Matratze von Norma Schnelltest

Norma verkauft diese Woche Matratzen für 49,99 Euro. Zum Vergleich: Im Produktfinder kosten gute Matratzen mindestens 300 Euro. Der Schnelltest klärt, ob die Billigmatratze erholsamen Schlaf liefert.

Klein und handlich

Gute Nachrichten vorneweg: Die Matratze liegt als kompaktes Bündel in den Norma-Regalen. Eng zusammengerollt und in Folie verschweißt. So passt sie in jeden Kofferraum. Mit siebeneinhalb Kilo ist sie außerdem ziemlich leicht. Einziger Nachteil der Rollmatratze: Probeliegen wie im Fachgeschäft fällt flach.

Keine Schadstoffe

Beim Auspacken riecht die Matratze deutlich süß und nach Klebstoff. Doch schon nach einem Tag lässt der Geruch deutlich nach. Die Laboruntersuchung bestätigt: Die Matratze ist sauber. Bezug und Kern enthalten keine Schadstoffe. Die Tester untersuchten auf Biozide und schwerflüchtige Stoffe wie zum Beispiel Flammschutzmittel. Auch leicht flüchtige Verbindungen wie Lösemittel und Formaldehyd entweichen der Matratze nicht. Die Siegel „LGA Prüfzertifikat“ und „Textiles Vertrauen - Schadstoffgeprüfte Textilien nach Öko-Tex Standard 100“ trägt die Matratze also zu Recht.

Erholsamer Schlaf

Tief schlafen, süß träumen, erholt aufwachen? Die mittelharte Norma-Matratze machts möglich. Es schläft sich gut darauf. Die Matratze stützt den Körper sowohl in Rücken- als auch in Seitenlage gut ab. Die Kontaktfläche zwischen Schläfer und Matratze ist nicht zu groß und nicht zu klein.

Ohne Liegezonen

Die meisten Schaumstoffmatratzen werben mit fünf bis sieben unterschiedlich harten Liegezonen. Diese entstehen durch verschieden harte Schaumstoffe oder durch Strukturen im Material. Rillen, Wellen oder Noppen suchen Käufer bei der Norma-Matratze jedoch vergeblich. Macht nichts. Die Unterschiede der Zonen sind oft ohnehin kaum messbar, geschweige denn fühlbar.

Schwachpunkt: Haltbarkeit

Im Prüflabor muss die Matratze einiges aushalten. Eine 140-Kilogramm-Walze rollt 60 000 Mal über die Schlafunterlage. Das simuliert die Nutzung in zehn Jahren. Ergebnis: Die Matratze verliert 30 Prozent ihrer Härte. Die mittelharte Matratze wird spürbar weicher. Schlecht für kräftige Personen.

Irreführendes Etikett

„Für Allergiker geeignet“ steht auf der Verpackung. Das führt in die Irre. Gegen die Allergene der Hausstaubmilbe helfen nur spezielle Bezüge, so genannte Encasings. Die Norma-Matratze umgibt jedoch nur ein einfacher Bezug ohne Reißverschluss. Wer Milben vorbeugen will, müsste den Bezug alle drei Monate waschen. Das funktioniert mit der Norma-Matratze aber nicht. Ein gefundenes Fressen für die „Mitbewohner“. Weiteres Manko: Auch die angepriesene Wollmischung auf der angeblichen Winterseite ließ sich nicht nachweisen.

Produktfinder: Die besten Matratzen für Sie

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