich aus Kautschuk­bäumen gewonnen. Mitt­lerweile wird Latex meist synthetisch hergestellt, wie auch für die meisten Latexmatratzen im Test. Preis­werte Modelle haben nur eine Latex­schicht mit Schaum­stoff­kern.

Vorteile von Latex­matratzen

+ Je nach Ausführung gute Liegeeigenschaften.
+ Oft weich, angenehmes Liegegefühl.
+ Oft gute Halt­barkeit.

Nachteile von Latex­matratzen

– Reine Latex­matratzen sind teuer.
– Für stark schwitzende Menschen unge­eignet.
– Meist schwerer als Modelle aus Schaum­stoff und daher schwerer zu wenden.

Boxspringbetten – bequem beim Ein- und Ausstieg

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Der Aufbau eines Boxspringbetts. © Stiftung Warentest/Rene Reichelt

Steck­brief Boxspringbetten

Bei einer Boxspring­matratze liegt auf dem Unterbau meist eine Federkern­matratze und oben­auf eine aus Schaum­stoff. Die aufwendigen und teureren Boxspringbetten – die vermeintliche Königs­klasse – halten oft nicht, was die voll­mundige Werbung mitunter verspricht. Einige der getesteten Modelle bieten zwar gute Liegeeigenschaften. Die Halt­barkeit vieler Boxspringbetten ist jedoch nur befriedigend oder ausreichend. Und in der Hand­habung schneiden einige Produkte sogar mangelhaft ab (Test­ergeb­nisse Boxspringbetten).

Vorteile von Boxspringbetten

+ Ihre Höhe von 60 bis 70 Zenti­metern erleichtert das Hinlegen und Aufstehen.
+ Bei Topper aus Kalt­schaum gute Wärme­isolierung für alle, die leicht frieren.

Nachteile von Boxspringbetten

– Die Härte­angaben stimmen oft nicht.
– Teuer, sper­rig und schwer.
– Der Feuchte­trans­port kann durch die Konstruktion, etwa mit Kunst­leder­umrandung, stark einge­schränkt sein.

Matratzen im Test Testergebnisse für 241 Matratzen

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1611 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Küli am 23.07.2022 um 14:38 Uhr
Feedback zur Ergebnisanzeige (online)

Wunsch: Wenn ich die Produktsuche nutze und die Ergebnisse nach Qualitätsurteil (oder Liegeeigenschaften oder einem sonstigen Filter) sortiere, dann sollte bitte dieses Kriterium der oberste Maßstab sein, nach dem die Ergebnisse angezeigt werden! Ich habe spät verstanden, dass innerhalb der Ergebnisse noch nach Jahrgang sortiert wird, sich also z.B. eine Matratze mit Note 2,3 weit UNTER einer Matratze mit Note 3 befinden kann, nur weil sie aus einem älteren Jahrgang stammt. Das finde ich unlogisch und man übersieht so ggf. bessere Matratzen.
Außerdem ist mir aufgefallen, dass in der Vergleichsübersicht für manche Matratzen nicht alle Detail-Testergebnisse angezeigt werden. Bsp: im Federkernmatratzen-Test 10/21 wurde die Emma Dynamic 140 auch auf "Roll-Together" usw. getestet und im Vergleich steht da "entfällt". Dito für ermittelte Härte bei Badenia Trendline ("entfällt" statt weich - und das bei einer als H4 deklarierten!). Man braucht da wirklich Einarbeitung.
Ansonsten vielen Dank!

Profilbild Stiftung_Warentest am 13.06.2022 um 10:08 Uhr
Alternative Liegefläche

@andreas.ufo: In unserem Test der Duo-Matratzen (test 3/2021) haben wir beide Liegeflächen der Matratzen bewertet. Die detaillierte Ergebnisse für beide Seite finden Sie in der Testtabelle. In dem angefragten Fall der Bett.1-Matratze ist die Mittelfeste-Seite die alternative Liegefläche.

andreas.ufo am 09.06.2022 um 20:02 Uhr
Alternative Liegefläche

Hallo! Welche Seite ist denn die "alternative Liegefläche"? Bei der Matraze von Bett1 gibt es die harte und die weichere Seite. Welche Seite nun welche ist, wird mir leider nicht klar. Und sie werden recht unterschiedlich bewertet...
Danke für eine Auskunft! :-)

suy am 24.05.2022 um 10:31 Uhr
Tests nutzlos da gleiche Produkte unterschiedlich

Leider sind die von Stiftung Warentest durchgeführten Tests fast nutzlos, weil es anscheinend sehr große Unterschiede zwischen verschiedenen Chargen des gleichen Produkts gibt. Man kann sich dazu die Nutzer-Erfahrungen in Bewertungskommentaren, Youtube, und sogar öffentlich-rechtlichen TV Programmen ansehen. So werden offensichtliche Unterschiede berichtet, wie z.B. die Matratze der Bett1 hätte tagelang einen extremen Geruch verbreitetet (tatsächlich extrem, nicht Gewöhnungssache), während andere nicht viel merken. Stiftung Warentest hat in diesem Fall wohl eine "gute" erhalten.
Mögliche Erklärungen:
1. Qualitätskontrolle findet beim Kunden statt,
2. unterschiedliche Chargen mit veränderten Produktionsprozessen,
3. unterschiedliche Auftragshersteller, die alle unterschiedliche Prozesse verwenden
Solange diese Unterschiede nicht erfasst werden, wird Stiftung Warentest mit den einzeln getesteten Matratzen nur dazu beitragen, ein bestimmtes Produkt unberechtigt zu "hypen".

Profilbild Stiftung_Warentest am 25.04.2022 um 10:03 Uhr
Übergrößen

@axelklink: Im Jahr 2021 prüften wir mehr­mals 140 Zenti­meter breite Matratzen. Streng genommen gelten die Test­ergeb­nisse nur für diese Größen. Tatsäch­lich dürften die Ergeb­nisse aber bei geringen Größen­abweichungen recht gut über­trag­bar sein.
Die Liste der geeigneter Matratzen für einen E-Typ finden Sie in unserem Produktfinder Matratzen bzw. im test 3/2021.
Ob ein Hersteller auch Übergrößen anbietet, können Sie direkt mit dem Hersteller bzw. im Handel klären. Generell empfehlen wir auch hier immer ein ausgiebiges Probeliegen.