Tipps

  • Ohne Reue genießen. Viele Fischbestände sind von Überfischung bedroht. Der Hering gehört derzeit nicht dazu. Sie können ihn mit gutem Gewissen genießen.
  • Mai bis Juni. Matjes sind junge Heringe, die noch nicht gelaicht haben. Die Fischer fangen sie von Mai bis Juni. Der jungfräuliche Hering hat sich bis dahin eine respektable Fettschicht angefressen, um fit für den Nachwuchs zu sein.
  • Tiefgekühlt das ganze Jahr. Tiefgefroren und wieder aufgetaut, ist Matjes das ganze Jahr über zu haben. Fangfrisch eingesalzen gibt es ihn nur zwei, drei Monate im Jahr. Etwa von Mai bis Juli. Auch der fangfrische Matjes wird für kurze Zeit schockgefrostet: um Fadenwürmer, so genannte Nematoden, abzutöten.
  • Fett und gesund. Das Fett des Herings ist besonders gesund. Es enthält reichlich Omega-3-Fettsäuren. Die sind auch für den Menschen lebenswichtig. Da unser Körper sie nicht selbst bilden kann, müssen wir Omega-3-Fettsäuren mit dem Essen aufnehmen.
  • Gut für Herz und Kreislauf. Omega-3-Fettsäuren fördern die Durchblutung, sind günstig für die Blutfettwerte und beugen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Fettsäuren auch gegen Depression wirken und Aggressionen mindern.
  • Matjes für die Königin. Holland ist das Mutterland des Matjes. Auch sein Name kommt von dort. Das niederländische „maagdekensharing“ heißt übersetzt etwa Jungfernhering. Noch heute wird das erste Matjes-Fass der Saison für einen guten Zweck versteigert. Das beste Fass bekommt die Königin.
  • Matjes klassisch. Reift mit Gräte und Schwanz in Eichenfässern mit Salz. Das Enzym für die Reifung liefert die Bauchspeicheldrüse des Fisches. Es macht den Matjes besonders zart. Der junge Fisch hat marzipanhelles Fleisch und duftet nach Butter.
  • Matjes holländisch. Besonders mild gesalzen, kurz gereift und sehr fett. Gilt als Delikatesse, ist in deutschen Supermärkten aber kaum zu haben. Holländischer Matjes ist empfindlich und verdirbt schnell. Es gibt ihn selten abgepackt.
  • Matjesfilet nordische Art. Der Renner in deutschen Supermärkten: Das Matjesfilet in Öl. Reift mit Zucker, Salz, Gewürzen und Säuerungsmitteln. In Folie eingeschweißt in fast jedem Supermarkt zu haben. Ohne Gräte. Matjesfilets nordische Art schmecken säuerlicher und salziger als der klassische Matjes. Meist ist die Fischkonserve auch weniger zart.
  • Viel Salz im Fisch. Wermutstropfen beim Matjes: Er enthält viel Salz. Das gilt vor allem für Matjesfilets nordische Art. Verzichten Sie deshalb auf Matjesfilets nordische Art oder essen Sie nur wenig davon, wenn Ihr Arzt Ihnen zu einer salzarmen Diät geraten hat.

« zurück zum Online-Test

Dieser Artikel ist hilfreich. 1973 Nutzer finden das hilfreich.