Die Uni Münster darf Bewerber für ein Master­studium nicht wegen ihres Motivations­schreibens ablehnen oder wegen fehlender „besonderer Eignung“. Das Verwaltungs­gericht Münster gab einer Studentin recht, die keinen Studien­platz bekam, weil die Uni ihr Motivations­schreiben „wenig originell“ fand. Das Gericht hatte erhebliche Zweifel, ob solch ein Schreiben auch nur ansatz­weise eine zuver­lässige Grund­lage sein kann. Solche Texte seien in erster Linie dafür da, sich als Bewerber persönlich vorzustellen. Sie seien nicht nach­prüf­bar. Außerdem könne man sich jede Menge Vorlagen aus dem Internet ziehen. Zwar dürfen Unis ihre Bewerber auswählen, so das Gericht, doch Haupt­kriterium müsse der Bachelor-Abschluss sein. Es sei nicht erlaubt, über die fachlichen Anforderungen des Master­studiums hinaus ein Wunsch­kandidaten­profil fest­zulegen und eine Besten­auslese oder für die Uni wissenschaftliche Niveau­pflege zu betreiben (Az. 9 L 1299/16).

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